Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Santi, Antonio - Schoute, Jan
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1790505
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1790757
Sarazin 
oder 
Sarra zin, 
Jacques. 
Sarazin, 
Jnques. 
13 
von Borgnet zwei Landschaften aus dem Cabinet Poullain, von 
Jubier: le herger surpris und les baigueuses. Sarazin starb um 1795. 
Wir haben von ihm auch radirte Blätter. 
i) Divers paysages inventöes et gravöcs per Sarazin ä Paris. 
Folge von 6 numerirten Blättern, lal. qu. fol. 
2) Eine Folge von sechs anderen Landschaften und Marinen. 
Filip Sarazin sculp., qu. 8. 
Sarazin oder Sarrazm, Jacques, Landschaftsmaler, wahr- 
svheinliclu ein Schweizer von Geburt, unternahm verschiedene Rei- 
sen, und fertigte auf diesen eine grosse Anzahl von Zeichnungen. 
Die meisten sind in Bister atlsgeliihrt. Dieser Sarazin lebte um 
1765  70 in Basel. Er ist wohl jener liünstler, nach welchem 
Martin: Vue: de Cötes de Siberie uucl Tempäte präs (le Siberie 
gestochen hat.  
Sarazin oder Sarrazm und Sarrassm, Jacques, Bildhauer 
und Maler, wurde 1590 in Noyon geboren, aus einer achtbaren 
Familie, die auch in Perraulfs Werk: Hommes illustres, er- 
scheint. Den ersten Unterricht im Zeichnen und Modelliren er- 
theilte ihm Guillain sen. zu Paris, und dann ging er nach Italien, 
wo er während eines Aufenthaltes von 18 Jahren viele Werke 
ausfiihrte, die ihn unter den Nachahmer-n des Michel Angeln vor- 
theilhaft bekannt machten, und auch jetzt noch Beachtung verdic- 
nen, obgleich er einer etwas ausschweifenden Manier huldigte. In 
Rom beschäftigte ihn zuerst der Cardinal Aldobrandini, der ihm 
den Auftrag gab, in seiner Villa zu Fraseati einen Atlas und einen 
Polvphem in IYIai-mor auszuführen. Diese beiden Figuren muss- 
teniFontaitien zieren, und Wasser ansgiessen. In Frascati wurde 
er mit Dominicliino heltnnnl, der tiirht ohne Einfluss auf Sarazin 
blieb, obgleich Miehel Angeln stets sein Vorbild war, mit dessen 
Grossartiglteit er die Grazie und Anmuth vermiihlen wollte, ein 
Streben, welches ihn öfter einer unerfreulichen Manier in die Arme 
führte. Saruzin machte aher dennoch Epoche, sowohl in Italien, 
als später in Irzinlsreich, wo er für die Sculptur dasjenige wurde, 
was Vonet in der lYIalerei war, das Haupt einer zahlreichen ma- 
nierirten Schule. 
Von Rom aus begab sich der Iiiinstler nach Florenz, wo ihm 
die Akademie ihre Thure öffnete. Selbst der Grossherzog beenrte 
ihn mit einer goldenen Iiette. In Turin fertigte er die lleitersta- 
tue des Herzogs Victor Amadeus L, den Reiter von Erz und das 
Pferd von Marmor. Ins Vaterland zurückgekehrt meisselte er 
zuerst in Lyon für die Carthause einen St. Bruno und den Täu- 
fer Johannes, zwei seiner gelungensten Arbeiten, und um 1623 
liess er sich in Paris nieder. Hier waren vier Engel in Stucco am 
Hauptaltar zu St. Nieolas-de-Champs sein erstes öffentliches Werk, 
und zugleich der Grund zu grossem liuhme. Von dieser Zeit an 
beschäftigten ihn der Cardinal von Richelieu und anderen Grossen 
des Reiches, wie der Marsehal d'F.lfiat, der ihn im Schlosse Chilly 
beschäftigte, wo Sarazin den Vouet kennen lernte, dessen Nichte der 
liullßller heirathete. Der Staatssekretair Mr. des Noyers übertrug 
ihm die Ausführung der acht eolossalen Caryatiden am grossen Pa- 
villon des Louvre, wozu aber Sarazixi nur die Modelle fertigte. 
Hierauf nahm die Königin Anna seine liunst in Anspruch, zu- 
nächst zur Vollziehung eines Gelübdes. Sie liess einen 15g Fuss 
grossen silbernen Engel giessen, der ihr erstes Bind (LudwigXIVQ 
in derselben Schwere in Gold der heil. Jungfrau darreichte. Im 
Jahre 1045 fertigte er aus Auftrag jener Königin für die Je-
        

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