Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Santi, Antonio - Schoute, Jan
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1790505
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1795219
Schön , 
Erhard. 
Schön , 
Heinr. 
459 
Ein bewaffneter Krieger mit dem Heime in der Linken und 
die Streitaxt in der Rechten in einer Nische sitzend. Unten 
nach rechts ist das Zeichen und die Jahrznhl 1524. H. QZ. 
7 L., Br. Ö Z.2L. (Bei Weigcl 2 Thl. {l gr.) 
311) Ein Mönch am Bette eines Sterbenden, welchem Engel und 
Teufel erscheinen. In architektonischer Einfassung. 
35) Das jüngste Gericht, 12. 
36) Die Beschneidung. 12. f 
Diese beiden von Bartseh nicht beschriebenen Blätter ge- 
hören vielleicht zum Hortulus animae. 
57) Die Dreieinigkeit in einem Rosenlsranze. Oben Gott Vater 
und dem heil. Geist; dann Christus am Kreuze von Aposteln 
und Heiligen umgeben. Diess ist Copie eines Blattes, wel- 
ches Dürer zugeschrieben wird. Der Copist setzte dem ewi- 
gen Vater eine lirone auf das Haupt, welche im Original 
fehlt. Die Abtheilungen im liranze haben Ueberschrxften, 
die in den älteren Exemplaren mit deutschen, in den späte- 
ren mit lateinischen Buchstaben gedruckt sind. H. 14 Z. 
11  Br. tl Z. 
Heller (Dürer, Nr. 2050) glaubt dieses Blatt mit Hauer 
dem E. Schön beilegen zu müssen. Es ist ohne Zeichen. 
58) Allegorie auf die Ungerechtigkeit. Links sitzt die Unwissen- 
heit auf dem Throne, rechts ist die Wahrheit, s. gr. qu. fol. 
Dieses Blatt ist im alten Drucke sehr selten. Die neuen 
Abdrücke sind in H. Z. Beckens Werk: Holzschnitte alter 
deutscher Meister in den Originalplatten gesammelt, von U. 
v. Derschnu. Gotha 1806. Nr. 53. Dieses Blatt wird dem 
E. Schön beigelegt. Es ist ohne Zeichen. 
Schoß"! Hmnnch v Arßltilßht, einer der bedeutendsten deutschen 
liiinstlcr _aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts , der 
aber in seiner Vaterstadt ganz in Vergessenheit blieb. Angesichts 
seines fur die damalige Zeit reichen und mächtigen Baues. Man 
fragt in Nliinchen die Luealschrittsteller vergebens um den Bau- 
meister derlVlaximiliaixfschen Residenz, und wenn wir anchinSiiltVs 
neuester Geschichte vun München S. 170 lesen, dass die Residenz 
Maximilian's I. von 1600 an nach dem Plane von Peter Candito 
gebaut wurde, so beruht dieses auf einer irrigen Angabe.  Der 
Meister des Baues ist unser Heinrich Schön, der hier zum ersten 
Male in die Reihe der Iiiinstler tritt. Seine Lebensgeschichte ist 
unbekannt; auch sein Geburtsjahr kennen wir nicht. Su viel ist 
aber gewiss, dass er schon im ersten Decenniuin des 17. Jahrhun- 
gcrlts adusiibender liiinstler und als solcher von Bedeutung war. 
r im auch bald Geleeenheit seine liunst zu er roben indem 
Maximilian, noch fern votii den Stürmen des Hriegesydie liüiiste des 
Friedens pflegte. Anfangs residirte er in der 1460 von Albert IV. er- 
bauten neuen Veste, die zum Unterschiede von dem alten Hofe so 
benannt und früher öfters mit der Nlaxirnilianischen Residenz ver- 
WQClISQlQ Wllrdß- Maximilian verlebte in der neuen Veste seine 
Ünaheniahre, und verblieb auch dann noch in seinen alten Ge- 
mächern, als Wilhelm V. bereits seinen neuen Palast bezogen 
hatte, V0? welchem dann die Jesuiten ihr Colleginm erhauteß- Zu 
jener Zeit war aber die neue Veste bereits schadhaft, denn sie 
hatte durch Brand gelitten. Desswegen ging Herzog Maximilian 
schon truhe mit dein Baue einer neuen Residenz um, und 1007 
fasste er den definitiven Beschluss. Allein erst 1612 War es ihm
        

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