Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schoute - Sole
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1795908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1798699
Senefeldcr , 
Alois. 
267 
B. V- ÄFEÜIYS Schrift: Bayerns grösster Umfang. München 1809. 
lllhograllhisßh abgedruckt. Farbendruche sind auch in dem jetzt 
Schwan Virßflißt Die römischen Denkmäler in Bayern, herausge- 
gebcQ "'11 der Akademie der Wissenschaften, mit lithographiäßlten 
Abdruclsen. München 1808. Die Abhandlungen der beiden ersten 
Heile sind von H. von Stichaner. 
 An diese und ähnliche Arbeiten reihen sich die zahlreichen 
Versuche in den verschiedenen Kunstmunieren, die Senefelder er- 
fuffden hat. Mehrere dieser Platten zeichnete er für die Muster- 
blatter seines Lehrbuches der Lithographie, in welchem die Nro. 
1' 4- 5, Ö, 12, 16, 17, 19 und 20 von ihm herrühren. Von ande- 
Tßn Platten machte er nur wenige Probedriiche, die höchst selten 
Vorkommen, da er gewöhnlich wieder alles vernichtete, wenn ihm 
die Arbeit nicht genügte. 
Eine weitere Abtheilung bilden die Versuche in dem oben er- 
wähnten Mosaihdruche und im Druche von Oelgemälden. Der 
Oelbilder-Druch beschäftigte ihn namentlich in der letzteren Zeit, 
und er machte hierin viele Versuche. Diese bestanden in Land- 
schaften. Thicren und Portraiten. Unter letzteren ist auch das 
eigene Bildniss des Künstlers in kleinem Formate, wie die meisten 
Arbeiten desselben. 
Senefeldefs Erfindung gabTausenden Verdienst und Nahrung, 
da sie sich vom Bedarf" des gewöhnlichen Geschäftsleben bis zur 
höchsten vervielfältigenden Kunst erhob. Ihm selbst blieb nichts, 
als die Besoldung seines Königs, mit welcher er sich 1827 in den 
Ruhestand begab. Doch war auch jetzt noch die Lithographie 
der Gegenstand seiner höchsten Aufmerksamkeit und seiner Freude, 
da er sie mit aller liraft heranbliihen sah als ein lillonumenttlm 
aere perennius. Den 26. Februar 1854 beschloss er sein thätigcs 
Leben.  Zahlreiche Freunde, Verehrer und Beförderer seiner 
liunst, und dann die Künstler, welche seine Erfindung pflegten, 
und durch grossartige Leistungen sie verherrlichten, folgten ihm 
_Zl1m Grabe. Darunter war auch sein Sohn Heinrich, der später 
"I München eine neue lithographische Anstalt gründete, aber nicht 
das Glück hatte, sie im Flure zu sehen. Er starb 1345 unrl hinten, 
llcss die Wittwe mit den Rindern in der dürftigsten Lage. Es 
haben sich schon mehrere Stimmen erhoben, welche zur Errich- 
Tlfllg eines Monuments für Alois Senefelder auffordern-n, allein 
die vielen, denen die Noth der Armen zu Herzen gedrungen, 
ätfraßijfln sich für einen Unterstiitzungsfond für diese aus. Auch 
die liunstler Münchens bildeten einen Verein zu diesem Zwecke- 
Dalltlt man aber anderwärts nicht einmal sage, man habe dißSv 
Femihe von höherer Seite ohne Vorschub gelassen, so bemerken 
w" "m1, dass Heinrich Senefelder auf allerhöchste Entschliessung 
und mit Unterstützung des Königs seine lithographische Anstalt 
eroßinele; allein das Unternehmen hatte keinen glücklichen Fort- 
gai1g' und die Absicht, den Namen Senefelder's auf ein lithogra- 
Phlsifilßs Institut vererbt zu sehen, und so auch in diesem CiüS 
Vefdlßllsli des Erfinders zu ehren, wurde leider nicht erreicht- 
  Bildnisse Senefelclerk. 
J-_ Klrchmalr fertigte schon 1810 im Auftrage des Kronprinzen 
Ludwig w" Bayern die Büste Scnefelder's, und 1852 führte r. 
 
 Ueber seine letzten Tage, den Selstionsbericltt und eine 
kurze Charakteristik des Nleistcri s. liunst- und Gewerbs- 
blau 132.4. v. s. 34. e.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.