Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Santi, Antonio - Schoute, Jan
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1790505
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1792427
Sdxelvm- , 
Franz. 
August 
Selbstbiographie in A. v. Schaderßs artistischem München im Jahre 
1835 scheint es ihm interessanter gewesen zu seyu, die Professuren 
des Gymnasiums zu carrilsiren, was ihm einen vier-zehntägigen Ar- 
rast zuzog. Hierauf erhielt er vom Portraitmaler H. Neelmayu- 
regelmässigen Unterricht im Zeichnen, und 1826 wurde es ihm 
möglich durch Unterstützung seiner Vaterstadt auf der Akademie 
zu München seine Studien fort zu setzen, welchen er jetzt sechs 
Jahre ununterbrochen oblag. Ergahauchhald Proben eines tuchtigen 
Talentc-s, besonders fiir das Genrefacb. Su wurde auf der litltlst- 
ausstellung von 1829 sein mit Laune aufgefasstes Bild eines falt- 
renden Gutshesitzers. der einem Ilandwerlssburschen Almosen gibt. 
mit Vergnügen gesehen. Jetzt versuchte er sich auch in Schlacht- 
compusititmen, und das erste Bild dieser Art. weifiilßäjiln 1333 
auch in der Heimath vorthcilhaft belsannt machte, ist eine Scene 
aus der Schlacht bei Hanau, welche der Herzog von Braunschweig 
heulte. in Hannover malte er dann den Vice-König Herzog von 
Cambridge und dessen Sohn, den Prinzen Georg, umgeben von 
den Gcneralen und Oberuffizieren der hanntiveranischcn Armee, 
alle nach dem Leben. Dieses schöne Gemälde ltam in den Besitz 
des Iiönigs von England, inxlcssen Privatgallerie man es gegen- 
sviirtig sieht. A. Budmet" hat diess lebensvtwllc Bild hthogrziphirr, 
Aus jenerZvitx-iihrcn auch ein Paar kleine Gemälde her, die tretfliuh 
und geistreich behandelt sind. Das eine stellt einen Schiffzielter 
mit seinen zwei Pferden dar, und das andere ruhende Jäger, meist 
Portraite hanuotreranischer Olfizierc, und rechts am Stamme du. 
Buche auch der Nialer. Dieses Bild besitzt der Major C. Heise in 
Hannover, und J. Giere hat es lithographirt, so wie Bodmerk 
Blatt in grossem Formate. 
Hierauf erhielt er mehrere Bestellungen für Hannover und Sh 
Petersburg, zu deren Erledigungihm, jetzt wit-derin München, auch 
der Maler Echert hiilfreicltc Hand leistete. Dagegen stand Sehe]- 
ver demselben bei der Elerausgabe der Abbildungen der deutschen 
Buudesarmee bei, und ein dritter Theilnehmer war D. Mm-h 
ten, alle drei bereits unter den Todten. Unter Schelver"; 
Kleineren Bildern nennen wir vornehmlich zwei Pfcrdestiiclse, wo- 
von das eine 1858 unter dem Nennen des llosstiiuschers bekannt 
wurde. 'Es stellt einen Schmiedhnecht vor, der im Einverstämlngsse 
mit dem Juden dem Bauer einen Schimmel vurfiihrt. Dieses Bild 
ist mit gutem Humor erdacht. Das zweite dieser Gemälde stellt 
einen Pferdemarkt vor, ebenfalls 1858 vollendet. An diese Werke 
reihen sich dann noch mehrere andere Gcnrestüclse. Darstellunn", 
aus dem Vull-isleben in ruhigem und bewc-gterem Iircise. iiilldilihg 
Scenen im bayerischen Gebirge, Suldatenscenen etc., die wie im_ 
mer vun nnsprtiehltiser Wahrheit und in schöner Harmonie tlupclh 
geführt sind. Mehrere sah man im Lokale des Iiuustvereins zu 
München ausgestellt, wie: Reise und Wirthshausleben, 185g; egn 
Giitertvzigen, 1840 vom Könige Ludwig angekauft, ein Pferde- 
stall, ein Schilling, Reisende bei einer Fähre. alle V00 1841. Vun 
Schlachtbilderu nennen wir jenes von ZiPmliCbN GPÖSSG, welche; 
eine Sceue aus dem lrlücltzuge nach der Schlacht bei Leipzig 1315 
vorstellt. Dieses Bild ging durch die Vcrloosung des Iiunstverei. 
ncs 1844 in den Besitz des h. h. Lieutenants liuhlermann über, 
Ein kleineres Schlachtgemiilde, welches 1859 zur Ausstellung kam, 
stellt das Gefecht bei liönigsvirarte in der 'Nähe von Bautzetl 1815 
dar, wo die Bussen Ö Iianiunen, 1000 Matm Infanterie und viel- 
Generiile gefangen nahmen. Ein grusres Gemälde, zugleich eine; 
der letzten des Meisters, stellt das Artillerie-Exercitium auf dem 
lViat-steltle bei München vor, welchem 1812 der liaiscr von Russ-
        

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