Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schoute - Sole
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1795908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1799689
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Sicgert , 
August. 
Carl 
ßmgßw-im, 
Joh. 
Albr. 
kund gibt, so wie er auch durch glänzende Lichtedekte auf den 
Beschauer zu seinen Gunsten wirkte. Seine Gemälde sind unter 
Italiens und Siciliens klarem Himmel entworfen. Im Iiunsthlutte 
von 1826 heisst es, man bewundere UnWillliiiflitSl) das durchschei- 
nende Sonnenlicht in den Orangenhainen, den Silberglxinz der Uli- 
von, das Dunkel der Cypressen, die goldenen Siinine der VVUlliUll 
und fernen Gebirge, die Klarheit des Meeres, das Dultige der ini 
Schatten liegenden Wiesen und Schluchten, im Gegeiisatze des 
brennenden Sonnenscheines der kahlen Felsen, und die Ueppigkcit 
der ganzen Vegetation, ohne dass nur irgend etwas die allgemeine 
Harmonie Störendes hervortriite. Man glaubte, dass sich seine Lnnd. 
scliaften von den meisten älteren durch das unverkennbare Streben, 
den Tag mit seiner vollen Lichtivirkuxig darzustellen, sehr vortiit-ii- 
haft unterscheiden. Besonderen Ruf erwarben ihm auch seine Dio- 
 rnnien, welche in einer Grösse von 22 auf 52 Fuss vollkonniii-ii 
ausgeführte _Uelgemiilcle sind, ohne transparente Behandlung und 
irgend eine andere mechanische Hiilfe. Als besonders ausgezeich- 
net fand man das Panorama des Aetna. 
Siegert malte auch nach seiner Rückkehr aus Italien noch ini- 
mer Landschaften, die als Bilder von grosser Lieblicheit bezeich- 
net wurden. Er zierte sie mit Architektur und mit passenden Fi- 
guren aus. Auch Gebirgsansiehtcn mit Schluchten und Seen findet 
 man aus dieser Zeit. Auf der Berliner Iinnstausstellung von 1332 
sah man von ihm eine Ansicht des Golfs von Palermo, des CLIlDCll- 
dnlenser Klosters im oberen Arnothale, der Republik S, Niiiriiin 
und eine Aussicht von der Villa Souiinariva am Conier-See. 
 Von seinen früheren historischen Bildern finden wir beson- 
ders eines erwähnt, welches die Disputation des Dominikaner 
 Carlo Bronte mit dem Jesuiten Peter Lellisius über den Metus 
Gehenna vorstellt. Dann malte Siegert auch viele Bildnisse, dar- 
unter ein solches des Fürsten Bliicher mit allen seinen Orden 
in riesenhafter Griisse. 
Dieser Iiiinstler war Professor der Malerei und Zeichenkunst 
 an der Universität in Breslau. G. Iioscliwitz lithographirte nach 
ihm ein grosses Blatt, eine- Wahrsagerin unter den Slowacken 
vorstcllenda 
Sißgßft, Carl AUgUSlJ, Historiennialer, wusde 1820 zu Neuwied 
  geboren, und an der Akademie _in Dusscldorf zum Künstler herau- 
gebildet, wo er in kurzer Zeiubedeutcnrlc Fortschritte machte. 
Siegert ist auch schon durch ewige Blldßl'_ bekannt. Ein solches. 
1840 in Berlin ausgestellt, zeigt den Grafen Eberhard von Wür- 
 temberg bei der Leiche seines Sohnes. Hierauf malte ei- DnLULhQI 
beim Eintritt in die Reichsversammlung zu Worms, und dann den 
Churfiirsten Joachim I. von Brandenburg, wie er einem Kaufmann, 
der den Raubritter, welcher ihn geplündert, unter Seinen flüfiingen 
erkennt, Gerechtigkeit widerfahren lässt. Diese beiden Bilde;- sah 
man 1844 auf der kiuiistausstellung in Berlin, Ein neueres Werk 
steil; David vor, der den schlafenden Saul im Lager überrascht. 
Siegewitz, Jühann AIbrPGht: Bildhauer von Bamberg, liess sich 
in Breslau nieder, und fuhrte da viele Werke aus. Von ihm ist 
de; Monument des Inspektors Georg Teubner in der St. Elisabeths- 
liii-ehe, an welchem besonders die mit verhiilltem Gerichte und 
doch kennbar dargestellte _allegorische Gestalt des Glaubens ge- 
rübmt wurde. Ferners fertigte er die grossen Statuen über dem 
Portale des Universitätsgebiiudes, so wie viele andere Statuen an 
einem bis an die Linien der JGSUiIBIIiiiEClIG reichenden Gebäude-
        

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