Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Santi, Antonio - Schoute, Jan
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1790505
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1793968
Schmidt , 
Georg 
Eriedrieh. 
vntmanns gestochen. und zwar nach einem schlechten Ge. 
miilde. Auch der Stich fiel mittelinässig aus, und daher 
wollteSchmidt nichts davon wissen. Jacohi behauptet, man 
trolle schwer Abdrücke von dieser Platte. lsl. fol. 
192) (J. 166). Der Philosoph in der Grotte, oder Anchises nach 
dem Brande von 'I'roja. Der ehrwürdige Greis sitzt im ln- 
nern einer Grotte am Felsen. aul Welchem Bücher und an- 
dere Utensilien liegen, und auf die er den rechten Arm 
stützt. Fern vom Eingange bemerkt man die brennende 
Stadt, Soldaten und Volli. Die Inschrift lautet: Dem ltönigl. 
Leib- und Feld-Medici), Herrn Hofrath J. G. Lesser, ge- 
widmet durch seinen Freund Schmidt. Tire du Cabinet de 
Nr. Cäsar Pi. van Ryn pinx. 1650. G. F. Schmidt lec. aqua 
11m1 1163. 1-1. 7 z. 5 L. Br. 5 Z. 5 L. 
I. Vor der Dedication. 
II. Mit der Schrift. 
Thänert hat dieses Blatt von der Gegenseite in gleicher 
Grösse copirt. Unten steht: Nach Schmidt von 'l'haencrt 
radirt, Eine kleinere Copie ist mit dein Namen lierko be- 
zeichnet. 
195) Gellingxiiss der gewinnsiichtigen Copisten, ein satyrisches 
Blatt auf den liuplerstecher Schleuen, der lilßlllß Schmidt 
genannt. Er wird im IYIantel und mit dreieclsigem Elute auf 
der Perücke von zwei Soldaten nach dem Gizfiingnisse ge- 
führt, wo der Schliesser seiner wartet. Ueber der gewölbten 
Thüre steht: Ach hätte ich doch den Plan von Berlin nicht 
copirt. Rechts vor einem Hause fährt eine Bäuerin auf dem 
von Ochsen bespannten Wagen. Aus ihrem Munde gehen 
die VVorte: AEtsch dit hen yi an nii verdient. Unten rechts 
im llande: zu finden in Leipzig. 
Die Polizei confiscirte Platte und Abdrücke und daher 
ltomint die äbusserste Seltenheit dieses Blattes. 
194) (J. 171). Ein Bacchanal. Drei nackte liinder nehan zwei 
Bauxnstäinen, an welchen Weinranhen sind. Unten links: 
F. Flamand invent., rechts G. F. Schmidt lec. ailua forti 
1770. H. 4 Z. g L. Br. 6 Z. 5 L.  
Die Abdrücke auf chinesisches Papier sind sehr selten. 
Bei Weigel ein seltener Probedruck l Thlr. 12 gr. 
195) (J. 108). Apollo mit der Leyer in der Linken und eine 
Hatte mit der Rechten haltend. Auf dem Buchen trägt er 
den Bücher mit Pfeilen. In der Ferne ist Landschaft, Die. 
ses äusserst seltene Blatt stach Schmidt 1738 nach einer 
Zeichnung von Cochin, als Satyre auf die Marquise de Cha- 
telet. Das Gegenstück ist folgendes Blatt. H. Ö Z. 10 L. 
Br. I; Z. 5 L. 
I. Vor der Schrift. Aeusserst selten. 
II. Mit der Schritt, ebenfalls sehr selten. 
195) (I. 108). Eine Dame an der Thüre eines Hauses mit jllvr 
Ratten auf dem liupfe, wie sie in einen Handspiegel bllClil. 
Vor ihr ist ein phantastischer Polichinelle und ein Mann 
bietet ihr eine Narrenkappc. Ueber der Thiire sind Zwei 
grosse Ratten. Diess ist eine Satyre auf die Marquise de 
Uhatelet, und das Gegenstück zu obigem Blatte. 
In Bezug auf die Abdrücke ist dasselbe zu bemerken, wie 
oben beim Gegenstüclie.
        

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