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Schoen,
Schoen,
Fried.
'Wilhc1m.
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sei, indem er in Rom starb. Diese Angabe ist unrichtig; denn in
der Sammlung des Direktors Spengler zu_Cnpenhagen war bis
185g von diesem Sehnen eine Ansicht der Ruinen von Oybin, mit
der Jahrzahl 1'745. Eine Ansicht des Schlosses Wehlen trägt die
Jahrzahl 1744- D. Friedrich radirte 1748 nach ihm zwei Blätter:
eine Landschaft mit ländlichen Gebäuden und mit drei Personen
vorn auf dem Boden sitzend, und eine Landschaft mit Meyerhof,
wo man vorn zwei Schweine sieht.
Dann hat dieser Künstler, der auch als Lehrer des A. Thiele
bekannt ist, selbst Blätter radirt, die eben so geistreich als höchst
selten sind.
1) Landschaft mit einer mit Bäumen besetzten Anhöhe in der
Mitte, links ein Weib auf dem Wege gehend. rechts im
Grundeleine Stadt, weiter nach vorn zwei Männer, wovon
der eine die Flinte trägt. qu. 8.
2) Bergige Landschaft mit zwei grossen Bäumen, im Mittel-
grumle eine Stadt mit Thurru, im Hintergrunde Gebirge und
rechts Fabriken. qu. 8.
Weigel werthet diese beiden Blätter auf 5 Thaler.
Schoen ,
s. Schoene.
SChOCU, AIOIS, Zeichner und Iiupferstecher von Augsburg, gehört
zu den besseren Künstlern aus der ersten Hälfte des iq. Jahrhunderts,
musste aber sein schönes Talent an ein untergeurdnetes Fach wen-
den. Er stach meistens Heiligenbilder, worunter einige sehr gut
behandelt sind. Er führte überhaupt den Griffel mit vieler Weich-
heit und Zierlichlseit. Auch einige Portraite lieferte dieser Meister,
die vorzüglich zu nennen sind , und im Landschaftsfeiche war er
nicht minder geschickt. Dieser Künstler starb um 1820.
1) Bildniss eines Unbekannten, nach Rubenä Bild in der'Pi-
nakothek zu München, gr. 4.
2) Die heilnlungfrau mit aufder Brust gekreuztenHänden, halbe
Figur nach P. Batoni, kl. 11..
5) Einige Landschaften mit schön gearbeiteten Bäumen und
gut in Perspektive gesetzt, qu. 8.
50110811, Carl, Maler aus Prag, bildete sich an der Akademie da-
selbst und gewann 1803 den ersten Preis für eine Zeichnung nach
A. Mascagni: Simson und Dalila vorstellend. Was später aus ihm
gerwordeu, wissen wir nicht.
Schoen, Eirledflßh Vvllllßlm, Maler und Lilhograph, geb. zu
Worms 1310, besuchte bis zum sechzehnten Jahre daselbst das
Gymnasium, zeigte aber immer mehr Neigung zur Kunst, und
widmete sich endlich derselben unter nicht günstigen Verhältnis-
Sßll. da sein Vater, ein grussherzoglich hessischer Beamte, eine
zahlreiche Familie zu ernähren hatte. Schoen musste daher 1826
in einer lithographischen Anstalt zu Darmstadt sein Glück versu-
chen, und sich da mit Landchartenstechen und andern Arbeiten
beschäftigen, wozu er wenig Lust hatte. Dann wurde er hier be-
nutzt, um französische Blätter mit lireicle auf Stein zu flupifell,
besonders solche, die 5ich auf Napoleon bezogen, womit ein grüß-
Ißf Theil der dortigen Gegend überschwemmt wurde. _Im Jahre
1330 ging Schoeu nach Carlsruhe, wo er bis zum Friihjßbrß _1852
in der lithographisclien Anstalt v. Velten besehäftiget war, bis es