Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Santi, Antonio - Schoute, Jan
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1790505
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1792851
Schidone f 
Bartolomeo. 
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führte. Sein Werk sind die Bilder, welche die Matronen vor Co- 
riolan, und die Harmonie vorstellen. letztere durch sieben Frauen- 
gestalten. Iin Dnme zu Modena ist sein Gemälde jnit St. Gemi- 
niano, der ein Iiind vom Tode erweckt, eines der vurzüglichsten 
Werke des Meisters. Dann malte Schidone auch mehrere Bildnisse 
von Prinzen des Hauses Modeiia, deren sich ebenfalls noch einige 
vorfinden müssen. In der Akademie zu Padua ist ein grnsses Oel- 
bild des Meisters, eine Pieta. Von sulcbciu Umfange findet ninii 
äusserst selten VVerlie Schidone's, und selbst die kleineren sind 
nicht häufig. In der heil. Iiirclie zu Loretlo malte er zu den Sei- 
ten eines Bildes von F. Bellini die Geburt der heil. Jungfrau und 
jene des Heilundes. In den Studj und in der h. Gallc-rie zu Nea- 
pel sind mehrere Gemälde dieses Meisters. in Welchen er vorilieit- 
lialter als sonst irgendwo erscheint. Da sind zwei liebliche heil. 
Familien, zwei liiiider mit der Lerntalel, und eine Charitas mit 
drei Betielltinilern im Geschmacke des Mui-illo. In diesen Bildern 
der genannten Gallerie spricht sich das Geliihl dieses Meisters auf 
das anmiithigste aus. In der Gallerie zu Parma ist eine (irable- 
gung mit sieben lebensgrusscn Figuren. Dieses Bild war unter 
Napuleon im Cantralinuseum zu Paris. In der Gallerie zu Turin 
sind zwei sich umannende liiiider. 
Auch im Auslande sind verschiedene Werke dieses Meisters. 
In der h. Eremitage zu St. Petersburg sieht man eine Madonna 
mit dem Iiinde, welches ein hölzernes Iireuz hält. Auf einem 
zweiten Gemälde dieser Sammlung hält Maria das in ein Hemd 
bekleidete Iiind in den Armen. Dieses hat einen Vogel in der 
Hand. Ein drittes Bild zeigt Amor auf einem weissen Tnchc ruhend, 
ehedem in Malmaison. Ein Paar andere Werke, welche in der 
Eremitage den Namen Schiclonds tragen, scheinen nicht ächt zu 
seyn. Ein weiteres Gemälde dasclbst: die himmlische und irdische 
Liebe in einer Landschaft, muss Schidoiie nach D. Canipagnula 
copirt haben, da beide Namen darauf stehen.  
Im Museum des Louvre zu Paris sind drei kleine Bilder die- 
ses Meisters. Das eine enthält eine heil._Faniilie, auf dem ande- 
ren tragen die Jünger beim Fackellichte eines Engels den Heiland 
zu Grabe, und das dritte stellt den Leichnam Christi am "Grabe 
dar. Magdalena unterstützt ihn, und die Junger und heiligen 
Frauen sind dabei. Die heil. Familie der Gallerie Orleans, mit 
Maria und Joseph und dem in einem Buche lesenden Iiinde, ist 
iu England.   
In der k. Pinakothek zu München sind einige kleine Bilder 
von hohem Werthe: die reuige Magdalena mit zwei Engeln, wo- 
von der eine den Tbdteiiltopf, der andere das Gefäss trägt; die 
Ruhe der heil. Familie beim Laternenscheine an einem Hause und 
bei untergehendem Monde; Loth und seine Töchter, Brustbilder; 
die reuige Magdalena vor dem Üfndtenlsopfe mit Buch und lireuz 
in den Händen.   
 In der Gallerie des Belvedei-e zu Wien sieht man ein Gemälde 
mit den lehepsgrossen Figuren des Heilandes und der Jünger in 
Einaus ain Tische, und dann bewahrt diese Gallerie auch ein klei- 
nes Bild der Grablegung. In der gräflich von Thurdsehen Samm- 
lung zu Wien ist ein herrlicher Sibyllenhopf, dann das Bild mit 
Joachim und Anna und dem. kleinen Johannes. 
In der Gallerie des Museums zu Berlin ist eine Madonna mit 
dem Iiinde, welches ein Kreuzchen hält, in kleinem Formate. 
Die h. Gallerie zu Dresden beivahrt zwei treFHiche Bilder von 
Schmaus, und darunter eine heil. Familie mit lebensgrossen gen-
        

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