Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Santi, Antonio - Schoute, Jan
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1790505
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1792782
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Schiavoni , 
Felicc. 
vv-x 
Schick , 
Gotllieb. 
SChiQVOUi, Felice, Maler, geb. zu Triest 1305, wvurcle von seinem 
Vater Nntale in der liunst unterrichtet, und begab sich dann zu;- 
weiteren [Xnshildnnq nach Wien und Mailand. Wiu er mit einer 
heil. Familie in llufueYs Weise den Preis der Akademie gewann. 
Später trat er in Venedig als nnsiihcntler Künstler auf, wo in nn- 
serer Zeit die Scliiavuni der allcnSchnle wieder nnuenGlanz verlie- 
hen. Police malt kleine Bilder in der Weise seines Vaters, und 
biblische und anclere religiöse Darstellungen für liirchen. Dann 
haben wir von ihm auch Bilder aus der Prufangeschichte untl der 
Mythologie. so wie allegnrische Darstellungen und Portrnite. lil- 
Q folgte bisher einer ernsteren Richtung, als sein Vater, und leistete 
in derselben theilweise Ausgezeichnetes. Duch besitzt er ebenfalls 
die Gabe zur Darstellung schöner, besonders weiblicher und j"- 
gendlichcr Formen, in der der venetiunischen Schule cigenthiimli- 
chen Gluth der Färbung. In der Technik sind die Schiavoni alle 
Meister. Er ist Mitglied der Akademie in Wien- 
Sßhlavünl , GIOVÜDUI, Maler, geboren zu Triest 1804, erhielt den 
ersten Unterricht von seinem Vater Natale, und besuchte dann, 
wie sein Bruder Felice, zur weitem Ausbildung die Akademie i" 
YVien, wu er in kurzer Zeit seinen llul griirldcte, zunächst durch 
sein Bild des lVIuses, der yvagser aus dem Felsen schlägt: Dieses 
schöne Bild, welches 2 F. 6 Z. hoch ist, lmufte der lialser von 
Gestern-ich, und liess es in rler Gallerie des Belvedere aufstellen, 
wo man selbes noch gegenwärtig sieht. Später kehrte er nach Ita- 
lien zurück, und jetzt arbeitet er in Venedig zum Buhrne jener Stadt. 
Schiavoxii malt historische Darstellungen und Genrebllder, und lebt 
mit Vater und Bruder im schönsten Vereine. lär theilt_auch die 
Vorzüge, welche den Werken der genannten Iiunstler eigen 5111i 
SChiCk, GOllllieb, Historien- und Landsehaftsmaler, einer der he. 
deutendsten Meister aus der Zeit des Wiederaufblüiiens der Kunst; 
der sich mit E. Wächter u. a. an A. J. Carstens anschliesst, "H4 
ungleich edlere und mit reinem Gefühle clui-cligebi-lclete Werke 
schuf, als David und seine Schule. Er wurde 1779 zu Stuttgart 
geboren, und zeigte schon als Iinahe eine unwiderstehliche Nei. 
gung zur Kunst, welche kein Nlachtspruch hemmen konnte. Der 
damals berühmte Hetsch erkannte aber das herrliche Talent de; 
Iinaben, und bildete es tnit edler Sorgfalrzur Iiunst heran, bis 
1798 Schick Stuttgartüverhess, mn zu Paris in David's Schule nach 
damaliger GGWOhXlllClt sein weiteres Hell zu suchen. Allein er 
konnte sich in seinem richtigen Gefühle mit den daselbst herrschen- 
den liuustansiehten wenig befrcunden, und nur die allgemeine An- 
torität, welche die Schule für sich halle. und insbesondere David's 
grosser Ruf konnte das in ihm rege gewordene Misstrauen einige 
Zeit zuriiekdrängen. Allein er konnte sich dennoch nicht in die 
Manier der französischen Schule fügen. und nahm nur 50 viel 
von derselben an, was er später in Rum wieder mit leichter Mühe 
abstreifen konnte, Indessen blieb sein Talent dem [Vleister David 
nicht verbor en, und dieser sprach sich selbst heifällig darüber 
aus, in der iiieinung, dass die neue Lehre zuletzt doch mit Er. 
folg in ihm Besitz fassen werde. 1m Jahre 1802 kehrte Schick mit 
Ehre und Auszeichnung in die Heimath zurück, und erfreute sich 
in Stuttgart noch sechs Monate des Rathes Danneckeräa, worauf 
er die Reise nach Rom antrat, dem Ziele seines Strebens. Schick 
gelangte da mit. wahrem Iiunstsinne und mit eiiipfünghchem Ge- 
xiiiiliie an, und jetzt geht]; es ihm bald zur Ußbßfßlllälllllmllllg
        

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