Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Santi, Antonio - Schoute, Jan
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1790505
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1794606
398- 
Joachim 
Jos. 
Schnitzer , 
Schnitzler , 
lYlliclmel. 
Sigmund 
Unter dem Jahre 15lÖ-k0mmt ein Bildhauer 
Auch dieser könnte Sigmund der Schnitzer heissen. 
VOP. 
Schnitzer, Joseph Joachim von, Schlnchtcnmaler, geboren zu 
Weingarten 1792, erlangte seine frühere artistische Bildung an der 
Akademie zu Stuttgart, und erwarb sich dann durch eigenes S111- 
dium, was der Schlachtenimxiler "in den akademischen Lehrsiilr-l, 
vergebens sucht. J. v. Schnitzer hat schon seit Jahren den Ruf 
 eines tüchtigen Iiiitlstlers , dessen Werke verdienten Beifpll crndtem 
Es herrscht darin correhte Zeichnung in Figuren und 'l'hieren_ 
und eine genaue Beobachtung der Nationalitäten. Eben so trgu 
gibt er die Details der verschiedenen Waffengattungen und der 
Unifurmirung. Der König von Würtemherg, dessen Hulinalr-l- 
v. Schnitzer ist, besitzt mehrere Gemälde von ihm, meistens in 
grusseln Furntate. Eines seiner früheren stellt die Schlacht bei 
Champinoise vor, welche 1827 zur Ausstellung kam, ein lehcns_ 
volles Bild. Zu seinen neueren VVerhen gehört das 7  5 P1135 
grosse Gemälde der Schlacht von Muntereau, welche er 18711 für 
seinen König malte, ein neuer Beleg der Tüchtigkeit des N1eistcrs_ 
Ausser diesen grossen Bildern im Besitze des Königs malte dann 
v. Schnitzer auch noch mehrere kleinere militärische Seenen, die 
in verschiedenen Besitz iibergingen. Selbst im Portraite leistet ael. 
Ungewöhnliches. Er malte mehrere Notahilitiiten seines Witerlanrles, 
welche in kräftiger Haltung und in grusser charakteristischer Wahn 
heit erscheinen. Auch sein eigenes Bildniss malte v. Schnitzer zu 
wiederholten Malen. 
SChDltZGF, Lithograph, ist uns aus dem Cataioge der Sammiun 
des Grafen Sternherg-Manderscheid belsaimnt, wo ihm zwei läläitä 
nach Langerß Zeichnung zugeschrieben werden. Sie enthalten 
Köpfe zweier Marien und den eines Juden nach einem Viland. 
gemälde in St. Antonio zu Padua von Jacopo Avanzi. 
Schnitzler, Michael, Decorations- und Thiermaler, geb. zu New 
bin-g- an der lianlaeh 1735, erlernte die Aiifangsgriiiirle der Zei_ 
cheiiliiinst von seinem Vater Juhanii Neponiuk. einem Maler; 
allein für seine weitere Ausbildung war wenigllnllnung vorhan- 
den, da in den Kriegszeiten der geringe Verdienst seines Yaters 
 liauin zur Bestreitung der nöthigsten Lebeiisbcdurlnisse lllIlfOlClue. 
ÄMichael musste daher bis in sein achtzehntes Jahr die gröbsten 
Feldarbeiten verrichten, ohne die nötliige Schulbildung erlangt an 
haben, da ihm das Leideiran einem Auge das Lesen und_Schi-ei_ 
bcn unmöglich machte. Hierin musste er in der Folge sein eige. 
ner Lehrer werden, sowie er diess griisstentheils auch in der Kunst 
war., Ohne Vermögen verliess_er endlich die Heiniath und begaß 
sich nach Augsburg, wo sich ein mittelinässiger Meister seiner an- 
nahm, für welchen BP-Blltlßf in Oel auf Glas malte und Kupfer- 
stiehe colnrirte, und so viel erwarb, dass er in den Abendstundeu 
die Kunstschule besuchen konnte. Diess hatte auf seine weitere 
Ausbildung ileii wuhlthätigsten Einfluss, und schon 1805 gewann m- 
niit einem nach Bugciidas liupfersticli in Oel gemalten SClllälChlSlück 
den Preis dieser Al-iadeiiiie, auf welchen 1808 ein zweiter folgte, 
da sein Bild nach dem lebenden Modell als das beste erkannt 
wurde. Ducli war es ihm damals noch nicht vergönnt. seine 
ganze Zeit dem regelmässigen liiinststudiuin zu widmen; er musste 
nach dem 1806 erfolgten Tod seins Vaters zur Erhaltung der Fa- 
milie beitragen und ilurch" Ziminermalcreien sich die Mittel dazu 
versclialfcn. Ein gleiches musste er anfangs auch in München
        

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