Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schoute - Sole
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1795908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1797372
Schweigger, 
Imanuel. 
Alois. 
Schweigländer, 
135 
sheilweise in Cabmeten aufbewahrt. In der k. Kunstkammer zu 
Berlin sind drei Portraitmedailldns, hohl in Bronze gegossen, sehr 
sauber ciselirt und vergoldet. Zwei derselben stellen nach Dürer'- 
Sehen Htlpferstichen Pirckheimer und Melanchthon, das dritte den 
Theophrastus Paracelsus dar. Auf dem Holzdecke], der die rohe 
Rückseite des Pirckheimefschen Medaillons einschliesst, steht die 
alte eingeprägte Inschrift: "Georg Schweigger, Bilthauer vonNiirn- 
berg fec." Diese Arbeiten zeichnen sich nach Iiugler (Besch. d. 
K. S. 235) durch grosse Feinheit der Ausführung und durch die 
allgemeine Tüchtigkeit der Anlage aus, ohne gerade eine höhere 
künstlerische Bedeutung zu haben. In der Ambraser Sammlung 
ist ein Basrelief, welches die Predigt des Johannes vorstellt, und 
mit G. S. bezeichnet ist. Diese Buchstaben gehören wahrschein- 
lich unserm Künstler an. Ein ähnliches Monogramm trägt auch 
die Büste einer Frau im Besitze des Baron von Kirschbaum 
zu München. Dlabacz erwähnt in seinem I-iünstler-Lexicon für 
Böhmen das Brustbild des li. Ferdinand IlI., von Schweigger in 
Erz gefertiget. Es galt als eines der ähnlichsten Bildnisse des 
Monarchen. Von Schweiger ist auch das schöne Schnitzwerk an 
der Kanzel der St. Sebalduslsirche zu Nürnberg. welches er 1657 
ausführte. Von 1660 an fertigte er in einem Zeitraum von acht 
Jahren mit Bitter und Wolf Herold grosse Figuren in Erz, welche 
170 Zentner wiegen. Sie stellen den Neptun mit Seepferden in 
weiblicher Umgebung dar, und waren bestimmt, einen grossen 
Springbrunnen zu zieren. Gegen Ende des vorigen Jahrhunderts 
verkaufte sie der wahlweise Rath von Nürnberg an den Kaiser 
von Russland um 60.000 Gulden. J. A. Delsenbach hat diesen 
berühmten Brunnen gestochen. Schweigger starb 1690 zu Nürn- 
berg, wie Doppelmayer angibt. 
Schwelgger, Imallllel, Zeichner und Bildhauer zu Nürnberg, war 
der Vater des obigen Künstlers, wie wir im Artikel desselben er- 
wähnt haben. Ueber seine Werke verlautet nichts. Füssly er- 
wähnt nur eines Starnmblattes mit der allegorischen Darstellung 
des Glaubens, auf welchem folgende Worte stehen: ,.Immanuel 
Schweigger, Bildhauer in Nürnberg, geschehen den 14. Sept. 1653." 
Ueberdiess finden wir nur noch einer braun getuschten Zeichnung 
von J. Schweigger erwähnt, welche sich in der Sammlung des 
Baron Haller von Hallerstein in Nürnberg befand. Sie stellt 
mehrere Personen vor. wie sie das Gemälde eines Trauben tragenden 
Kindes betrachten. Ein Vogel bickt nach der gemalten Frucht. 
Oben steht: Plus penser que Dire. Dann liest man: Emanuel 
Schweigger. F. p. bona Amicitia 1607. Daraus erhellet die Blüthe- 
zeit des Meisters. 
SChWBiglIOfBP, Franz, Zeichner und Ingenieur, war anfangs zu 
Innsbruck als k. k. Strassenmeister und Ingenieur verwendet, wurde 
aber 1820 auf Verwendung des Prof. Friedrich Rehherg ließ" Gm- 
fen Hudek an der Akademie in Prag als Lehrer angestellt. _Er 
zeichnete sehr schöne Landschaften. und lithographirte glich elmge. 
wie die Ansichten des Hauptschlusses Tyrol, des Schlosses Ämfas. 
der Schuldner Ferner, der Erdpyramiden bei Lengmoßä und von 
St. Ottilia. 
Sßhweigl, s. Schweigel. 
Sßhweigländer, Alois, Maler, geb. zu oeningen 1740. wuyäv 
von B. B05 in Wallerstein unterrichtet, und unternahm dann viele
        

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