Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schoute - Sole
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1795908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1799465
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Sicealus. 
Sichelbein , 
Johann. 
SICCEIIIJS, ein römischer Künstler, wurde erst in letzter Zeit be- 
kannt, durch die Bemühungen des historischen Vereins des Ober. 
Donaukreises I. g. Dieser Siceatus nennt sich als Verfertiger eines 
Denkmales, welches von Cl. Paternns dem Legaten und Proconsul 
Clemens und seiner Gattin Torquata gesetzt wurde. Man fand 
es in Epfach, von wo es in das Antiquarium nach Augsburg ge- 
bracht wurde. Vgl. J. v. Hefner's rüm. Bayern S. 50. 
SICCYISÜ, J- NI-o linpferstecher, ist nach seinen Lebensverhältnissen 
unbekannt, aber wahrscheinlich jener M. Sigrist, der nach Fiisslyß 
Angabe 1774 in Wien nach Erl Vyienerprospekte gestochen hat, 
so wie nach eigener Zeichnung eine Ansicht des dortigen Neu- 
marktes. Wir kennen nur folgendes Blatt von ihm, auf welchem 
sich aber der Künstler Siccrist nennt. 
Ein ölTentlicher Stadtplatz mit einer fürstlichen Schlittagc, 
sehr schön redirt. J. C. F. d'Erl des. grav. J. M. Siecrist, 
 gr. qu. fol. 
Slcerx, Andrea, Maler, arbeitete um 1650 zu Florenz. Er war ein 
Schüler von B. de Bianco. 
Sißhall, Maler zu Paris, ein jetzt lebender Künstler. Er hat beson- 
deren Ruf als Decorateur, malt qber augh m Dell. Auf der Aus- 
stellung zu Gent sah man 1853 em Archnekturstucls von ihm. 
Sichelbart oder Sickelbart, Pater lgnatlus, ein Jesuit a", 
Böhmen, hatte auch als Maler Ruf. Er schloss sich mit J. D. 
Attiret einer Mission nach China an, und war mit diesem und an- 
deren Malern auf mannigfache Weise für den Hof in Pecking 
beschäftigen Ueber die Schlachtbilder, welche diese Jesuiten für 
den Kaiser Iiien-Long malten, und die in Kupfer gestochen Wur- 
den, haben wir schon im Artikel Attirefs gehandelt. Pater Sichel- 
bart stand nach dem 1768 erfolgten Tud des genannten Jesuiten 
der Mission vor, und war fortwährend zur Zufriedenheit des Hai- 
sers lhäitig, so dass ihm die höchst seltene Ehre zu Theil wurde, 
eine vom Herrscher der Mitte eigenhändige Lobschrift zu erhalten. 
Um 1780 starb dieser Missiunär. 
Sichelhein, Johann oder Johann Friedrich, wurde um 1625 
in Memmingen geboren, uncl_in Schwaben euf mannigfache Weise 
beschäftigen Er malte Portraite und verschiedene Bilder liir liir- 
eben und Klöster. J. Sehönfeltl und Heiss waren seine Schüler. 
Starb um 1690. 
Sein gleiehnamigerSohn, geb. zu Memmingen 1648. WM" eben- 
falls Maler, der sieh einige Jahre in Italien aufhielt. Er malte 
Altarbilcler, deren sich in den liirchen zu Memmingen, Ottobeu- 
ern, Üßhißnhßußen, Buxheim u. s. w. finden. Auch viele StalTelei- 
Bilder malte dieser Meister, wovon die meisten nach Russland 
kamen. Starb 1119. 
Von dem jungeren Siehelbein haben wir folgende radirte 
Blätter:     
1) Büste eines bui-gei-lichen Mannes mit Pelzmütze, nach links. 
An d-xr Mauer ist das Nlonograinm und unten im Bande: 
J. G. E. (Juli. GeorguEnglerJ H. 2 Z. 5 L., Br. 1 Z. 10 L. 
2) Eul, Musikus VUIlv _Nurnbcrg, mit Pelzmiitze IllCll links, wu 
die Violine ist. Links oben ist das Monogrumm. H. 5 Z. 
1 L., Br. 5 Z.
        

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