Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Santi, Antonio - Schoute, Jan
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1790505
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1792822
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Schick , 
Peter. 
Schickharl , 
Heinrich. 
ihre Anwendung den Tadel des griissten Theils seiner Iiunstgenns- 
 Welche hierin einen auffallenden Verstoss gegen die Natur zu 
erkennen glaubten. Denn dn man nach den gewöhnlichen Begrif- 
fen vom Ideal dasselbe nur auf die menschliche Gestalt beschränkte, 
so ward ein ideales Colorit, welches Schick in einem gewissen 
Sinne in der Sphäre dcr liunst ansprach, fiir widersinnig und 
der Natur entgegen gehalten. 
Die Bildnissmalerei iibte er in Rom nur, vreil sie ihm leichteres 
Blittel zu seinem Unterhalte war. Er musste dabei oft der Laune 
und dem Unverstainle der Leute nachgeben, was ihm am guten 
Gelingen der Werke hinderlich war. Vollkommene Freiheitgewiihrte 
ihm die Familie des Herrn von Humboldt und die Bildnisse der- 
selben sind Meisterwerke. 
Die wenigen von ihm hinterlassenen Landschaften sind nicht; 
wirkliche Naturscenen, sondern ideale Compositionen, für die auch 
bei andern Künstlern seiner Zeit der Sinn wieder erwachte. E;- 
verlangte von diesen Vorwürfen eben sowohl poetischen Eindruck 
als von historischen Gegenständen, und daher konnten ihn land- 
schaftliche Darstellungen, deren Verdienst nur in Nachahmung der 
Wirklichkeit besteht, ohne zum Geist und Gefühl des Betrachters 
zu sprechen, wenig befriedigen. Die von ihm erworbene Geschick- 
lichlieit in der Ausführung dieser Gegenstände ist, wenigstens in 
Beziehung auf die damalige Zeit, um so auffallender, da er nie auf 
dieselben ein besonderes Studium verwandte. so wenig als auf die 
Bildung der Thierc, die er ebenfalls mit glücklichem Erfolge dar- 
stellte, wenn ihm dazu Gelegenheit in seinen Werken dargeboten 
ward. Mehrere Landschaften, von ihm in ächt Poussiifschcn Sinne 
erfunden, befinden sich im Naehlasse Thorivalrlsenß, der die  
zeugnisse neuer liunst sammelte. 
Die stiiten Fortschritte, die er während seines Aufenthaltes in 
Rom zeigte, lassen mit allem Grunde vermuthen, dass er es noch 
viel weiter in der Iiunst gebracht haben würde, wenn ihn nicht 
der Tod in der Bliithc seines Lebens dahin gerafft hätte. So würde 
er unter andern den an seinen Oelgemälden mit Hecht getadeltqn 
Fehler sichtbarer Schraliirnngen bei einem längeren Leben völlig 
abgelegt haben. da er ihn spiter selbst erkannte, und sich bereifs 
von demselben zu entfernen bemühte. 
Schick, Peter, Maler, arbeitete in aß.- zweiten 1mm des 17. m". 
hunderts. J. Schweizer stach nach ihm die Bildnisse der Freiherren 
Georg und Friedrich von Scliwarzenberg, und J. de Visscher das 
Portrait von Versellius. 
WEIT um 
Schicker, Christian Gottfried Emanuel, Maler, 
an der Porzellamnanulklstur in Meissen thälig. 
13,2 
SCIÜGIKGIIGIIZ, HHHS, Steinmetz zu Dresden, war in derlerstcn 
Hälfte des 16. Jahrhunderts thätig. Er war 1527 Brückcnmeisteg 
 und Steinmetz der Iireuzkirche zu Dresden. Im Magazin der säch- 
sischen Geschichte I. ßg. wird ihn muthmasslich der Bau der Hof. 
mühle (1520) beigelegt. Im Jahn; 15574 baute er das Herzog Geur- 
gen-Schloss, und dann ist auch der steinerne Todtentanz sein 
Werk, welcher in 27 Figuren im Basrelief besteht. 
Schißkhart: Heinrich: Bildhauer von Singen, ist einer der tüch- 
tigstcn Meister der Ulmer Schule. Er war Bürger zu Ilerrenberg. 
und daselbsß um 1517 lhätig. Im Chor der Sgiftslaircixe de_r genanu- 
ten Stach sind die mit schönen Flachrcliefbn gcziertcn Ghurstühlg
        

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