Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Santi, Antonio - Schoute, Jan
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1790505
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1791366
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Scaramusse. 
Scarcella 
oder 
Scarsella , 
Ippolito. 
Sßaramlßiie, Maler, ein italienischer Künstler aus der ersten Hälfte 
des 19. Jahrhunderts. In der Bibliothek zu Parma ist ein Frescu- 
bild von seiner Hand, welches PFUIIICÜIGHS vorstellt, der das Feuer 
entwendet. Diesen Künstler nennt Graf Baczysulii in seiner Ge. 
schichte der neueren Iiuxist. 
Scarani, GiuliO , wird in der Felsina Piurice unter diq Schüler von 
G. Viani gezählt. Er lebte in Bologna, ist aber WIE es schein; 
vergessen. 
Sßarbü;  F'g Maler, lebte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhun. 
clerts, um 1'292 in Berlin. Füssly nennt einen Maler Namens Sarbe, 
nach welchem Bosbach das Bilrlniss des Kaufmanns E. [Ylüller ge- 
stachen hat, glaubt aber, es sei darunter Scharbe zu verstehem 
Unser Scarbo, wahrscheinlich jener Sclxarbe, malte ebenfalls Bild- 
nxsse. 
Scarcella oder Scarsella, Sigismondo, genannt Mondino, 
Maler von Ferrara, war drei Jahre unmittelbarer Schüler des Paula 
Veronese, und blieb fortwährend Anhänger dieses Meisters. Er 
studirte nach seinem Austritte aus der Schule in Venedig noch 
lauge Zeit die Werke Paolo's, und besonders auch Arßllllßlilur 
welche Sßarcella zuweilen in dessen Bildern gemalt haben laönrxtq: 
Nach 13 Jahren hehrte er nach Ferrara zurück, wo er jetzt (115 
Nachahmer des Y. Veronese Huf begründen wollte; allein er blieb 
weit hinter seinem Vurbilde zurück, und als sein Sohn auf den 
Schauplatz getreten war, hatte man bald des Vaters vergessen. Zu 
seinen besseren Werken zählt man die Ileinistichung in St. Cruce 
zu Ferrara. Auch in Privathäusern findet man einige schätzbare 
Bilder von seiner Hand. Starb 1614 im 84. Jahre. 
Scarcella oder Scarsella, Ippolito, genannt Searsellino 
T011 Ferrara, wurde von seinem Vater Sigismondo unterrichtet, bis 
er im Stande war, in Venedig seiner weiteren Ausbildung obzulie- 
gen. ln dieser Stadt verweilte er sechs Jahre, und studirte besgth 
ders die Werke des Paolo Veronese, doch mit Berüclssichtigixn, 
von jenen der übrigen grossen Meister, besonders Titiaifs,  
meggianinoä, und der Carraeci, welche Scarsellino in Bologna 
mit grosser Aufmerksamkeit betrachtet hatte. Indessen erkennt man 
in den Werken dieses Meisters meistens den Nachahmer des P. Vc_ 
ronese, und daher nannten ihn die Ferrareser den Pnolo ihr-er 
Schule. Bilder dieses Styles sind sein heil. Bruno in der Carthause 
dnselbst, die Geburt der heil. Jungfrau in Centu, u. s. w. Noch 
mehr gepriesen ist aber seine Himmelfahrt und_die Hochzeit zu 
Caua bei den Benedilstinern zu Ferrara; dann eine Pieta und Sh 
Johann der Täufer in der liirche des letztern. das "Nmi m6 tan, 
gerett bei St Nicolo, die Epiphania im Oratorio delln Scala, weL 
che er im Wetteifer mit Anuibale Carracci malte, und zahlreiche 
kleinere Wiederholungen dieser und anderer Altarblätter für Pri_ 
vathäuser. Die Bilder dieses Meisters waren in der Lombardei 
und im Kirchenstaate sehr zahlreich. In Rom sieht man deren auf 
dem Capitol; dann bewarben sich die I-läuser Albani, Borghese 
Corsini, Lancelotti um solche. Lanzi hatte Gelegenheit viele Bi]: 
der von lppolitds Hand zu sehen, an welchen ihm besonders die 
strenge Zeichnung, die graziösen Gestalten, und die leichten Drq- 
perlen auffielen, welche die Figuren wohl bedecken, aber fihna 
sie zu verhiillcn. Scarsellino oifenbaret in seinen Composmonen
        

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