Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schoute - Sole
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1795908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1798590
Senefelder , 
Alpin. 
267 
Die erste und seltene Originalausgabe besorgte Frei-h"? Vfm 
Aretin. Sie enthält 45 von Strixner schön lithographii-te und far- 
big gedruckte Blätter, nebst Diireids Portrait, Vorrede und lu- 
haltsverzeicliniss. Diese erste Ausgabe enthält nur die Randver- 
zierungen, der mittlere; für den 'l.'ext bestimmte Theil ist leer. _ln 
der zweiten Ausgabe ist dieser durch das Vaterunser in t'Gl'5Cl'Il8' 
denen Sprachen ausgefüllt. Jetzt liest man auf dem Titelblatte: 
b Oratio dominica Polyglotta Siiigularum LinguarumSCharacteri- 
us Ex ressa et Delineatiuiiibus Alberti Dureri cincta, erenissimo 
Principi, Ac Domino Domino Eugenio, Duci Leuchtenbergae etc. 
D. D. D. Joannes Stuntz. 
Es gibt auch eine englische Ausgabe von diesem Werke: Al- 
bert Diirefs Desings of the Prayer Bock. 45 farbig gedruckte Blät- 
ter, nebst dem Purtraite Diirefs und dein Vorworte des Biblio- 
theltars Bernhert ln München. London 1817i iül-  
1m Jahfe 135g kaufte F. X. Stiiger die Steinplatten aus dem 
Nachlasse des Direktors ron Mnnnlich, um eine neue Auflagezu 
veranstalten, E: waren indessen die rneisten bteiiie bebscharliget 
und viele derselben mussten neu gezeichnet sverden. Diese Aus- 
gabe erschien unter dem Titel: Orntio Dominicer Polyglotvta sin- 
gularum linguarum characteribus expressa etc. hilita _a k. Ä. Stue: 
ger. 45 farbig gedruckte Blatler mit Durers Portrait. Monachii 
e Lith. G. B. Dreielly. fvl-   
 Diese Facsiiiiiles sind die erste bedeutende hunstarbeittuwelche 
die Lithographie lieferte, zahlreicher anderer furden beschaftsgang 
wullen wir hier nicht gerlenlsen. Dennoch warf die von Fr. v. Avretin 
und Senefelder geleitete Anstalt wenig Gewinn ab, da auch noch einige 
andere Druckereien errichtet wurden. Der ehemalige Eiotiuusilsus 
Sidler, der 1855 als Magistratsrath in München starb. richtete tur 
die Central-Staats-Cassa eine Steindruclserei ein, und erhielt noch 
vor Ablauf des Seneteldefschen Privilegiums eine eigene Cunces- 
sion für das Mllälli. und Geschaftslach. Theobald Seneteldi-r wurde 
1803 von dein Freiherrn tton lrlartdviiann äcltirch Verwechselung mit 
seinem Bruder 510i; autgetoriert, tur die hier:eral-Atlniinistratioii der 
Stiftungen eine lithogrziphische Druckerei in Gang zu setzen. Die 
.k5nig1ichen Aemter ersehen aus der Errichtung Vnllnüftlßlitifelütl 
einen gmssen Vgpthcil, da Senelelcler und seine Bruder die Ta- 
bellen- und Geschältsdrucherei sehr vervolllsonnnnet, und Theobalil 
den Ueberdruclt auch zum Zweck der Vervielfältigung V0," Nun" 
chen Ausschreibungen angewendet liatte. Desswegen errichtete auch 
die Stiftungs-Admiiiistration eine lithographische Anstalt, welche, 
durch die k. Rescripte von 2. August 1803 und 8- Mal lÜÜ-Q  
die Direktion des Vorstandes der MinisterialsStiftungs-Secuon ge- 
stellt, in zwei OHizinen getheilt wurde, die eine zur Erzeugtwg 
von Kunstproduhten fiir den öffentlichen Cultus und den Unter- 
richt. die andere dem laufenden Geschäfte bestimmt. Unter letz- 
terem Datum wurde Tlienhald Senefelder als Inspektor d" llllll" 
graphischen Anstalt im Ministerium des Inneren angestellt. der als 
59Icher Vorlheile genoss, die seinem Bruder, dem HIIIFFmUdBt tha- 
tigen und so oft getäuschten Erfinder der LithogrilPPle zugedacht 
waren. Zu gleicher Zeit wurde ahch die Druckerei der Armen- 
Anstalt auf dem Anger errichtet, und beim k. Staetsrathe w" be_ 
reits eine Presse im Gange. Selbst Privatdruekerßlßß ßßtSlaiidera. 
Wie jene von Helmle, Pioth und Dietrich, die P50" "lfl" ßlllwßl 
dem Namen nach m-ehr bekannt sind. Dünn llesße" "Ch ßilllße 
Künstler Pressen machen, um ihre eigenen Vyßflße 111 drucken. Eint! 
solche hatte der berühmte Zeichner und hupierstecher Meuenlei- 
Nuglcfs Künstler-Lex- BtLXVI- 17
        

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