Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schoute - Sole
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1795908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1800094
Pier 
Silvani, 
Franc- 
Bcnlo 
Silveira, 
Coelho 
407 
Garten von Boboli. Sein Hauptfach war indessen die Architektur, 
worin er ebenfalls dem neueren, d. h. dem schlechten Geschmacks 
hllllillgle, wie so viele andere geschickte Künstler damaliger Zeit, 
wozu auch Silvani gehört. Er haute in Florenz und in der Ge- 
gend viele Paläste und Häuser. und restaurirte und modernisirte 
ältere Gebäude, die aber dadurch gewöhnlich ihr altes Ansehen 
verloren, da der moderne Schnitt nicht immer gut passen wollte. 
Die ehrwürdige Kirche St, Maria del Fiore kam damals den Re- 
stauratoren in die Hände. Den Palast Albizzi setzte Silvani eben- 
falls wieder in Stand. Dann baute er Kloster und Kirche der 
Theatiner, das Casino von S. lVIarco für den Cardinal de' Medici, 
die liirche delle Stimmate, die Facacle des Palastes Strozzi gegen 
St. Trinita, den Palast Capponi in der Via Jarga, den Palast Ric- 
cardi in der Strasse Gualfonda und den Palast Castelli, welchen 
Milizia als einen der schönsten in Toscana erklärt. Dann fertigte 
er im Auftrage des Grossherzogs Ferdinand eine Zeichnung zur 
Vergrösserung des Palazzo Pitti und zur Facade für den Dom in 
Florenz; allein es blieb beim Projekte bis auf dedheutigen Tag. 
Ausser Florenz ist die Kirche von S. Francesco di Paolo und die 
Villa des Hauses Falle sein Werk. Salvani arbeitete in seinem 
Leben viel, und noch als Greis von Q6 Jahren bestieg er mit 
einem 100jährigen Maurer die Cnrpel desDoms in Florenz. Dic- 
ses Jahr war das letzte seines Lebens.  
Sllvälnl, P18? FIEIIICBSGO, Architekt und Sohn des obigen Künst- 
lers, nahm viele Arbeiten am Dome in Florenz vor, und machte 
auch mehrere Pläne zu Gebäuden der Stadt. Sein Werk ist die 
liirche des hl. Philippus Neri. die 1645 erbaut wurde. Den ersten 
Plan fertigte Pietro da Cortona, der aber zu kostbar befunden 
wurde. Auch die prächtige Capelie des hi. Andreas Corsini ist 
von ihm erbaut. Starb 1685 im 65. Jahre, wie Baldinucci angibt. 
sllVünl, GQBHIHO, Kupferstecluer zu_ Parma, war daselbst Schüler 
von Toschi und gehört zu den vorziiglichslen jetztlebenden Künst- 
lern seines Faches, was die Blätter beweisen, die von ihm vorliegen. 
1) Ein anonymes Bilrlniss nach Rubens, unter Leitung Toschi": 
gestochen, fol.   
Es gibt Abdrücke vor der Schrift. 
2) Nicole Tachinardi, nach Bacchini, gr. fol.  
3) Eine Taberne mit Spielern, nach D. Teiners Bild in der 
Gallerie zu Turin, und unter TuSchTs Leitung gestochen. 
 für R. d' Azeglicfs Reale Galleria di Torino, gp. fol. 
Es gibt Abdrücke vor aller Schrift.  
4) Das Innere einer protestantischen Kirche, {nach J. Saen- 
Tßdam für die Reale Gall. di Torinu gestochen, qu. fül- 
SIIVBITEI, Bento COBihO da, einer der berühmtesten portugiesi- 
schen Maler aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Er arbeitete 
schon 16518 und durch die ganze zweite Hälfte des Saeculnm durch. 
Als sein Hauptwerk erklärt man Judith und Holofefnßä, welches 
"m" mit V3" DYCFS Arbeiten vergleichen Wollte. Die Portugiesen 
erklären dieses Bild als eines derjenigen, welches Coelho mit gol- 
denem Pinsel malte. Werke, we1che er nach der 'Ansieht seine;- 
Landsleute mit vvpixlcel de Pl-ugw, malte, findet man m der Sqcpistin 
da Penhn, in S. Jurge, in S, Bento, in de!" liirßhe Madre de 
Deus, bei den Franzislsanern u. s. w. Er malte in Oel und in
        

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