Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schoute - Sole
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1795908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1798378
Semini, 
M ichele. 
Scmitecolo, 
N icolo. 
235 
sich gleich_dicsen1 an Pcrino del Vaqa. Hierauf gingen Sie nach 
Itnm, wo sie jetzt mit Vorliebe die Werke Radar; und die Anlihe 
Sllldlflelfv und Vnn dieser Zeit an huldiqten sie dem Geschmeckt: 
der römischen Schule. Bei ihrer Rückkehr nach Genua, und spli- 
tcr nach Mailand berufen. arbeiteten sie vieles theils gemeinschaft- 
lich, lheils jeder für sich, und im Slylc RafaeFs, aber ohne ihn 
zu erreichen. Andrea war der jiingere. Es gebrach seinen Bil- 
dern an dem. was die Italiener Nlorbidezza nennen, und selbst 
Zeichnungsfehler liess er sich zu Schulden lionnnen, sogar in 
Seiner Geburt Christi in S. Francesco zu Genua, welche zu seinen 
llanptbilderngehört. Ehedem sah man von ihm und seinem Bruder 
Ziemlich viele Werke in Genua, deren Soprani rühmt und be- 
schreibt, wie die Geschichten aus dem Leben des Täuters im Palaste 
(lCS Adamo Centurione u. a. Auch in Mailand arbeitete er. Da 
sah man im Palaste des Herzogs vun Terranuuva das Gastmal der 
Götter bei der Hochzeit der Psyche, welche von Lomazzo ausset- 
ordentlich geriihmt wird. 
Grössere Verdienste hatte Ottavio, dessen Sabinerrailb an der 
Facade des Palastes Doria von C. Procaccini liir llafaePs Arbeit 
angesehen wurde. Auch an anderen Häusern sah man ähnliche 
al Frescus von Ottavio, die aber nach und nach zu Grunde gingen. 
In den Kirchen hielten sich diese Bilder länger. So sieht man in 
der Capelle des hl. Hieronymus in St. Angeln zu Mailand Dar- 
stellungen aus dem Leben dieses Heiligen von ihm. In diesen 
und in anderen Werken. welche O. Semini in Mailand ausliihrte, 
bemerkte Lanzi eine Aenderung des Styls, indem er vor den Bil- 
dern in der CaPelle des hl. Hieronymus sagt, sie seyen in einer 
leichteren, weniger vollendeten Weise gemalt. wie diess auch mit 
anderen Bildern in Mailand der Fall war. Auch bemerkt Lanzi, 
dass Ottavio in Oel nicht coloriren konnte oder wollte. In den 
Frescubildern hatte er aber eine meisterhafte Färbung. Zu Mai- 
land malte er imit seinem Bruder Andrea und mit A. Busco für 
den Herzog von Terranuuva, der durch diese Meister seinen Palast 
verzieren liess. Ein belobtes Bild von Andrea haben wir oben 
genannt, und es möchte m: scheinen. dass dieser Meister gediege- 
ner war. als Ottavio, der zuletzt von der liunstweise des Michcl 
Angeln sich hinreissen liess und manierirt erscheint. In der letzte- 
ren Zeit seinestLebens gründete er in Genua mit L. Cambiaso 
eine Zeichnungsschule, worin das Studium nach dem Nackten 
eifrig betrieben wurde. Er starb daselbst 1604 und Andrea 1578 
"11 68. Jahre. 
86ml"?! Micheles Maler, wird unter die guten Schüler des C.Mu- 
1'331 gezahlt. Er malte viele Bilder, die aber dem Meister oder 
anderen Künstlern beigelegt werden. 
Semino, s. SeminL. 
Sßmitßßülo, NICÜIO; Maler von Venedig, einer der ältesten Künst- 
ller dieser 5133!, der im 14. Jahrhunderte arbeitete, nicht 011m! 
Einfluss der byzantinischen liunst. Es finden sich noch Werke 
Von ihm, welche diese beslättigen, es offenbaren sich aber darin 
eine schlichte Anmuth, die den Werken der griechischen Meister 
üfßmd ist. In der Gallerie der Alißdßlhle zu Venedig ist von ihm 
 Krönung Mälrlä dlWCh die Dreicinigkeit, Wahrscheinlich jenes 
Bllrl, Welches Lanzi in der Sliltäbihliulheli zu Mantun gesehen zu 
haben Sßllellll, und als schönes Denkmal der vcnctiauisclicn Schule
        

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