Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Santi, Antonio - Schoute, Jan
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1790505
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1793619
Schmidt , 
Georg 
Cnris t. 
Schmidt, 
GCOTg 
299 
Aquarell, Tuscln 
Buifalle belohnt 
und ruther Kreide, 
werden. 
ebenfalls 
die 
mit dem grössten 
Scbnndt, Georg Christoph, Iiupfersteclter und Mechanikus, auch 
Schriftsteller. stand im Dienste des Herzogs von Weimar. Er ra- 
dirte viele Blätter, meistens Bildnisse und Prospekte, was sich aber 
alles nicht viel über das Mittehniissige erhebt. Zu seinen besten 
Blättern gehören die Bildnisse des tiufrathes J. E. Walch und sei- 
ner Gattin, nach J. G. Schenk 1772 raclirt. Starb um 1815. 
SCllmldt, GOOPg FPICdPIClT, Zeichner und Iiupferstecher, einer 
der berühmtesten Künstler des 18. Jahrhunderts, dessen Werke immer 
hoher Achtung stehen werden a). Er wurde 1712 zu Berlin gebo- 
 ren, und als der Sohn eines armen Tuchmachers sollte er auf glei- 
chem NVege seinen Unterhalt sich sichern. Allein Schmidt hatte 
eine tinwirlerstehliche Neigung zur zciehnenclenliunst, welche aber 
seine Eltern nur in so ferns befriedigen konnten, dass sie ihn dem 
unentgeldliehen Ünterrichteän der k. Akademie beiwohnen liessen. 
Allein der Vater wollte den linaben nach einiger Zeit wieder mit 
Schärfe zu seinem Geschäfte verwenden, und er wiire für die Kunst 
verloren gewesen, wenn nicht die Vorstände der Akademie selbst 
den liupterstcchcr Georg Paul Busch ihm zum Lehrer bestimmt 
hätten. Dieser Busch war nichts weniger als ein tWIeister hohen 
Ranges. er leitete aber den Unterricht gewissenhaft und wirkte be- 
sonders darlnrch wohllhiitig auf seinen Schiiler ein, dass er ihm 
gute Vorbilder gab. Nach drei Jahren (1750) Würde Schmidt in 
das Artilleriecnrps eingereiht, ein Umstand, der seine Ilntfnungcn 
vernichten musste, wenn der Artillerist die gehörige Grösse er- 
reicht hiitte. Nach sechs Jahren erhielt er seinen Abschied, und 
nun gedachte er wieder mit ganzer Seele der Kunst obliegen zu 
können, während er in den verflossenen sechs Jahren nur in den 
Nebenstunden bei Busch sich üben konnte. Allein jetzt musste er 
der Eifersucht eines seiner Mitschüler weichen, und sah sich so 
neuerdings in hiilfloser Lage. Doch war er bereits im Stande Un- 
terricht im Zeichnen zu ertheilen, was ihm seinen Unterhalt si- 
cherte und die Fortsetzung seiner Studien an der Alaadernie gestat- 
tete. Endlich fnnd er auch Gelegenheit nach Paris zu reisen, zur 
Erfüllung dieses lang gehegten Wunsches blieben ihm aber nur 100 
'I'haler, die er für dasßildniss des Patriarchen Dorostanus von Con- 
stantinopel (Nr. 93) erhalten hatte. Sein Beisegefährte war Dr. 
Ilödcr, und in Strassburg traf er mit Wille zusammen, mit wel- 
chem Schmidt Zeitlebens in inniger Freundschaft lebte. Sie Isa- 
inen im Juli 1756 in Paris an, Schmidt ohne Empfehlung, mit ge- 
ringer Bnarschaft, aber mit dem festesten VVillen, sich in seiner 
Kunst gründlich auszuhildcn- Er ging,gcrn(len Wegs zum Maler 
Lämcret, dem Freunde des preussischen Hofxnalers Pesne, und trug 
ihm sein Anliegen vor. Laueret war mit seinen Arbeiten vollkom- 
men zufrieden, {und fiihrte ihn selbst zum Huyferstcchcr Larmessin, 
der auch sogleich erklärte, er wolle den jungen Iiiizistler unent- 
 
Die Biographie in llcincckds Nachrichten von Künstlern: 
LPZ- 1768  69, ist nicht ohne Verwechselung. Die sicher- 
sten Angaben sind in (JakubPs) Catalugue raisunnd de VPQCUVW 
de G. F. Schmidt. A Londres 1789: Deutsch Berlin" 1355- 
DiCSßr liegt hier zu Grunde. Jn Chcv. de (llaussufs Cal- 
dcs ocuvrgs (lc Rmulammlt. II. 158. ist ebenfalls das Leben 
dieses Muxslers beschrieben.  
w
        

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