Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Santi, Antonio - Schoute, Jan
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1790505
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1795169
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Schön , 
Burlhel. 
deutende Werke hinterlassen haben, die jedoch durch neuere Ueber. 
mnlulngr-n verdorben wurden. Ueher seine Fuflnschnttte verlauteg 
nichts Genaues, doch können mehrere von den alten xylograuphi- 
sehen Arbeiten ihm und anderen Nleisterxt Ulufs angehören. Dar- 
unter dürfte auch das berühmte Blatt des hl. Christoph von 1415 
zu zählen seyn. der in Schwaben aufgefunden wurde. IYI. Schön 
lebte damals noch, und zwar in Cuhnaf, wohin sich später auch 
der berühmte jüngere ltlartin Schön oder Schongauer ge. 
wendet hatte. 
SChÖÜ; Bänke], Maler von Ulm, der ältere Meister dieses Na_ 
mens, kommt nach Weyermann (Neue Nachrichten von Künstlern 
Ulms) in den Steuerbüchern der Stadt von 1427  1440 vor, und 
scheint in letzterem Jahre gestorben zu seyn. Weil im folgenden 
Jahre seiner Wittwe erwähnt wird. Griineisen und Nlnuclx, (Ulms 
Iiunstleben, S. 35) fanden ihn als Vater des Martin Schön be. 
zeichnet. jenes berühmten Künstlers, mit welchem in diesem Le. 
xikun die Reihe der Ulmer Meister beginnt. Er ist der Sohn de; 
älteren Bar-thel Schön , und letzterer der Bruder des älteren 
Martin Schön. 
SCbÖt], Barthel, Maler und Iinpferstecher, der Sohn des iilteren 
liiinstlers (liest-s Namens, und somit Bruder des beriihniten Mar. 
tin Schön oder Schotigauer. Seine Lebensverhältnisse sind illlbe- 
bannt; Bartsch (P. gr. Vl. p. 08) Sßbßinl Sogar an seiner Existenz 
zu zu-eifeln. Es spricht indessen schon Saiidrart von einem Mai. 
ster dieses Namens. dem er die llliitter beilegen möchte, die mit 
den lileiiien gothischen Buchstaben b X e bezeichnet sind. Christ 
folgt Sandrart, und stellt die Vermuthung auf, dieser ß. Schön 
sei Martin's Bruder gewesen, wozu ihn wnhrseheinllrb die Aehn- 
liCltliPil verlcitete, welche die Blätter des Meisters [1  9 tritt jenem 
von Martin Schnngauer haben. Und dass letzterer Wirt-lieh einen 
Brilder Namens Biirtholoniiiiis gehabt habe, WiSSCn WIP 1911! ur- 
kundlich. Seiner fand Grüneisen {Ulms liunstlebcn etc. S. 55) im 
Biirgerbuche unter demJahre 11'171 erwähnt. Christ behauptet, yun 
diesem Meister einen Iiupfcrstich mit der Jahrzahl 1471) gesehen 
zu haben. Bartsch (P. gr. VI. p. 68 Ff. verzeichnet von dein Mei- 
ster b X ß 2-1 Bliittrer, gibt sie aber niuhtfils Arbeiten des Bar. 
thel Schön, weil Scheurl (Opern W. Pirlsheinieri p. 351) nur Ca. 
spar, Paul, Ludwig und Georg Schön als Brüder Martin's nennt. 
Und wenn nun Barthel auch hein Bruder ltlartiifs wäre. so ist er 
doch aus der Üliner Familie der Schön. und die erwiihnten Blätter 
diirftt-n ihm angehören. Mehrere sind Copien nach lYlartin Schön. 
1 - 12) Die Leidensgeschichtc des Herrn, 12 Blätter nach Mar- 
tin Schnngauer copirt, genau von derselben Seite, wie das 
Original. Es ist cliess die Folge Nr. Q  20 im VCFT-Eirb- 
nisse der Blätter Schnngauefs. mit welches wir der Beschrei- 
bung wegen verweisen. Jedes der Blätter hat unten in der 
Mitte innerhalb der Randlinie das Zeichen b X S, nur bei 
Nr. 5 steht es ausserhalb derselben. H. Ö Z., Br. 4 Z. 2 L. 
i) Christus am Oelberge. 
x 2) Die Gefangennehinung.  
5) Christus vor dem hohen Priester. 
lt) Die Geisslung Christi. 
5) Die Dornenlirönung. 
(i) Christus vor Pilatus.  
7) Die Ausetellungsdes Herrn.
        

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