Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Santi, Antonio - Schoute, Jan
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1790505
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1795449
Schoepf, 
Peter. 
1818 die königl. Akademie der bildenden Künste daselbst zu besu- 
ehen- Hier zeichnete er mehrere Jahre nach der Antike und nach 
der Natur, und fing dann unter der Leitung des damaligen Profes- 
sors Robert von Langer an, nach der Antike und nach der Natur 
zu modelliren. Die erste bedeutendere Frucht dieser Studien und, 
Uabungen war die lebeusgrosse Statue eines Fauslkäinpfers, die 
im Jahre 1825 zur akademischen liunstausstellung kam und in ein- 
zeigen Theilen mit vieler Wahrheit nach der Natur gearbeitet wan 
Mit Ernst und Eifer lag er fortan ununterbrochen dem Studium 
derNatur undderAntike ob, dasVerständniss beider mit immer grös. 
serer Sicherheit sich aneignend. Im Jahre 1824 fertigte er einen 
Schäfer in sitzender Stellung, und bis zu der im folgenden Jahn, 
stattfindenden Hunstausstellung einelebensgrosse Statue des Aristides, 
welcher die ihm dargebotene Scherbe beschrieben hat; so wie ein 
Relief, den Odysseus darstellend, wie er von seinem treuen Hund, 
Argus erkanntvvird. Hinter ihm ist Penelope unter Miigden. mit weib- 
licher Arbeit beschäftigt. Beide VVerke sind im liunstblatt, Jahr- 
gang 1825 Nro. 34, beschrieben. Sie verriethen bereits eine schöne 
Anlage fiir die plastische Kunst und waren gleich lobcnswerth in 
Erfindung, Anorrlung und Behandlung. Namentlich erkannte 
man im Aristides das Verdienst einer gewählten Stellung undfchöimr 
Drapirung an. Auch zur nächstfolgenden liunstziusstelluiig,_im Jahre 
1820, lieferte Sehoepf ein Paar griissere Arbeiten , nämlich einen 
lebensgrossen Modellakt und eine lehensgrosse Gruppe, den D3. 
dalus darstellend, wie er den ertrurikenen Ikarus aus den Fluthen 
emporhebtl Der Künstler hatte sich bemüht die Stellung des D5. 
dalus sehr bewegt darzustellen, was ihm auch gelungen war, Ob- 
gleich dadurch die ruhige Schönheit der Anordnung einigermassen 
gelitten hatte. Doch offenbarte sich auch hier ein svohlwrstande- 
nes Naturstudium, so wie anderseits das Streben nach Lebendig- 
keit des Ausdruckes, und insofern war auch diese Gruppe als ein 
Fortschritt zu betrachten. Man freute sich des schönen Talents, 
und die Zeitschrift Flora unterliess nicht, bei Gelegenheit der Be. 
achreibung jener Kunstausstellung darauf aufmerksam zu maehem 
Von nun an wurden unserm Künstler auch schon einige Be- 
stellungen zu Thpil. Dahin gehört namentlich das Monument für 
den Bischof von Stubenberg in Eiehstädt für die dortige Haupt, 
kirche, zu welchem er dessen Büste und zwei lebensgrosse trauernde 
Genien in Marmor ausfiihrte. Sodann fertigte er mehrere Belief; 
in Marmor für Denkmäler auf dem Kirchhofe in München: die 
Auferstehung Christi, Christus im Grabe, die Religion als sitzende 
weibliche Figur mit der Mnnstranz, der sich ältere und jünger, 
Personen in anbetender Stellung nahen, die Erweckung des La- 
zarus zu dein Denkmal, welches dem Professor Mitterer, Gründer 
und Leiter der Münchner feiertäglichen Kunstschule, auf dem dor- 
tigeneliirclihole aus Salzburger Marmor im Jahre 1852 errichtet 
wurdia; sodann eine einzelne Fi ur von gleicher Bestimmung, die 
den Glauben darstellt, als bekleidete weibliche Figur mit dem 
Kelche in derHand. Inzwischen hatte er sich mannigfaeh im Mo- 
delliren von Biisten nach dem Leben geübt. Dahin gehören aus- 
ser der Büste des Bischofs v. Stubenberg, die Biiste des genannten 
Professors Mitterer, die im Auftrage des Münchner Magistrat, 
1829 liolossal im Marmor ausgeführt und zum Andenken des v". 
dienstvollen Mannes in der Feiertagsschule aufgestellt wurde; dann 
die Büste Senefelderä, desErlinders derLitbo ra hie die au; d 
 g P I ein 
Jahre 185i stammt und sehr ähnlich seyn soll.
        

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