Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schoute - Sole
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1795908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1799919
Sigismund. 
Signorelli , 
Luca. r 
389 
Sigismund, s. Siegmund.  
Sigliu oder Sigel, E8118, Briefdrucker in Ulm, arbeitete gegen 
Ende des 15. Jahrhunderts. 1m Jahre 149g war er noch Mitglied 
der Fraternität im Wangenlsloster. Vgl. Weyermann. 
Stgmayr, Jakob, Maler und Formschneider, ein deutscher Künst- 
ler, lebte wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhun- 
derts. In der Vorrede eines zu Frankfurt bei Vinc. Steinmeyer 
1620 erschienenen Werkes: Neue künstliche, wohlgerissene und 
in Holz geschnittene Figuren, dergleichen niemahlen gesehen wur- 
den, wird dieser Siglnayr den vortrelllichsten und berühmtesten 
Meistern, die seit 19g und mehr Jahren gelebt, beigezählt. Brul- 
liut zweifelt daher mit Unrecht an der Existenz desselben. Man 
legt ihm auch Holzschnitte mit einem Monugrannme bei, auf wel- 
ches aber auch JolnSchölTer, Joh. Schwarz u. a. Axispruch machen 
könnten. 
Sigmund, e. Siegmund. 
Slgnarolli, Maler, lebte in der zweiten ldälfte des_18. Jahrhunderts 
zu Venedig. In der Akademie daselbst ist ein Bild _v0n besonders 
unangenehinem Ausdruck. Es stellt Jakob vo_r,_ wie er ylm fllß 
sterbende lluhel weint. Im Oratorium von Smiiipgo Neri islfälnß 
geriihiiite hLFniriilie von ihin, ein Bild der franzosiscli-inanierirten 
VVeise. wie Graf Bnczynslii in seiner Geschichte der neueren 
deutschen Iiuiisl bemerkt, der allein diesen Meister nennl- E! 
muss daher von Cignarolli unterschieden werden. 
Dann erwähnt Fiissly eines um _181_2 noch lebenden Dildheuer: 
Signarolli aus Verona, der wahrscheinlich zur Familie der _Cigna- 
rulli gehört. Dieser Meisterl 58H schone Grupnen und einzelne 
Bilder in Marmor gefertiget 1a en. 
Signorclli, Ltlßa, einer der ausgezeichnetsten Maler seiner Zeit, 
iler in der Kunstgeschichte Epoähe lälflChlg ErInahRiInIiL-eh 22153531 
i. u. K. III. 410 die lticlitun er uren_ inisc iw ß .   
lieh für die Formen des Iiöräers, und die Ahrundunä aller Theile 
durch Licht und Schatten auf eine gründliche Weise auf, und 
verband damit die bedeutendere und den religiösen Aufgeben an- 
geinessenere Auffassung "der Umbrischen Maler, machte_ diese Vor- 
theile bei einer reichen Erfindungsgabe in Vielen Heimchen Wfl" 
Im" geltend und schliesst diese Epoche in Toscana auf eine wur- 
dige Weise ab. liugler, Handbuch S, 672, weist namentlich Qllßh 
auf den Schwung einer eigenthiimlich edeln und hohen Begßläliv 
rung hin, der in seinen Werken herrsqht, und welcher ihnen B109 
höchst ergreifende Wirkung auf den Sinn des Beschauers siehe"- 
Uebrigens malte er noch in Tempera. 
Sigiwrßlli. der Sohn des Egiclio di Vcntura, wurde nach Va- 
Sari i") 11159 zu Cortona geboren iund von Piero del Borgo S. 
 
Eine ausführlichere Biographie diese: Meisters gibt Dom. 
Maria Mnuui, die in der Mailänder Sammlung der Vari 
npuscnli I. 19. abgedruckt ist. Vasari beschreibt II. 2. S. 
427 der deutschen Ausgabe von Schorn das Leben desselben, 
die uns hier" zu Grunde liegt.
        

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