Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schoute - Sole
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1795908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1800232
Sixnmlör, 
Budolph. 
Simm 1er, 
Friedrich. 
421 
Feierlichkeiten zeichnete. deren er dann auch in kleinen Figuren 
malte. In die Heimath zurückgekehrt malte er im Zunfthause der 
liräruer zu Zürich zwei grosse Plafondstücke mit allegorischen 
Figuren, und dann eine grosse Anzahl von Bildnissen, sowohl 
männliche als weibliche. Die letzteren putzte er auch mit Blumen 
aus, was ihm den Ruf eines guten Blumenmalers erwarb. J. 
Lochmann und Seiler haben einige seiner Portraite gestochen. 
Simmler wurde zuletzt Rath und Amtmann zu Stein km Rhein 
und starb 17118 im 55. Jahre. 
 Von ihm selbst radirt sind folgende Blätter:  
l) Prinz Engen von Savoyen.   
2) Heinrich Hirzel, Bürgermeister von Zürich. 
Sirnmler, BlldOlPh, Maler von Zürich, war um 1648 Schüler von 
Conracl Meyer, wurde 1656 Mitglied der Malergesellschaft seiner 
Vaterstadt, und starb 1675, olmgefähr 42 Jahre alt. 
Füssly sagt, dass er meisterhafte Blätter mit Figuren radirt 
habe.   
Slmmlßf, Fflßdflßll, Historien- und Landschaitsmaler, wurde 1801 
zu Geisenheim im Bheingau geboren, wo sein Vater die Stelle 
eines Herzoglich -Nassau'sclten Halbes bekleidete. Ursprünglich 
dem liaufmannsstande gewidmet, gelang es ihm nach dreijiihrigem 
 liampfe frei zu werden vom Wechseltisch, und endlich mit Ein- 
willigung seines würdigen Vaters ausschliesslich seiner angebor- 
nen Neigung zu leben. Schon während seines Aufenthaltes in Mainz 
jede Nebenstunde zum eifrigsten Studium seiner Iiunst benutzend, 
hatte er sich so innig mit den Elementen des Zeichnens und Ma- 
lens befreundet, dass er nun mit dem grössten Nutzen die Kunst- 
 alsademiexi in Wien und München besuchen konnte. Nach einigen 
Jahren kehrte er in die Heimath zurück. ln dieser Zeit entstand 
ein grosses Oelgernälde, Bingen darstellend, mit den belebten lirah- 
nen, im Hintergrund die Ruine Ehrenfels. Dieses Bild ist im Besitz des 
 Herzog von Nassau. Vor der zweiten Abreise Simxnlefs nach Wien 
und Italien entstanden noch zwei Bilder, die zur Iiunstausstellung 
nach Mainz kamen und in den Mainzer Blättern die riihmlichste Wür- 
digung erhielten- Das eine ist eine Bheinlandschaft mit der Kirche 
vonBulenheim, und mit Stalfage von Bind- und Wollenvieh, das mit 
 dem Treiber einen Waldbach durchvvatten will. DiesesBild, sagt 
 Müller" in "den Mainzerbliitlern, ist von sehr guter Ausführung, 
besonders des Vorgrundes, der Bäume und des Viehes, welches 
letztere einem Potter oder Berähem zugeschrieben werden dürfte, 
wenn wir Es nicht der Natur se bst zuschreiben müssten, von wel- 
Cller es eine getreue Abschrift ist. Auch diese Landschaft (2 F058 
bfelt, l F. 6 Zoll hoch) ist in Privathände iihergegangen- D08 
 andere Bild, auf Holz, (1 Fuss g Zoll breit und 1 Fuss 4 Zoll 
hoch) mageben so gut ein historisches Stück als eine Landschaft 
heissen. Die Staffage dieses Gemäldes hat der Maleraus Gölhe's 
Götz von ßerlichingen gewählt, und zwar den Augenblick, wo 
Götz dem Münch die linke Hand reicht, sagend: und wenn du 
der Kaiser Wärst, du miistest mit dieser vorlieb nehmen. Ein hiib- 
scher Knabe hält seinen kräftigen Schimmel am Zallm- Das Ganze 
geht vor einer Schenke vor, wo man noch mehrere gehurnigchte 
Männer erblickt. Der eine zu Pferd thut den Valettrunk, und 
schon steht der dicke Wirth bereit, den geleerten lirug wieder
        

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