Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Santi, Antonio - Schoute, Jan
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1790505
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1793385
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Schlick , 
Benjamin. 
Schlick , 
hard und Emma findet, ä lebensgrosse Figuren. Ein Genrebild aus 
jener Zeit stellt einen blinden Greis mit seiner Enkelin vor dem 
Madonnenbilde betend dar, ein anderes einen Edelknaben. Die 
grössere Anzahl seiner Werke bestehen in männlichen und Weib. 
liehen Bildnissen. 
SChllCk; Benlamln, Architekt und berühmter Zeichner, bildete sich 
auf der k. Akademie zu Copenhagen, und begab sich als Pensionär 
dieser Anstalt nach Paris. Hier vollendete er als solcher 1320 ein 
Werk über das Odeontheater, welches die Architektur dieses Ge- 
bäudes nach allen Details, in miniaturartig, mit der höchsten Ele- 
ganz ausgeführten Aquarellzeiehnungen darstellt. Hierauf kehrte 
er nach Copenhagen zurück, und ward daselbst zum Mitgliede 
der Akademie ernannt, ging aber wieder nach Paris, und beschäf- 
tigte sich im Auftrage Carl's X. mit Ausführung eines ähnlichen 
Zeichuungswerkes, welches in einem Grossfoliobande eine Parallele 
der vorzüglichsten Theater von Paris und einiger anderen französi. 
scheu Städte enthält, und mit allen accessorischen Verzierungen 
ausgestattet ist, welche die Eleganz eines solchen Albums crhöhcn 
können. Zugleich besorgte er die neue Einrichtung des Theau-e 
des Variötäs, und wiederholte Reisen nach London gaben ihm 
Veranlassung zu einem grossen Projekt für den Saal der Pülfäliayn- 
mer, nach der 'Weise der Thermen des Caracalla prachtvoll veh 
ziert. Die Üebergabe des genannten Werkes an Carl X. wurde 
durch die Ereignisse von 1850 verhindert, und es blieb in den 
Händen des Künstlers. Jetzt verliess Schlick Paris, und besorwte 
im Auftrage des Grossherzogs von Baden die neue Einrichtung fies 
Carlsruher Theaters. Hierauf ging er nach Rom, wo er auch das 
Theater des Herzogs von Torlonia mit einem nach seiner Erßm 
dung neu construirten Vorhang versah. Er hielt sich mehrere Jahre 
in Italien auf und zeichnete eine Menge von Ansichten, Plänen 
und Details aus allen Theilen dieses Landes. Eine Reihe enthält 
zierlich ausgeführte Aquarellzeichnungen einiger etruskischen Gr5_ 
ber von Corneto, nebst Proben ihrer Gemälde und Verzierungen 
Am meisten hat sich aber Schlick mit dem Studium der Ueberreste 
von Pompeji beschäftiget, und die ihm eigene liunst des Aquarell- 
malens ist hier vorzüglich in Abbildung malerischer Ansichten der 
Ruinen und in den vol-lendetsten Miniaturcopien ihrer Gcmäldg 
in Anwendung gekommen. Wie an den Wänden in Pompeji so 
sind auch in diesen Nachbildungen alle Gründe glänzend, allelld- 
nieu und Figuren glanzlos gehalten, Alles mit solcher Kunst be- 
handelt, dass selbst die feinste helle Linie ausgespart ist. Aussag- 
 den trclilicheu Nachbildungen hat Schlick auch mehrere liestaura- 
tionen in Zeichnung unternommen, namentlich einige Wände und 
Gebäude von Pompeji, und die Säulen in der Halle des Palazzn 
vecchio zu Florenz, die ursprünglich nicht mit farbigen, so"- 
dern mit weissen Stuccoornamenten verziert tvaren. Schlick ist; 
Iiammerherr des [ierzogs von Lucca, und mit Decurationen und 
Iihrendiplaamext reich bedacht. Seine Arbeiten dürften Eigenthum 
einer Regierung werden. Wir haben von ihm auch eine Schritt; 
RQPPON fait ä PAcademie des beaux-arts de l'Institut de Franco 
sur le chemin souterrain dit Tunnel etc.  
SChhCka G's Maler in Leipzig, stuxlirte auf der Akademie seine;- 
"Vaterstadt, und unternahm dann zur weiteren Ausbildung eine 
Reise nach Berlin und nach Paris. Er ist virahrschcinlich jener B. 
G. Schlick, der um 1828 in Berlin architektonische Ansichten mnlte. 
G. Schlick malt aber auch schöne Gcnrcbildcr. Für Dr- Pullrlßlfs
        

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