Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Santi, Antonio - Schoute, Jan
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1790505
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1795638
Schöppfer, 
Schor , 
Johann 
Paul. 
501 
gen, welche meist dem Rafael entnommen sind. Mittlerweile 
malte Schop e auch viele Bildnisse, darunter Oelminiaturen, und 
zeichnete suihhe in farbiger Kreide. Auch einige Portraite der Prin- 
zen und Prinzessinnen des königlichen Hauses malte er, und sol- 
che anderer hohen Herrschaften. Seine Portraite gehören zu den 
besten Arbeiten dieser Art. So wie immer, so zeigt er auch hier 
eine meisterhafte Behandlung des Nackten. Eine andere Gattung 
von Werken dieses Meisters bilden dann die historischen Staffelei- 
Bilder aus der heiligen und profanen Geschichte, und die Dar- 
stellung auf dem Gebiete des Genres. Das schöne Bild einer 
Odaliske im Bade kam 1858 in den Besitz des Herzogs von Braun- 
schweig. Schuppe malte dieses Bild 1835. und irn folgenden Jahre 
den Templer und Rebecca nach Walter Scott's Ivanhoe, eines der. 
Hauptbilder des Meisters. Von etwas späterem Datum sind zwei 
sinnige allegorische Darstellungen: Tag und Nacht in ihren Be- 
ziehungen zum Leben. Dann findet man auch einige landschaft- 
liche Darstellungen von Schuppe. 
Ferner lieferte er mitßegasJitmpfgartcn. Schorn, Hensel und C. 
Schulz auch Zeichnungen zum Bildersaal der preussischcn Ge- 
schichte. ln lebenden Bildern dargestellt an dem Erbhuldigungs- 
Feste der Ritterschaft der Provinz Brandenburg 18:10 im k.Opern- 
hause zu Berlin. Dieses Werk erschien lithograpliirt, in royliol. 
J. Jentzen lithugraphirte 185g das von ihm gemalte Bildniss der 
Fürstin von Liegnitz.  
SCllÖPPfeT,  H-g Zeichner, wird von Fiissly genannt. Es wer- 
den ihm in irgend einem Verzeichnisse Zeichnungen von Bären 
und Panthern beigelegt. 
SOlIOr, Andreas, Maler von Augsburg, liess sich 1.u Sangerhansen in 
Sachsen nieder, und gründete da Ruf und Beichthum. Starb 1655 
als Bürgermeister der Stadt. 
Schor: Johann oder Hans: Maler von Augsburg, malte da- 
selbst um 1586 viele Purtraite, und liess sich endlich in Innsbruck 
nieder, wo er im Biirgerrathc aufgenommen und erzherzoglicher 
llofmaler wurde. Im Jahre 1618 erhielt er vom Erzherzoge Maxi- 
milian eine Abänderung und Vermehrung des Wappens, welches 
die Scher 1570 vom liaiser erlangt hatten. Joh. Paul und Aegid 
sind seine Söhne, und vielleicht auch Andreas, 
SCllOP, Jßhann Paul, Maler, war Schüler. seines Vaters Johann, 
und ging dann nach Rom, wo er seinen Ruf gründete und als 
Decurateur lange bewundert wurde. Allein zu diesem Ansehen 
kann er nur durch eine gewisse Neuheit und durch ßizarrerie, wel- 
che damals an die Stelle des guten Geschmackes getreten war. Er 
stand im Dienste dreier Pabste als Decoratitwns-Ingcnieur, und auch 
die Prinzen Colonna, Borghese u. a., liessen alle Deeoraticnen 
durch ihn besorgen. Besonders war es aber Pabst Alexander VII, 
der ihn auf den Gipfel des Ruhms erhob. Er liess durch Schor 
alle Verzierungen des päbstlichen Pallastes und in den Hauptkir- 
chen Roms malen. Dann wagte es Schur sogar, mit Rafael in Con- 
currenz zu treten. Er malte die letzten vier Arkaden der Loggien 
aus, und setzte dadurch die Rafaefsche Bibel fort. Er malt-ß da 
Darstellungen aus dem neuen Testamente und Ornamente, und 
obgleich er hiinmelweit von dem grussen Urbinaten abstcht, so 
erregten die Malereien Schor's rluch Bewunderung. In den grus- 
sen Gnllcrien des piihstlichcn Pallastes auf Monte CIQWIÜO Sltltl 
Darstellungen aus dem alten Testamente von ihm und seinem Bru-
        

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