Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Santi, Antonio - Schoute, Jan
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1790505
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1794552
Schncrr , 
J oh. Christian; 
Schnctz, 
Jean Victor. 
393 
die Herodias mit dem Haupte 
im liloster zu lirems 1722. 
dermordes nach Rubens, und 
Tiiufers nach Jordaeus. Starb 
des 
Maler an 
Jahre. 
Sehnerv, Johann Christian, 
in Meissdn. Smrb 1795 im 71. 
der 
Purzellanmauufaktur 
schrien: Jean VICtOPi Historien- und Genremaler, einer der 
aiisgezeiehnetsten und geistreichsten Meister der neueren französi- 
schen Schule, wurde 1'237 zu Versailles geboren. Sehnetz liiini in 
jungen Jahren nach Paris, wo damals die Schule David's auf den 
Gipfel des liulimes sich erhoben hatte, und daher eilten alle Ta- 
lente von Bedeutung nach Paris, da hier zugleich auch fast alle 
l-lauptwerko der Malerei in ein Central-Museuni vereiniget waren. 
Auch Schiietz wurde in David's Schule aufgenommen, wo jeder 
strenge in der Zeichnung geübt seyn muste, bevor er den Pinsel 
zur Hand nehmen durfte. Schnetz hatte aber als Jüngling von 
zwanzig Jahren auch schon in der Malerei Fortschritte gemacht, 
die David als höchst bemerkenswerth erklärte. Der Meister er- 
kannte damals in seinem Schüler einen eifrigen Beobachter seiner 
Lehren, denen aber zuletzt wenige iiiehr treu blieben. Auch 
Schiietz folgte später seinem eigenen Genius, und eilte auf der 
ihm von diesem vorgeschriebenen Bahn zum liuliin. 
Das erste Gemälde, welches ihn 1810 öffentlich bekannt mach- 
te, und zu den grüssten Hoffnungen berechtigte, stellt den Tod 
des General Colbert vor, wie er die letzten Worte aushancht, das: 
sein Tod eines Soldaten der grossen Armee nicht unwerth sei, da 
er die Engländer, die letzten und ewigen Feinde Frankreichs, flie-i 
hen sehe. Solche 'Cumpositi0nen fanden damals im Allgemeinen 
Anklang, und wenn daher dieselben auch den Anforderungen ent- 
sprachen, die man an den darstellenden Maler machte, so blieb 
die Nliihe nie unberiicksichtiget. Landon beschreibt daher dieses 
Bild mit Vergnügen, und gibt es im Umrisse. Von grüsserer Be 
deutung ist ein grosses Gemälde von 181g, womit er sich bereits 
seinen Bang unter den besten Meistern der französischen Schule 
sicherte, da dieses Bild nicht nur in der Zeichnung, sondern auch 
in Schönheit und liraft der Farbe Vorziige bietet, während Sclinetz 
im Colorite nicht immer glücklich ist. Dieses Gemälde stellt den 
barmherzigen Samariter dar, und befindet sich in der Cathedrale 
zu Valence. Ein gleichzeitiges Bild zeigt den Propheten Jereinias 
auf den Trümmern von Jerusalem weinend. und ist ebenfalls von 
grosser Schönheit der Färbung, so wie von tüchtiger Behandlung. 
Hierauf erhielt er vom Ministerium des kiiiiigl. Hauses der Auftrag, 
für den Saal der Marscliälle den grossen Conde in der Schlacht 
von Senelf zu malen, ein grosses Bild, welches 1822 an den Ort 
seiner Bestimmung kam. In demselben Jahre malte er auch im 
Auftrage des Ministeriums des Inneren ein Bild, welches eine Scene 
 dfr Legende der heil. Genovefa zum Gegenstande hat, wie sie 
Dämllßh während der Belagerung von Paris Lebensmittel austheilt. 
Etwas später ist das grosse Gemälde in der Cathedrale zu Tours, 
welches auf dieselbe Veranlassung entstand. Es ist dies: die Dar- 
stellung des heil. Erwin, wie er mit dem Armen den Mantel 
theilt, ein Bild. wovon es imliunstblatt von 1321 heisst, es mache 
durch die Wahrheit und Lebendigkeit des Ausdruckes, durch die 
Ilarlnßnie aller Theile, durch das Feuer und die Meisterl-iaftigkeit, 
mit der es ausgeführt ist, einen gewaltigen Eindruck, der durch 
hie Einfachheit der Compusition nur noch verstärkt werde. Wre- 
niger günstig wurde du ein etwas früheres, ebenfalls grosses Bild 
beurtheilt, die Schlacht von Rocroy 1645, jetzt in der historischen
        

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