Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Santi, Antonio - Schoute, Jan
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1790505
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1791352
 Searamuceia, Luigi. 73 
Sßaramucßla; Llllgl, Maler und Radirer, wurde 1616 zu Perugia 
gebnren, und daher Luigi Perugino genannt. Sein Vater Gio.An- 
toniu t-rtheilte ilim den ersten Unterricht, bis er in der Schule des 
Gu-do ileni sein weiteres Glück versuchen konnte, wu er es in so 
ferne fand, dass er sich den Slyl Guidxfs vollkommen zu eigen 
machte, was einem jun en Iiiinstler damaliger Zeit zur Empfeh- 
lung diente. Er ahmte den Meister bis zur Täuschung nach, wie 
die zahlreichen Gemälde beweisen, die sich in Perugia und in Mai- 
land von ihm finden. Man zählte ihn zu den Malern der Grazie, 
und wenn ihn wieder andere nicht sehr hoch erheben, so liess 
man ihn doch nie tief zu Boden sinken. Dann haben wir von ihm 
auch eine Schrift, die als Resultat seiner Iiunststudien zu betrach- 
ten ist, und theiliveise Gutes enthält. Sie erschien unter dem Ti- 
tel: Le Finezze de' Penelli Italiani, arnirate e studiatc da Giru- 
peno (L. Scaramuccia) suttn la scurta e disciplina de] Genio di 
Haflinello d'Urlwino.  Opera di Luigi Scaranaurcia Perugino Pit- 
torc. Pavia 1674. Starb in Mailand 1680 im 6.1 Jahre. P. Aquila 
radirte nach ihm 1074 den heil. Gregor vor dem Altare kniend, 
änil eilner Engelsglorie. Dieses grosse Blatt ist sehr geistreich be- 
iande t. 
Bartsch, P. gr. XlX. pag. 190 beschreibt vier radirte Blätter 
-von ihm. die im Machwerls mit jenen des Simone da Pesaro Aehn- 
liehkeit haben, nur dass seine Schrafiirungen weniger zierlich ge- 
legt sind, und sich zuweilen unangenehm kreuzen. In der Zeichnung 
sind sie zu loben, nur dürften die Umrisse etwas bestimmte-f, seyn. 
1) Die heil. Jungfrau an einer Quelle, wie sie dem Rinde da- 
rin die Fiisse wäscht. Im Grunde ist eine Landschaft mit 
drei gronsen Biiumen. Ani: Car. in. Luigi Perugini dcl. e 
sculp. Mit der Declication an Dom. Regi. H. 10 Z. 5 L., 
Br. g Z.  "  
 Sehr selten sind die reinen Aetzdriicke ohne Sehrift.  
2) Die Dornenkrönnn-g, nach Titian's schönem Gemälde in St. 
Maria delle Grazie zu lVlailand, eines der vorzüglichsten 
Blätter des Meisters und nach diesem berühmten Bilde, Mit 
Dedication an den Cardinal Luigi Farnese, und mit G- J. 
de Rossfs Adresse. H. 19 Z. 8 L., 31x12 Z. Q L. Zani 
kennt folgende Abdrücke:  
I. Ohne Schrift. 
II. Mit derselben. 
III. Nach der Dedication: Si stampano in Roma da Gio. 
Jacumo de Bussi etc. 
3) St. Benedikt bewegt durch sein Gebet einen Stein, den der 
Teufel unbeweglich macht. Nach Lud. CarraccVs Gemälde 
fiir S. Michele in Busen zu Bologna und mit Dedication an 
Flaminiu Pasqualino 1654. H. 20 Z., Br. 15  2 L.  
Die Abdrücke ohne Namen CarraccPs sind selten. H 
 4) Yenus und Adonis mit Amor. Ann. Car. Jiu; Mit Searamuc- 
ma's Adresse an Nicola Simonelli 1655. 111.9  Br. 10 Z.9L. 
I. Reine Aetztlrüelse.    
II. Mit dem Stiche] überarbeitet. Die Säule und die Berge 
links im Grunde sind mit horizontalen Strichen bedeckt, 
Wfihrend sie im ersten Drucke mit einerl einfachen Li- 
nie gezeichnet erscheinen. 
Scaramuccia, soll nach Füssly ebenfalls der Beiname der Scarcella 
gewesen seyn.
        

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