Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schoute - Sole
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1795908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1797632
F rancesco 
Scolari , 
und 
Antonio. 
Scopas._ 
161 
Scolari, Francesco und Antonio, Bildhauer und Architekten 
V0" 30m0, Waren in Genua Schüler von T. Carlone. Sie arbei- 
teten. um den Anfang des 17. Jahrhunderts für liirchen, und star- 
ben m jungen Jahren. 
Scoles: J- J-y Architekt zu London, ein jetzt lebender Iiiinsiler, 
der zu den tiichtigsteu Praktikern Englands gehört. Er gründete 
seinen Rut als liirchenbaumeister, wo er mit Vorliebe die mittel- 
alterliehen Baustyle in Anwendung bringt. Nach seinem Plane 
wurde von 1350 an die St. Geurgenlaapelle zu Edgeboston gebaut, 
und zwar im Spitzbogenstyle des 15. Jahrhunderts. 
Scooreel, Johann, 5, Schureel. 
SCÜPÜS, einer der edelsten griechischen Künstler, der alsßrchiteht, 
Bildhauer und Erzgiesser ausgezeichnet war, und zwar in der Pe- 
riode der tieuattisclign Schädel, wellcyhe Still]. nach ilieinhpeloriäinue- 
sischen [hie e erlic t. un ieren "iuiistiveise in p eic em aasse 
dem Geiste des damaligen Lebens entsprach, wie iiie Phidiasiscllie 
dem Charakter des älteren. O. lVluller (Arch. d. liunstßi. 121i) 
bezeichnet vornehmlich den Scopas, und dann den Praxiteles als 
diejenigen Meister, durch welche die liunst zuerst die der damali- 
gen Stimmung der (äemiilher znsagende Richtung zu aufgeregte- 
ren und weicherenEmpfindungen erhielt, welche indess bei diesen 
Meistern noch mit einer edlen und grossartigcn Auffassung der 
Gegenstände aufs schönste vereiniget war. Scopas steht um 590-: 
550 v. Chr. (um Ol. Qf) bis nach Ol. 106), W16 Wßßgßltili- U- _h- 
lll. S. H0) sehr treffend sagt als der älteste an der Spitze derje- 
nigen Epoche, welche durch die Ausbildung des Palhetischenn, der 
ganz freien Grazie und des Lieblichen, so wie durch die liunsile- 
fische" Ausgestaltung solcher Gottheiten, bei welchen diese Eigens 
schaften vorivalten, vorzugsweise charaliterisirt wird. Er entlehnt 
seine liebsten Qegenstiiiide aus dem Kreise des Qionysos und_der 
Aphrodite. lii jenem hreise war er nach  Muller sieherciiier 
der ersten, welcher den Bacchischen EiiillUSiüSlUlJS in vollig freier, 
fesselluger Gestalt zeigte  Seine Meisterschaft in diesem beweist 
unter andern die Zusammenstellung der durch geringe Nuancen 
uiiterschiedenen Wesen: Eros, l-limerus und Pathos, in einer Stn- 
tuengruppe. O. Müller findet es üUClt'WEilH'5Ul:I6llIllCh, dass durch 
Scopas zuerst der dem bacchischen lireise eigene Charakter der 
Formen und Bewegungen auf die Darstellung der Wesen des hieß- 
res übertragen wurde, wonach die TFIIOIIOII als Satyren, die Ne- 
reiden als lVIänaden der Seegestalteii, und der ganze Zug wie von 
innerer Lebensfiille beseligt und berauscht erscheint. Diesem lirclsr 
gehörte die Gruppe der Meergottheiten mit Achilleus an. D99 
Apolloideal verdankt ihm die aninuthigere und lebensvollere  
des Pythischeii Iiithariiileii; er schuf sie, indem er der in der lillmt 
früher herkömmlichen Figur mehr Ausdruck von Schwung und 39' 
geisterung verlieh"). Dann ist er auch der eigentliche Urheber 
 Den Festzug eines Satyr uiid dreier Mänaden in alter Feyer- 
lichkeit, Vun Kallimactios, s. Mus. Cap. lV. tüv- 40-  
 Apollo von Leto und Artemis begleitet, als Pyhsuhe" ß" 
 tharsäiiger libirend, nach älterer Weise. 5- ZÜF?" Bai-Util- 
ll. lav. 99.; Mus. Napoleon lV- [11- 7- 9' 10' (Claraß PL 1-0' 
122.); Mnrbles of the llrit. Mus: II.  15-, (hilf! Nv- 18- 
Apollon in demselben Costuiu einen hie!) 111i: Eillliür sm- 
geni lyju, NHPUL 1V_ PL 3, Glyptoth. in Munchen (Bur- 
ber. Muse) Bracci Mein. I. 25- 
Nagleräs Iiünstler-Leac. Hd. X VI . 11
        

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