Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schoute - Sole
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1795908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1799923
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Signorclli, 
Lnca. 
Sepnlcrn (P. della Franceseal unterrichtet, wehei nach Manni und 
della Volle (lt-lt. San. Ill. 44. 50.) auch Matten da Sicna nicht 
ohne Einfluss blieb, vun welchem Luca in ßorgo San Sepulcro 
eine Arbeit gesehen haben könnte. Er arbeitete aber mit Piero in 
Arczzo, Wu ihn Lazaro Vasari, sein Oheim mütterlicher Seits in 
das Haus aufnahm, und schon damals konnte man seine Werke 
von jenen des Meisters nicht unterscheiden. Allein alle Werke, 
welche Vasari in Arezzo von ihm nennt, sind zu Grunde gegangen 
und verschwunden, wie die Fresken von 1472 in der Capclle der 
hl. Barbara, die Fahne der Briirlerschaft der hl. Barbara, die Pas- 
sionsfbhne in St. 'l'rinitä, die Tafel mit St. Nicolaus von Tulcntino 
in der Kirche des hl, Aulgustiiu. die zwei Engel in Frescu in der 
Capellc des Salcraments dnselbst, die Gedächtnisstafel des Dr. Ac- 
eulti mit seinem Bildnisse und jenen seiner Familie, welche im 
vorigen Jahrhunderte aus der Capelle in S. Francesco verschwun- 
den war. 
In S. Spirito zu Urbiuo ist noch gegenwärtig eine Kirchen- 
fahne. welche auf der einen Seite die Kreuzigung, auf der anderen 
die Ausgiessung des hl. Geistes vorstellt, jetzt zwei getrennte Bil- 
der. Der Künstler erhielt (laliii- 12 Gulden. 
Auch in Perugia waren nach Vasari viele Bilder von ihm, er 
nennt aber nur eines , welches noch vorhanden ist, nämlich die 
Madonna mit St. Onuphrius, Herhulanus, dem Täufer, St. Stephan 
und einem schönen, die Laute spielenden Engel. Es trägt die 
Dedicatiuns-Inschrift des Bischofs Jacupo Vnnucei da Cortona und 
die Jahrzahl 1481. 
Von den Bildern, welche Vasari in Volterra, zu Citta cli Ca- 
stello und in Cortona erwähnt, sind ebenfalls noch einige vorhan- 
den. In S. Franceseo der ersteren Stadt, in der ehemaligen Bru- 
derschaft del S. S. Nome di Gesu, ist ein Frescobild, welches die 
Beschneidung des Herrn vorstellt, ein bewundertes Gemälde, wel- 
ches aber schon zu Y'asari's Zeit durch Feuchtigkeit gelitten hatte. 
Suduma hat es desswegen iiberlnalt. Das Temperabild in St. Ago- 
stino daselbst, welches auf der Staffel in lilGlIIED Figuren Bege- 
benheiten aus dem Leiden Christi vorstellte, und für ungemein 
schön gehalten wurde, ist verschwunden. Dagegen sieht man im 
Dome zu Vnltcrra, in der Capelle S. Carlo, noch eine Verkündig- 
ung von ihm, und im Fremdeuhuspiz S. Andrea ausserhalb der 
Purta Selci ein Crucifix mit vier Heiligen von unserm Meister- 
ln S. Francesco zu Citiä di Castellti sah Vnsari eine Geburt Christi, 
die aber bei der französischen Invasion geraubt wurde. Der vun 
Vasari in S- Dominico erwähnte lil. Sebastian ist noch über dem 
Altare der Capella Brozzi (Bdurbon del Mpnte). Der Ritter Giac. 
Mmlcilli daselhst besitzt ein dem Vasari unbekanntes Bild der GB- 
hurt Christi aus S. Agustino, und eine andere Tafel, die ehemals 
auf dem Gute Muntone bei (Jitta di Castello sich befand. Sie 
stellt die Madonna mit dem Iiinde, danndie Heiligen Hierunymußi 
Niwlans von Bart-i, Sebastian und eine Märterin vor. Sie trägt 
die Dedicalions  Schrift eines französischen Arztes M. Aluysiuß 
Pliysicus ex Gallia und seiner Gattin, samxut des liünstlers Namen 
und dem Datum MDXV. Diese Bild ist auch bei Mariutti er- 
wähnt. ln St. lVlarglierita zu Curtnna erwähnt Vasari einen todteß 
Christus als eines der bessten Werke Signorellfs. Jetzt sieht 
man e; im Churc der Cathedrale zu Cortuna, mit der lnschnlti 
Lucas Aegirlii Signurelli Curlonensis MDll. Von den drei 'l'at'elllv 
welche Vnsziri ilii der Jesuitenltirche zu Curtuna sah, sind nußll 
zwei daselbst: eine Geburt Christi mit Scenen aus dem Leben d"
        

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