Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Santi, Antonio - Schoute, Jan
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1790505
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1794940
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Schoen 
oder 
Schongawex- , 
Martin. 
nicht nach München transportirt werden. Iiurz, das Gemälde 
Ülißb in Ülm. wurde aber nach einiger Zeit in das Münster qm 
bracht, wo es" bis 1799 in der Neidharfsehen Capelle hing. i)" 
dem bezeichneten-Jahre restaurirte es Leunhard Iiiien in Weissen, 
hol-n um] 1317 wurde es von Friedrich Butziger aus Ansbach fast 
anz übernialt. Jetzt sieht man es neben dem Eingnnge in die 
gakristei. C. Grüneisen und E. Maucli (Ulnis [iunstlehen etc. S_ 
55) erklären dieses Gemälde als Werk Schungauei-Äs, und auch 
die aus der fürstl. Wallersteimschen Gallerie der St. lVltirizliapt-glle 
zu Nürnberg stammenden Bilder dienen ihnen als Beleg für den 
Aufenthalt und die Wirksamkeit des liiinstlefs in Schwaben , so 
wie die Flucht nach Aegypten und die Grablegung Christi im B0 
sitze des Obertribunalprucuratnrs Abel in Stuttgart, und eine Tafel 
in der Sammlung des Grafen Wilhelm von Wiirteinherg. In du. 
Grablegung im Ulrner Münster finden die genannten Schriftsteller 
mit einer denselben Gegenstand betreffenden Cumpusition auf de, 
Bibliothek zu Colmar, abgesehen vom Einzelnen, die Aehnliclilaeit 
einer grnssnrtigen Anordnung und des schönen Gefühls, das i" 
Stellung und Beivegung der trauernden Gestalten sich ausspricht. 
obgleich das Bild in Ulm auf unvvrzeihliche VVeise übermnlt ist 
Die Kreuzigung, welche 1803 ein Bürger vun Ulm aus der Augu. 
stinerltirche um 13 Gulden erwarb, und als Werk Schungauelvs 
ausgegeben wurde, ist von M. Schaffner gemalt. 
 S tu ttga r t. 
Die Flucht nach Egypten. im Besitze des Ober-Tribunal-Prnmh 
rators Abel, dann ilic Krönung Mariä und die Grablegnng daselbst, an_ 
geblich von Schön, hält Wangen, lIi._u.B. in Deutshland Il. 215) 
nicht für ächt. Eine andere Zlfafel ist in der Sammlung des Grafen 
Wilhelm von Wiirteinberg. 
N ü r n berg. 
In der St. Morizkapelle sind einige Gemälde, welche dem M_ 
Schungauer, oder einem M. Schön zugeschrieben werden, von 
Quandt aber konnte sich von der Aechtheit derselben nicht über- 
zeugen. Diese Bilder haben nach der Ansicht _des genannten 
Schriftstellers zwar eine sehr lichte Haltung, _und eine Ahnung geL 
stigen Lebens verleiht ihnen einigen Schimmer von Schönheit; a]_ 
lein sie stehen nach Quandt doch den Stichen Schongauerk weit 
nach, in welchen ohne grossen Aufwand durch Lichtuncl Schatten eine 
entschiedene malerische Wirkung erzwecltt wird, das Gefühl reg- 
ner innerer Harniunie zum vollsten Bewusstseyn gekummen, und 
in äussere, sichtbare Schönheit aufgegangen ist. Dazu kuinmt m", 
noch, dass die sogenannten Schungauerßchen Gemälde in Nur..- 
berg sehr mangelhaft gezeichnetbnd die Figuren meistens unveh 
hältmässig lang sind, dagegen die Iiupferstiche in der Zßlchnnng 
eine Beobachtung natürlicher Formen. wie sulclie sich ihm dar- 
boten, und ein schönes Gefühl für Ebeninass beurkunden. 
In dieser Gallerie findet man 6 Bilder unter Schön's Namen; 
Zebedäus und Maria Salome mit zwei Kindern; Maria mit dem 
Jesusl-iinile auf dem Schuosse, zur Seite Joseph arbeitend; Helineira 
liebkuset ihr Kind," ihr zur Seite der Mann und dabei auch die 
Stifterin in violettem Gewande; Maria Clenplia und AlpllßilS mig 
vier Kindern; Cleopha mit einem lesenden iVIädchen; St. ßarbarm 
Auf der Burg in Nürnberg ist ein Fliigclbilil. angebllßh von 
M. Schön. Das Hauptgemiilde zeigt die heil. drei Iiiinigß, und auf 
den beiden Flügeln sieht man Darstellungen aus dem Leben Mariatm 
Diese Bilder erklärt auch Waagen, B. u. Ii. in Delllßclll- ll- 15g. 
für unächt. 
        

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