Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schoute - Sole
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1795908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1799989
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SiEnYß 
Jeah. 
Sigrist, 
Johann 
Wilhelm. 
mit kleinen Figuren. Sein pufenthaltsort war Rom, wo er um 
1650 starlä. Malvasia zählt xhn in seiner Felsina pittrice zu den 
guten Melstern seiner Schule. 
Slgny, Jßatlf Zeichner und Architekt, wurde um 1750 geboren, 
undxin Paris zum Künstler herangebildet. Er fertigte viele Ge- 
mälde , die meistens in Ansichten von Gebäuden bestehen. F. M. 
Queverdo radirte nach Ihm auf drei Blättern die Ansichten vun 
Femey, dem Landsitze Voltainäs, Picquenot jene von Montbard 
u. S. W. 
Dieser Künstler starb um 1815. 
SlgPlSt, Franz, Maler, wurde um 1720 zu Wien geboren, und cla- 
selbst zum Künstler herangebilclet, bis er nach Augsburg sich be- 
gab, wo er einige Zeit arbeitete. Er zierte cla einige Fagaden von 
Hiiuscrn mit historischen und anderen Darstellungen, und malte 
dann auch Portraite und geschichtliche Bilder in Oel. Später be- 
gab sich der Künstler nach Paris und endlich nach Wien, wo er 
noch zahlreiche Arbeiten lieferte, da F. Sigrist ein sehr hohes 
Alter erreichte. Er starb erst 1307, wie Tschischlsa angibt. 
Viele Bilder dieses Meisters sind gestochen, meistens Darstel- 
lungen aus der Bibel und der Legende. Zu den besseren Arbeiten 
gehört das Bildniss des Cardinals und Bisehofs Roth von Constanz, 
von G. Borlenehr radirt, eine heil. Familie von Ehinger, die Taufe 
Christi und Maria mit dem Iiinrle von C. Hohl, ein Bauer mit 
dem Iiruge am Fasse, und eine Alte am Tische mit dem Iiinde 
von Balzer, u. s. w. 
Dann hat Sigrist selbst einige schöne Blätter radirt, die aber 
nicht oft vorkommen- 
1) 'l'obias, der mit Beihiilfe des Engels seinem Vater das Ge- 
sicht wieder gibt. F. Sigrist fecit, kl. fol. 
2) Iob auf dem Misthaufen von seiner Frau und den Freunden 
verspottet. F. Sigrist fec., lsl, fol. 
5) Elias von den Raben gespeist, ohne Namen, kl. ful. 
SlgFlSt, Bernhard, Iiupferstecher zu Mqnnheim, lieferte viele Ar- 
beiten in Punktirrnanier, die zur Zeit seiner Anfänge grossen Bei- 
fall fand. Es finden sich viele kleine Blätter von ihm, die er für 
Buchhändler ausführte, meistens in_Al1nanache. Auch einige grosse 
Blätter punktirte der Künstler, die aber m letzterer Zeit durch 
Giabstichelarbeiteu und durch Radirungen verdrängt wurden. Si- 
grist starb 1824 zu Haimbach, ohngefähr 65 Jahre alt. 
1) Kaiser Buclolph von Habsburg in einer Halle, fol. 
2) Paris und Oenone, Oval, fol. 
5) Celadun und Anzalie. Oval, fol. _ 
4) U61" glückliche Vater. Oval, fol. 
SlgFlSt, 10113119 Vvllhelm, Iiupferstecher und Graveur, wurde 1795 
zu Mannheim geboren, und von seinem Vater Bernhard unter- 
richtet, unter dessen Leitung er mehrere Arbeiten auf Kupfer lie- 
lerte. Dazu gehören_clie Blätlel: zur Naturgeschichte von Gmelin, 
und einige andere Suche, flfe wir unten nennen. Nach dem Tode 
des Vaters begab sich derllunstler nach München, um an (ler Alm- 
demie seine weitere Ausbildung zu verfolgen. Er übte sich da eifrig 
im Zeichnen und MWlIIlllPCU, Wns ihm sowohl gelang, dass er 
sich in der neueren Zeit isulbst um die Stelle eines Mcdailleurs be- 
werben launnte, nämlich nach dem 1845 erfolgten Tod des k. Mc-
        

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