Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schoute - Sole
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1795908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1799605
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Sißgcln 
Christ. 
Heim: 
Siegen, 
Richtung bekamen. Von einer Krankheit befallen fand er zu 
Warschau im Hause eines Verwandten, des Baumeisters Sparmann, 
 freundliche Aufnahme, und als llccnnvalescent suchte er sich durch 
die Durchsicht architektonischer KVei-he die Zeit zu vertreiben. 
piess weckte aber lzuglcich die Liebe zur Baukunst, und nach 
seiner Rückkehr widmete er sich gegen den Willen des Vaters 
unter Leitung des Architekten Iirubsacius ausschliesslich dieser 
Iinnst, Er machte schnelle Fortschritte hierin, und auch in der 
freien Handzeiclinung galt er bald als tüchtiger Meister. Er wurde 
daher schon 1736 an Chryseliiis Stelle Unterlclirer an der Altade- 
mie zu Dresden, und 1791 erhielt er nach dem Tode Habersangs 
die Stelle eines ordentlichen Professor der Architektur an derselben 
Anstalt. Er bildete jetzt mehrere tüchtige Schüler heran, und um. 
warf auch verschiedene Zeichnungen und Plane, deren in Stieglitz 
Gemälde von Gärten, dann in der von diesem besorgten neuen 
Ausgabe von Blotz Gartenhunst und in den lxlustern zur schönen 
Baukunst desselben gestochen sind. Allein Siegel huldigte noch 
der Iiutistweise der lriiheren Periode, und somit ist cr für den 
heutigen Standpunkt der Architektur ohne Belang. Er bereiste aber 
auch Italien, und fertigte da eine bedeutende Anzahl von Zeich- 
nungen nach berühmten älteren Bauwerken, die immerhin histo- 
risches Interesse gewähren. Einige dieser Zeichnungen führte 
er nach seiner Biichltehr in Oel aus, so dass er auch als Zeichner 
und Arcliitehturiiialer eines grossen Beilalls sich erfreute, da man 
seine architektonischen Ansichten in Perspektive und Färbung sehr 
gelungen fand. Er starb zu Dresden 1852. 
Sein Sohn August Benjamin, geb. zu Leipzig 1797, widmete 
s-ich ebenfalls der Architektur. Er übt in Dresden keine liunst. 
Fiissly erwähnt noch zweier anderer Iiiinstler, eines Adolph 
und August Eduard Siegel, die sich im ersten Decennium unsers 
Jahrhunderts an der Akademie in Leipzig der Baukunst widmeten, 
vielleicht Söhne des Professors Siegel. 
Dann erscheint ein Siegel um 1810 als Schüler der Zeichen- 
schtile in lVlcisscn. Dieser widmete sich der Historicntnalerei. 
Siegel, Christian Heinrich, Bildhauer, wurde 1303 zu Ilamburg 
 geboren, und an der Akademie _in Cupciihagen zum Iiiinstler 
i lierangcbiltlct, wo er bereits verschiedene Wi-rlic ausgeführt hatte, 
als er 1857 nach lllilincliexi sich begab. Er verweilte da cindahr 
in Betrachtung der liunstschiitzc der h. Sammlungen, und model- 
 lirte auch einige Bilder, CIllillCll aber begab er sich nach Italien 
und dann nach Griechenland. Da mcissclte er 18:11 bei der Vor- 
stadt Pronüa von Nauplia einen colussalexi Löwen in einen leben- 
den Felsen, welchen König Ludwig von Bayern als Denlitnal der 
in Griechenland gebliebenen Bayern bestimmt halte. Auch in Athen 
führte Siegel einige tVcrlte aus. 
ß ) , muss- 
der Plhlz 
Schnblmnst 
Rupert vun 
Siegen, Ludwig VON, der Erfinder der 
tc früher dxese Ehre häulig dem Prinzen 
Diese Kunst wird richtiger Schnblaunst; als nach Sandrart 
Schvvarzlaunsl: genapnt. Auch Sammclstich nennon sie einige, 
von dem sammtartxgen Ansehen, welches die Blätter haben. 
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