Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schoute - Sole
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1795908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1798571
Senefelder, 
Alois. 
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Iiunst bei. und Wir zählen sie hier auf, weil sie iiberdiess auch 
zu den lueunabeln der Lithographie gehören. Vollständig {indct 
man sie selten, und selbst einzeln kommen sie nicht oft vor. Die- 
ses Werk hat den Titel: 
Musterbuch über alle lithographische Iiunst- 
Manieren, welche die Königliche alleinprivilegirte 
Stcindruckerey von Alois Senefelder, Franz Gleiss- 
ner und Comp. in München in solchen Arbeiten, so 
dieltiupferstechen,Formschneide- undßuchdrucker- 
linnSt nachahmen, zu liefern im Stande ist. Heraus- 
gegeben und Sr. Majestät dem Könige von Bayern 
allerehrfurchtvollst gewidmet vom Erfinder der Li- 
lliograpliic Aloys Senefelder. IV Hefte. Vierzig Probe- 
blätter und drei Seiten Text enthaltend. München 
bei A. Senefelder, Fr. Gleissner et Comp. (1809), fol. 
1) Das Titelblatt. In vertiefter geschnittener Manier. 
2) Die Dedication. In erhobener Manier. 
5) Nachahmung englischer Holzschnitte aus dem Werke: The 
Chasse. In erhabener Manier auf Stein gezeichnet von F. 
Sehiessl.  
4) Nachahmung einer im k. Handzeichnungs-Cabinet befind- 
lichen Zeichnung von Rafael, einen Bischof vorstellend, der 
todt auf dem Bette liegt, wie in Gegenwart seiner Dinconeu 
Iiranke und Iirippel ihn berühren. Von Strixncr mit dem 
Pinsel auf Stein gezeichnet, in erhobener Manier. 
5) Landschaft mit einer Kuh im Vorgrunde, im Grunde ei'ne 
zweite; ferner das Stück einer Landschaft mit Wasserfall. 
Nachahmung einer Radirung von Dietrich, von Schiessl 
mit der Feder auf Stein gezeichnet. 
6) Madonna mit dem Iiinde auf dem Schoosse. Nachahmung 
einer Handzeiclinung- von Fra _Bartolomeo mit Tonplatte, 
von Strixner mit der Feder gezeichnet. 
1) Das bayerische Nationallied: Heil unserm König Heil! Ori- 
ginal-Handschrift von Abt Vogler mit Noten. Dann ein 
 Choral, Musikstück von F. Gleissner geschrieben, beides in 
erhobener Manier. 
8) Ein Kopf nach Rafael, von Ch. von Mannlich in Rom 
 copirt, und von Piloty mit Iireide auf Stein gezeichnet. 
9) Ein grosses verziertes deutsches, und ein kleines Alphabet, 
von Schramm in vertiefter Manier geschnitten. 
10) Ein ldealplan, als Vorschrift zu geodätiselien Zeichnungen, 
von Schiessl in vertiefter Manier geschnitten. 
Dann gab er diesem Hefte auch eine lith. Nachricht an das 
Publikum bei, in welcher er über die verschiedenen liunstmanieren 
Bericht gibt, die er bis dahin in Anwendung gebracht hatte. In 
allen diesen Manieren wollte er in den 4 Heften des Muster- 
buches Proben liefern; allein es blieb beim ersten Hefte. Ergän- 
zentl ist aber das 1818 erschienene Lehrbuch der Lithographie, 
welchem MuSlßrbliitter in anderen Manieren beigegeben sind, und 
die wir unten verzeichnen. In seinem Musterbuche sollte darge- 
legt werden, dass man bis dahin (1809) mit. Tinte auf Stein Hglz- 
schnitte, Halfldlßlcllnungen, radirte und geschnittene Iiuptergtiche, 
die Punlitirmanier. die Tuschnianier mit mehrere" Planen iiach- 
ahmen, colorirte und illuminirte Abdrücke mit mehreren Planen 
liefern könne. Dann wollte er zeigen, wie man Originalhand. 
Schritten mit chemischer Tinte auf lüipier zeichnen und selbe auf 
5mm umdrucleen kenne. Das Verihliren beim Umdruclie des be-
        

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