Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Santi, Antonio - Schoute, Jan
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1790505
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1792372
Schellm-d , 
Gerhart 
von.  Schellenberg , 
Bud. 
Schellard, Gerhard VOU, Architekt und Bürgermeister von Aachen, 
erbaute 1552 den Chor des Domes daselbst, welcher im Vergleiche 
mit dem übrigen Theile der Kirche unverhältnissmässig erschejnh 
Der Dom wurde nämlich von Carl dem Grossen 778  785 erbaut. 
S. Meyer's Chronik von Aachen. 
Schellekins, vV-, wird in Ußenbaclfs Reisen ein Blnler genannt, 
der Thiere, Pflanzen, Costiims u. s. w. in Wasserfarben malte. Er 
ist wahrscheinlich mit W. Schellinks Eine Person. 
Schellenberg, Johann UlrlCh, Maler, geb: zu Winterthur 1709, 
war anfangs Schüler eines lilachmalers, der ihm nur dürftige An- 
Weisung geben konnte, fand aber dann zu Bern in J. R. Huber 
einen Meister, der ihm wenigstens einige Grundsatze der Malerei be. 
greiflich machte, und ihn mit einer bessern Technik bekannt machte, 
Auf dieser Bahn wurde Schellenherg zuletzt ein Universnllsiinst- 
ler, der alles trieb, was die Kunst umfasst. _Er malte aber beson- 
ders Landschaften und Bildnisse, deren einige gestochen wurden. 
Seinen Sohn J. Hudnlph zeichnete er stehend rnit Papier und Bii- 
ste in den Händen. Diese Zeichnung besass Antistes Veith bis 1858- 
In Winterthur eröffnete er eine Zeichnungsschule. Starb um 1'170. 
J. J. Haid stach nach ihm das Bildniss des Malers Felix Meyer, 
fol.; dann jenes des Bürgermeisters Wcttstelu. 
SChGllCIlbCPg, Jühann BUdÜlPh; Maler und Iiiipfersteclier, geb. 
zu liunau 1740, war der Snlin des obigen Künstlers und Schüler 
desselben. da sich in Piudolpli schon frühe ein cntscliieclenes Ta- 
lent zur Iiiinst aussprach. Aus der Schule getreten übte er sich 
mit allem lfleisse im Zeichnen, und er konnte sich bereits durch 
Purtraitmalen ein mageres Brocl verdienen, als ein schwerer Fall 
von einer Schauckel herab ihn ziufJahre lang zurücl-isetzte. Denn 
der Shirl auf den Kopf hatte ihn so yerletnt, dass er lVinnate lang 
ohne Besinnung lag, und sein Gedachtniss war so ganalichju 
gründe gerichtet, dass er wieder anfangen. musste, wie ein Iiind 
lesen unil schreiben zu lernen. Nur das Leichnedvergass er_niclit, 
er musste es aber iiiit der liiilaen llancbtliun ,Y weil die Rechte ge- 
rauiiie Zeit von dein I-alle gelahiiit blieb. lNnch erfolgter Gene- 
sung begab er sich nach Basel und malte dort Purtraite, l-listorien 
und Landschaften. Von den ersteren gerietlien tlIlIl meistens die 
in oder unter halber Lebensgriisse gemalten am besten. Sie vor- 
binden mit richtiger Zeichnung und sprechender Aehnliclikeit ein 
reines und marlsiges Culurit. Er malte auch viel sulclie kleine _Bil- 
der in ganzer Figur, wobei er nach dein Gesclimaelse damaliger 
Zeit alle Frauenzimmer zu Scliiiferinnen und alle Manner zu Gar- 
tenliebhaber und Bluinisten machte. Sie erscheinen in theatrali- 
scher Kleidung in einer Iclyllenwelt. Besser als diese Modestüclse 
sind seine Studien, die er von Bauern und Bauernmiidclien dorti- 
ger Gegend in grusser Menge verfertigte, iiiit__su treuer Wahrheit 
und mancherlei I-iunst, dass man sie haiiiu fur die Arbeit dessel- 
ben Mannes, der die znghaften Schäfercompositionen machte, hal- 
ten könnte. Diese Cumpositiunen_ww'ui'den_ häufig von Fremden ge- 
hautt, während die Sehiiferstücke liegen blieben. Schellenbc-rg hatte 
niCliY das GlüCli, Italien zu sehen, und su empfand er das Hühß 
der Iiunst nur in dunkler Ahnung; seine Erfindsunikeit War übe!" 
desto gescliiiftiger ini Iileinen. Er zeichnete sich besonders in Nacht- 
stiiclieii, spielenden Kindern und ländlichen Scenen aus. V01"! de- 
nen die meisten ins Ausland gingen. Dann brachte er auch meh-
        

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