Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Santi, Antonio - Schoute, Jan
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1790505
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1795550
Scholl , 
Johzmh 
Baptist. 
Scholl. 
493 
SCltOll, Johann BaPtISI, Bildhauer, der Sohn des obigen Künst- 
 lers, wurde 1313 zu Darmstadt geboren, und von dem Vaterin 
den Anlangsgründen der Kunst unterrichtet, bis er sich nach Mün- 
chen begab, um an der Akademie daselbst seinen weiteren Studien 
obzuliegen, wo er in kurzer" Zeit ein entschiedenes Talent ent- 
wickelte, Er führte mehrere Compositionen in Gyps aus, darunter 
Statuen von grosser Schönheit der Form. Eine seiner frühern 
stellt die heil. Elisabeth dar, welche sich im Palais des "Prinzen 
Carl von Hessen befindet. Dann fand Scholl in lldünchen auch 
Gelegenheit zur Auslührung von Grabmunumenten, deren man auf 
dem Guttcsaclter daselbst findet. VVerhe von würdiger origineller 
Form, Als einen Beweis seines Talentes zur COIDPOSlllOII und 
einer ergiebigen Phantasie nennen wir auch die beiden Umschlag- 
bläitter zu H. liohlefs lWiinchner Album. welches hthographirte 
Originalzeichnungen in München lebender Künstler enthält. Es ist 
diess die erste Abtheilung, welche 18112 vollendet wurde. Die 
beiden von Schull selbst lithographirten Blätter enthalten reiche 
und geistreiche Compositiunen, die dem schönen Ganzen zur Zierde 
gereichen. _ 
Im Jahre 18:12 verliess Scholl München, um an der polytech- 
nischen Schule in Mainz die Stelle eines Professors der Bildhauerei 
zu übernehmen. Mittlerweile hatte er auch Antheil an den Arbei- 
ten seines Vaters. Von diesen beiden Künstlern geht der Entwurf 
und das Modell zu einem Denhmale für Herder aus. Die Aus- 
führung eines solchen Monumentes wurde ihnen 184i von den 
Freimaurer-Logen aufgetragen, ohne dass diese sich für die Er- 
richtung eines Monuments Herdefs Öffentlich ausgesprochen 
hatten. Als daher gleichzeitig Dr. Ernst Förster in der Allge- 
meinen Zeitung einen Aufruf zu einem Herder -Denhmnle 
ergehen liess, fand dieser von Seite derFreimaurer-Logen Einspruch, 
und in der Beilage der genannten Zeitung von 1844 Nro. 204 
ham daher dieses Vorhaben zur neuen Besprechung. Dr. Förster 
brachte eine von L. Schaller bereits im Modell vollendete Sta- 
tuette Ilerdefs zur Ausführung im Grossen in Vorschlag, von 
welcher die Logen Umgang nahmen. Im Jahre 18.15 sah man die 
Modelle beider Künstler neben einander in München ausgestellt. 
Scholl hatte sich mehr den Theologen gedacht, Schnller aber auf 
geistreiche Weise den universellen Geist des grossen Dichters 
zu erfassen gesucht. Die Ausführung des Mouumentes steht in 
Aussicht. 
"Stihüll, Jßhanll, Bildhauer, wurde 1805 in Bremen geboren, und 
in seiner Vaterstadt in der Zeichenlsunst unterrichtet. wu auch 
sein uns unbekannter Vater der Bildhauerlsuirst uliliegt. Später 
 begab er sich nach Hartibixrg jmd 1829 riach Munchen, um _au  
Alsaclemie der liiinste sich weiter quszuliililen. Erälng da bIS 1854 
den Studien 0b, worauf erum die Helmath znriicltlsehrte, und 
duselbs: einige Arbeiten austuhrte. Später begab er sich nach lt?- 
lien, und nach Rom, wo er um 1859 lll] Atelier Tliurwaldseua 
arbeitete, der sich der Geschicklichkeit dieses Künstlers zur grüssterl 
Zufriedenheit bediente.  
schon: 15931, Bildhauer zu München, arbeitet im Fache der 
Ormamentxvlf, und fand in letzterer Zeit viele Arbeiten für die neu- 
crbautcn lurchen. Scholi ist noch gegenwärtig in Nlüxlchexl thiitig. 
Scholl , 
auch 
fulgcnden 
den 
Artikel.
        

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