Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schoute - Sole
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1795908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1800018
Silber, 
Silbernxann. 
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Figuren der Sternbilder. Darüber sind zwei freie Bogen gespannt, 
an denen vier kleine Engelknaben durch feine tiettclieu schwebend, 
befcstiget waren, wovon aber nur noch einer vorhanden ist. Ueber 
der Mitte des Kreuzes der Bogen ist eine Kugel, auf welcher der 
Erlöser thront. Dieses durch den eigenthümlichen Beichthum 
spielender Gedanken ausgezeichnete Werk ist äusserst zierlich und 
nett behandelt. Die Reliefs scheinen zum Theil eigene Erfindungen 
des Verfertigers zu seyn, zum Theil sind sie als Nachbildungen 
anderer Compositiunen zu betrachten. Zu den ersteren gehören 
vornehmlich die Figuren des Kaisers und der Churfürsten, in wel- 
chen sich trotz mancherlei Verdiensten _ einer tüchtigen Auffas- 
sung, individuellen Hüpfen und sauberer Ausführung  doch ein 
gewisser Mangel an plastischem Style, so wie an genauerem Ver- 
ständniss bemerklich ist, während die Figuren, die in der inneren 
Wölbung des Deckels angebracht sind, nicht bloss ungleich geist- 
rcicher componirt und besser verstanden, sondern auch in einem 
viel edleren Style behandelt sind. Lebendige und wurdige Stel- 
lungen, ein niannigfacher Wechsel in den Costnmen, besonders 
der zierlich gearbeiteten Rüstungen und dem übrigen Waffenge- 
rüth, ein grosser Adel in den Motiven der Gewanduxig geben die- 
sen Figuren eigenthümliche Vorzüge vor denen der Schaale. An 
den schöneren Figuren im Deckel, wenigstens an jenen der Ahn- 
herren des deutschen Volkes, erkennt man es, dass sie nicht ur- 
sprünglich für die Stelle, an der sie sich befinden, componirt sind, 
indem sie den Raum nicht bequem füllen, mit den liiipfen zu 
nahe zusammenstossen, auch mit ihren Geräthen einander auf 
tnannigfach unpassende Weise berühren. Sie können daher nur 
nach vorhandenen Vorbildern gearbeitet seyn. Solche sind eben- 
falls in der Kunstlsammer zu Berlin. 12 kleine in Blei gegossene 
lieliefs in viereckiger Form, in denen dieselben Figuren der deut- 
schen Ahnherren dargestellt sind. Mehreres darüber s. Iiuglefs 
Besch. der Iiunstkamrner 162 ff. Das genannte silberne Gefüss 
kam 1705 als Huldigungsgeschenls von Seiten der Halberstiidter 
Judenschaft an König Friedrich I. von Preussen. Der bei dieser 
Gelegenheit beigefügten Beschreibung zu folge, soll das Werk für 
liaiser Rudolph 11., und zwar nach dessen eigenen Angaben ge- 
fertiget werden seyn. 
sllbers F-g Zeichner und Calligraphi zu Berlin, gehört zu den Vor- 
züglichsten seines Faches. Er fertigte verschiedene Tableaux, die 
mitbildlichen Darstellungen geziert sind. Silber war akademischer 
Künstler, und noch 1356 thätig. 
Sllbermanns Valenillll, Bildhauer, lebte zu Anfang des 17. Jahr- 
hunderts in Leipzig. Er fertigte für die Kirchen und Paläste der 
Stadt verschiedene,Schnitzwerke in Holz, die als sehr schön be- 
funden wurden. Im Jahre 1605 fertigte er den Hauptaltar der 
xieuen St- Nicalauskirche. Auch das schöne Portal des st. Johan- 
neskirchhofes soll von ihm seyu. 
Sdbermünn: AndTeaS, Maler, hatte um 1720 in Strasslaurg den 
Ruf eines guten Künstlers. Er malte Bildnisse und historische 
Darstellungen- 
Sllbormann, N-a Maler, War in Dresden Schüler 1'011 Casanova. 
Er malte Bildllisßß i" Miniüülr und auch ethche Darstellungen in 
091, die unbedeutend sind. Starb 1805- 
        

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