Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schoute - Sole
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1795908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1800142
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Silvestre , 
F rang. 
Silvestre , 
Louis 
1) Divers paysages mis au jour par Francois Silvestre. 7 Blät- 
ter, A. Silvestre sc., qu.  
2) Divers paysages, dediez ä Mr. Moreau etc. L. et A. Sil- 
vestre. Devin et Faverau sc., qu. 4. 
5) Divers paysages, dediez ä Mr. Paul Tallemont. A. Silvestre, 
Devin et Tardieu sc., gr. qu. fol. 
Sllvestre, Charles Frangms de, Maler, Israel's zweiter Sohn, 
wurde 1667 Zll Paris geboren. und von Joseph Parrocel unterrich- 
tet. AEr malte historische Darstellungen und Landsghaften, die sehr 
schön befunden wurden. Im Necrolog des Künstlers von Begnault- 
Delalandc heisst es, dass Silvestre reizende Gegenden mit zaube- 
rischer Wirkung dargestellt habe, und dass er überhaupt ein Künst- 
ler von fruchtbarer Erfindungsgabe gewesen sei. Er bekleidete in 
Paris die Stelle eines Zeichenmeisters der Enfans de Franee, die 
von einem auf den andern Silvestre überging, und liönig August 
von Polen und Sachsen ertheilte ihm und seinem Bruder Louis 
einen Adelsbrief. N. Chereau stach nach ihm einen Christus am 
Oelberg, und L.Desplaces die Medea. Das Todesjahr dieses Mei- 
sters ist nicht bekannt- J. Iilerault malte das Bildniss dieses Mei- 
 sters, und Deplaces hat es gestochen" Dann nennt Delalnncle auch 
ein radirtes Blatt (Nr. 1) von Francois Silvestre. 
1) Die Kreuzabnehmung, nach einer Zeichnung von J. Callot. 
Diess ist das achte Blatt der grosscn Passion von J. Cello!- 
H. 5 Z. 8 L., Br. 7 Z. 10 L. 
2) Der Fuchs und die Truthiihner, nach L. de Silveätre. 
Silvestre, LOUIS (I8, Maler, der dritte Sohn des Israel Silvestre, 
wurde 1675 zu Paris geboren, wo ihn C. le Brun und Bon Bou- 
logne bereits zum tüchtigen Maler herangebildet hatten, als er 
nach Rom sich begab, urn seine Studien zu vollenden. Er wurde 
da von C. Maratti sehr freundlich aufgenommen. dessen Iillnälwßläß 
auf Silvestre einen bedeutenden Einfluss übte, so wie er von dieser 
Zeit an ausschliesslich der italienischen Manier huldigte. NaCll 
seiner Rückkehr wurde er Professor an der k. Akademie zu Paris, 
da sich schon von Italien aus sein Ruf verbreitet hatte, welchen 
die VVerke, die er jetzt in Paris ausführte, noch steigerten. Zu 
seinen vorzüglichsten Bildern aus jener Zeit gehört die Heilung (195 
Lahmen vor der Thüre des Tempels in Jerusalem, welche 1705 in 
Notre-Dame aufgestellt wurde, und das lebensgrosse Bildniss Lud- 
wigs XV., welches er 1715 gemalt hatte, jetzt in der Gallerie zu 
Dresden. Seine Werke sind aber in Frankreieh nicht zahlreich, 
indem der Künstler 1725 als Hofmaler nach Dresden berufen wur- 
de. Wo die Könige August II. und III. von Polen seine Kunst be- 
wunderten. und im Verlaufe von dreissig Jahren diesem Künstler 
die hÖChSlen Ehren erwiesen. August III. erhob ihn 174i in de" 
Adelsstand, und dehnte diese Begünstigung sogar auf seinen Bruder 
Charles Francois aus. Während dieser Zeit führte Silvestre theils 
in Dresden, theils in Warschau zahlreiche Werke aus, sowohl in 
lFrescu, als in Oel, woran auch seine Gattin, Maria Catharina 
lierault, thcilweisen Antheil hat. Er malte die Bildnisse des Iiü- 
nigS und der Königin, so wie viele andere Portraite hoher Perso- 
nen. In der li- Gßllßrie Sieht man von ihm ein 17 F. 6 Z. hohes 
und Q5 F. g Z. breites Gemälde, welches die Zusammenkunft de? 
liniserin Amalia von Oesterreich mit König August Ill. von Polen 
und dessen Fmnilie zu Ncuhaus in Böhmen den 2ßl.1Vlai1'257 vor- 
alcllt, mit einer Menge von Bildnisscn der dargestellten hohen
        

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