Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schoute - Sole
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1795908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1800261
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Simon, 
Alexander. 
Simon 
VOD 
Coeln. 
und in Folge derselben hörten die Arbeiten auf, so dass Simon in 
Armuth starb- Sein Tod erfolgte einige Jahre nach der Restaura- 
tion. ln der k. Sammlung zu Copenhagen ist sein von H. Dill- 
mar von l)itmargen gemaltes Bildniss, wie er einen Todtenkopf 
in den Händen hält, gest. von J. M. Preisler. 
Thomas Simon ist der jüngere Bruder dieses Meisters. 
51111011, Alexander, Maler von Stuttgart, besuchte die Iiunstschule 
daselbst, und begab sich dann zur weiteren Ausbildung nach Ita- 
lien. Nach seiner Rückkehr ins Vaterland fand er zunächst in 
Weimar einen seinem Talente angemessenen Wirkungskreis. wo 
er seit einigen Jahren zum Iltihme der Iiunst thiitig ist. Seine 
 früheren Werke bestehen in Darstellungen aus dem romantischen 
Mittelalter und aus Dichtungen der neueren Periode, theils in Zeich- 
nungen, theils in Oelbildern behandelt. Ein umfassendes Werk 
bilden seine Scenen aus dem Oberon in Arabeskenfurm, welche 
im WielancVs Zimmer des grussherzoglichen Schlosses zu Weimar 
als Einfassung grösserer Gemälde dienen, und die eben so poetisch 
erdacht, als sinnvoll und mit Geschmack ausgeführt sind. Simon 
olfcnbaret da ein dem N1. v. Schwind verwandtes Talent, welches 
sich mit grosser Selbstständigkeit bewegt. Jeder der acht langen 
Streifen dieses Zimmers fasst einen für sieh bestehenden Abschnitt 
des WielancPsehen Gedichtes, und 1859 War das Gallle Vollendet- 
Dann beschäftigte den Künstler auch das romantische Leben, 
welches sich in der Wartburg entfaltet hatte. E_in grösseres Ge- 
U1iil(le,1in welchem der Stoff jener früheren Zeit entnommen ist, 
besitzt jetzt die Grossherzegin von Weimar, nämlich eine Episode 
aus dem Sättgerkrieg auf der Wartburg. Simon hatte sich schon 
früher mit Studien über den ältesten Zustand dieses ehrwürdigen 
Gebäudes befasst. Im Jahre 183g setzte er mit Genehmigung des 
Mittisteriutns seine Untersuchungen am Gebäude selbst fort, und 
dabei zeigte sich, dass FaQade und Giebel des sogenannten holten 
Hauses, des eigentlichen Palastes, noch grösstentheils in den Mau- 
ern vorhanden und nur enstellt seyen. Er fertigte nach den vor- 
handenen Spuren Aufrisse der Hnupt- und Nebenseite, nach wel- 
chen sich ein imposantes Gebäude romanischen Styls zeigt. Der 
Grossherzog liess daher unter seiner und des Ober-Baudirektors 
Coudray Leitung das Gebäude möglicher Weise wieder in dem 
alten Stande herstellen. 
Eines seiner neuesten Gemälde gibt in grossartig allegorischer 
Auliiassutig die Freiwerdung des menschlichen Geistes, worüber sich 
flerNürnherger Correspondent 18145 Nro.283 ausführlich verbreitet. 
In der oberen Abtheilung erscheint Zeus, Moses und Christus, 
und unten Philosophen undDichter der neueren Zeit, wie Vol- 
taire, Shakespeare, Schelling, Hegel, u. s. w. 
Einige Composi-tionen dieses Meisters sind auch in Nachbil- 
dungen bekannt. Eiehens stach Illustrationen zu Wieland's Obe- 
ron, wovon 1844 das erste Blatt erschien, fol. Für das Panorama 
der deutschen Classiker, I. Stuttgart T8545. sind einige seiner Zeich. 
nungen lithographtrt-  
Simon , 
Alexander Simon. 
SlmOIl 'VOII C0810, nenntFiol-illo in seinex-Geschiclnte der zeich- 
nenden Iiunst in Spanien IV. 55. einen Architekten, der mit seinem 
Vater Jakob, dem Erbauer des Klosters Miraflures, nach Spanien 
gmg, um mit diesem zu arbeiten. Den Vater soll der Bischof
        

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