Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Santi, Antonio - Schoute, Jan
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1790505
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1794323
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Schmiel, 
Ernst. 
Schmisek 
oder 
Schmiseg , 
Hans. 
Schmiel, Ernst, Porzellanmaler in Berlin, ei.n Künstler unserer 
Zeit, ist schon seit mehreren Jahren vortheilhaft bekannt, durch 
geschmackvolle Arbeiten, deren Ausführung auf einer eigenen, 
von ihm erfundenen Technik beruht. Er machte eine für die Por- 
zellanmalerei wichtige Erfindung. Es ist diess ein Zeichengrund, 
der mit dem Pinsel auf das Porzellan aufgetragen wird und in je- 
der beliebigen Farbe gegeben werden kann. Sobald dieser Grund 
völlig ausgetrocknet ist, kann mit kreideartigen "Pastellen, die 
Schmiel ebenfalls in allen Farben liefert, darauf gezeichnet wer. 
den, so dass colorirte Zeichnungen nach Art der Pastellmalerei in 
dieser Methode dargestellt werden können. Das Verfahren dabei 
ist dasselbe, wie beim Zeichnen auf Stein, nur darf beim Durch- 
zeichnen bloss Bleistift gebraucht werden. Auch schadet weder 
Staub noch Feuchtigkeit, wenn man den Grund vor der Einschmel- 
zung gut austrocknen lässt. Es genügt hier selbst bei Arbeiten 
'von bedeutender Grösse eine einzige Einschmelzung und nur bei 
der höchsten Ausführung müssen die Malereien zweimal durch; 
Feuer gehen, so dass in wenigen Tagen Arbeiten geliefert werden 
können, zu denen nach der früheren Methode Wochen erforder- 
lieh waren. Dabei gewährt diese Methode dieselbe Eleganz und 
Festigkeit. Der Künstler hat schon eine bedeutende Anzahl Ar. 
gleiten dieser Art geliefert. Vgl. Museum von Dr. Iiugler 1835 
r. 51. 
Schrmel, Juhus, Maler aus Berlin, war Schüler der Akademie 
der genannten Stadt, und schon um (836 nusübender Künstler. E;- 
malt Genrestüclse und Bildnisse. Dann zeichnet er auch solche, 
und malt Blumen und Früchte in Aquarell. 
SChmlgällS , Lanrlschaftsmaler aus Prag, wird in Jäcls's Pantheon 
der Lit. und Künstler Bambergs erwähnt, als um 1750 in der zu. 
lelzt genannten Stadt lebend. Er ist snmit von dem folgenden 
Künstler zu unterscheiden, aber eine Person mit dem Böhmen 
Scluuichäus, der in der Kirche zu Waldsasseu die Kapelle der 
Dreieiniglseit und der heil. Ursula gemalt hat. 
SChmiliPällS, GOOPg Fellx, Maler zu Chrudim in Böhmen , am 
beitete in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, noch 1641. Dln- 
kacz (Böhunliünstlerlexicon) sagt, 91' hübeuüßg in der Stadtliirche 
zu Chridim von ihm Bilder im Style A. Durefs gesehen. 
SChITIISBk, JOhZIHU, Zeichner und Hupferstecher, wird im Catq. 
lege der Sammlung des_Dr. Petzold: Wien Artaria 1845, er, 
wähnt, und obgleich seme Ifebenszent ufn 1618 bestimmt wil-(L 
so könnte er doch mit dem folgenden liunsller, der noch 1661 
 lebte, Eine Person seyn. In dieser Sammlung war vqn 
Schmisek ein nNeues Grqteschgen-Biichleinu mit 17 sehr 
schönen kleinen Blättern mlt Ornamenten und darin tanzende 
Paare, Fischereien und Jagden auf Vögel. Dieses Werk ist sehr 
selten. 
Schmlsek oder Schmiscg, Hans, Kupfergiechgp zu München, 
stach gewöhnlich kleine Blätter, darunter verschiedene Iilcinigkei- 
ten für den churfürstlichen Hof. In den Personalakten des königl. 
Reichsarchives zu München wird er noch 1061 unter die Hofbe- 
diensteten gezählt. Dann ist er vermuthlich auch unser Johann 
Schinsecls, der IÖZÖ verbotene Münzen stach. Unter dem Jahre 163g (im-
        

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