Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schoute - Sole
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1795908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1798677
Seneiblder , 
Alois. 
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sung. Dieses Blatt ist von Senefelder gezeichnet, eine Ver- 
mischung von Federzeichnung mit der Kreide und mit der 
Nadel. Letztere diente um die weissen Lichter herauszu- 
heben, H. 7 Z. g L., Br. 5 Z. g L. 
15) Die Ansicht von Landeck in Tirol, links auf dem Berge 
das'Schloss, rechts vorn ein Baum. Die Brücke führt 
über den Fluss nach den Häusern. Von Clemens Senefelder 
mit der Feder auf Stein gezeichnet. H. 5 Z. 3 L., Br. 
7 Z.. 8 L.  
111) Ein Baum, mit Bogen, zwei Lanzen, einem Horn und einem 
Haascn an demselben hängend, unten zwei Hunde neben 
dem todten Hirsche. Nachahmung eines englischen Holz- 
schnittes, theils mit der Feder, theils mit der Nadel von 
Falger gezeichnet. Dieselbe Darstellung erscheint auch auf 
dem Blatte Nro. 3. der früheren Mustersammlung. 
15) Facsimile eines Blattes aus dem Turnierbuche es Herzogs 
Wilhelm in Bayern, links oben das Wappen des Herzogs 
rechts unten die Jahrzahl 154i. Vnn Theobald Senefelder 
mit der Feder gezeichnet, und das Silber mit einer zweiten 
Platte eingedrucltt, qu. lt. 
16) Ueberdruck von altem und neuem Biicherdruclt: Zwei sind 
der Wege etc. Prefcitio quottidiana etc., gr. 8; 
17) Facsimile einiger Zeilen aus dem ältesten mit der Jahrzahl 
gedruckten Buche: Beatus vir qui nun abiit etc., gr. 8. 
18) Plan der Gegend um München, in vertiefter Manier von 
Zertahelly geschnitten, gr. 8. 
 19 und 20) Zwei Blätter mit den Abbildungen der Pressen, von 
Senefelder, gr. 8. 
Nach der Publikation dieses Lehrbuches begab sich Senefelder 
nach Paris, wo jetzt dasselbe ins Französische übersetzt wurde. 
Die Verleger dieses Werkes waren Treutel und Würz in Strass- 
burg, welchen er den Text unentgeldlich überliess, da er in seiner 
Uneigenniitzigkeit das Buch bereits als der Welt angehörig be- 
trachtete. Nur die 20 Musterblätter, die unter seiner Mitwirkung 
gefertiget wurden. liess er sich honoriren. Die französische Ueber- 
Seflllllg hat den Titel: L'art de la litbographie etc., mit dem Bild- 
nisse des Erfinders. Zu gleicher Zeit übersetzte H. von Schlichte- 
groll. der Sohn des Präsidenten der Akademie, dieses Werk ins 
Englische, welches zu London bei Ackermann erschien, unter dem 
Titel: A complete history of lithography etc., kl. 4. Die eng- 
llßßhe Society of, Encouragement iibermachte ihm eine grosse gvl- 
dßflß Medaille mit der Inschrift: The Inventur of Lithogra- 
Phyutß Mr. Alois Senefelder 131g. Derliönig von Sach- 
sen uberschickte ihm einen Brillantring, und ein Gleiches der 
BMW!" V00 Russland. Der polytecbuische Verein für Bayern hatte 
damalS für ihn nur die silberne lYledaille. Die ehrendste öffent- 
lißlle Auszeichnung verdankt er aber dem Könige Ludwig, Welcher 
ihm 1327 die goldene Elirenmedaille des Civilvcrdienst-Ordellä de! 
bayerischen Krone zuerkannte. 
Doch w" damit den rastlosen Forschungen Seneteldefs noch 
kä" Ende äesßtll- Man "verdankt seiner letzteren Zeit noch zwei 
Wichtige Erfindungen, nämlich die des Mogaikdfllckßs und 
des Abdruckes von Oelgemäldgn, Die erstere wurde be. 
"m5 1825 bekannt, er scheint aber schon vor 1818 darauf gekont- 
men zu seyn, wie aus seinem Lahr-buche p. 128 zu entnehmen ist. 
Hjer _ist es die Platte selbst, welche beim jcdcsinaligen Abdrucke 
die eigens bereitete Farbenzeichnung, aus welcher sie besteht, wie- 
l
        

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