Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Santi, Antonio - Schoute, Jan
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1790505
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1793481
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Schlotthauer , 
Czirl. 
Schlüsselbergcr , 
Gabriel. 
angefeuchtet zu werden braucht, su tritt hier nie wie beim Frescn 
die Nuthwendigheit ein. das schon angefangene Stück, wenn man 
damit im Laufe eines Tages nicht fertig würde, wieder herunter- 
schlagen zu lassen, und das Ganze noch einmal zu beginnen. Man 
kann mit der Ausführung innehalten, und damit furtfahren, wn 
und wann es beliebt, nicht minder auch nach der ersten Vollen- 
dung des Bildes das Ganze nochmals übergehen. und in Stimmung 
bringen, bis es zum Befestigen mittelst der Bindung fertig ist, so 
dass mit l-liilfe dieser Malerei die surgfältigste Ausführung, die 
feinste Modellirung der Form, die zarteste Verschmelzung mit n]- 
ler Bequemlichkeit erreicht werden kann. 
Gegenwärtig sind in Schlotthanefs Atelier mehrere Gemälde 
in sterenchromatischer Manier in Ausführung, selbst auf Leinwand. 
In dem bei AschaPfenbui-g von König Ludwig erbauten neuen pmu- 
pejanisehexi Haus, Wll'(l bei der äussercn Bemalung desselben in 
Bälde die erste Anwendung dieser neuen Methode im Grussen 
statt finden. 
Dem Prof. Schlotthauer verdanken wir auch eine lfßinillhe 
Cnpie von Holbein's Todtentanz in Steindrucli, von welcher wir 
schon im Leben Holbehfs gesprochen haben. Die 53 Blätter die- 
aes Werkes begleitet ein Text, München 1852- Die trelllichen C0- 
pien sind von tioegerl lithograptiirt. Im Jahre 1815 erschienen zu 
Paris diese Cupien auch mit französischem Text: La danse des 
morts dessince par H. Hoibein, gravce sur pierre par J. SClllut. 
thauer, expliqiuie par H. Fortoul etc -J.G.Schreixirr lithngrapllirle 
ein Bild der heil. Familie, welches der vur kurzer Zeit verslurlaene 
llufprediger und Dumherr Hauher hesass. Ehen derselbe lithtigm- 
phirte auch ein herrliches Brusthilrl des lleilundcs, im Besitzeitles 
H. v. Iirnnzmayr in München. llcllmuth zeichnete ebenfalls eine 
heil. Familie auf Stein. 
SChIÜtthaUCP; Garl; Landschaflsmaler, geh. zu München 1305 
genoss den Unterricht seines Onkels, des beriihmtenJuseph Schlau: 
hauer, und besuchte zur weiteren Ausbildung die Akademie der 
Künste der genannten Stadt. Später unteruuhnz er Reisen im, 
bayerische Hochgebirge, nach Tirol u. s. w., und fertigte bei die. 
ser Gelegenheit eine grosse Anzahl von Zeichnungen, deren er 
 mehrere in Oel ausfiihrte. Es sind dieses Landschalten mit Archi. 
tektur, und anderen Ansichten, Bilder, welche einen tüchtigen Mei- 
ster verrathen. Sie gingen in verschiedenen ßesitz über. Schlot:- 
hauer ist Professor der Zeichenliunst in Lindau. 
SGlIlÜClIIBT, W11 liupfersteclici- und wahrscheinlich auch Maler, 
ein nach, seinen Lebensverhältnissen uns unbekannter Künstler. 
lebte in dvr zweiten I-liillle des 13. Jahrhunderts. Er ist wahr- 
scheinlich jener Schluchter, dessen Fiissly nach einem lintaluge der 
Wölifeltlfsclieil Zeichnungen erwähnt, UllllE weitere Axigabe. Wil- 
kennen folgendes gut radirte Blättchen von ihm: 
Maria mit dem Kinde an der ßrusL, nach Agostino Cm. 
racci 1798 radirt, 8- 
SChIÜSSiL-blbßrgßf, Gabriel, nennt Papillon einen Formschneidep, 
der im 16. Jahrhunderte in Deutschland gelebt haben soll. Diese,- 
Name ist indessen noch nicht historisch begründet, "u" G. 5_ 
kommt auf alten Blättern vor, die aber auch einem qndcreru Künstler 
angehören lkiilnnrn. Solche Blätter stnllcxx die Arbeiten des Herku, 
les dar, Burtsch IX. m0.
        

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