Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Santi, Antonio - Schoute, Jan
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1790505
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1792018
Schaller, 
Anton. 
Schaller , 
Ludwlg. 
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Bild des Amor besitzt der Apotheker Pfefferkorn. Ein anderes treff- 
liches Gemälde, Eigenthum der Familie des Künstlers, stellt die 
drei Grazien dar, wie sie den Amor in einem Borbe mit Rosen 
finden. In demselben Besitze ist auch das Bildniss Schaller's, von 
ihm selbst höchst charakteristisch und ähnlich dargestellt. Dann 
finden sich von seiner Hand auch viele geistreiche Zeichnungen, 
mehrere in der Sammlung des Herzogs von Saehsen-Äfeschen. Da- 
runter ist besonders jene auszuzeichnen, welche Glaube, Liebe und 
Hulluung darstellt. 
Dann schrieb dieser vielseitig gebildete, und auch seines lie- 
benswürdigen Charakters wegen allgemein geachtete Künstlers ei- 
nige Abhandlungen iiber Kunst, die er, nebst einigen Notizen über 
sein Leben und Wirken, dem damaligen beständigen Sekretär der 
Akademie, L. Maurer, übergab. Schaller war Mitglied dieser Aka- 
demie und Correktor an der Schule des historischen Elementar- 
zeichnens. Er starb 1844 im 72. Jahre. 
Sßhallßr, Ludwig, Bildhauer, der Sohn des obigen Künstlers, wurde 
180,4 zu Wien geboren und an derAl-zademie daselbst zur Plastik an- 
geleitet, da er schon frühe ein entsehiedencs Talent zu dieser Kunst 
äusserte. Mit dem akademischen Preise beehrt, welchen ihm seine 
Statue des Perseus mit dem Medusenhaupte erwarb, begab er sich 
1828 zur weiteren Ausbildung nach München, wo Schaller im Ver- 
laufe von wenigen Jahren den Ruf eines ausgezeichneten Künst- 
lers seines Faches gründete. Zu seinen ersten Werken gehören 
einigeBüsten, worunterjene der liötiiginTherese von B. in grossem und 
kleinem Formate besonderen Beifall erhielt. Hierauf erhielt er vom 
Iiünige den Auftrag, zwei Säle der Pinakothek mit Basreliefs zu 
verzieren, deren Inhalt im Allgemeinen aus dem Leben berühmter 
Maler genommen wurde. Schaller hatte die Aufgabe, in dem er- 
sten Saale den Jan van Eyck, und in dem anderen Dürer und 
Ilolbein bildlich einzuführen. Um diese Zeit entstanden auch ei- 
nige Statuen in Gyps, wie jene des Heilandes, der Euridice. der 
Psyche und der Hygea. Von ausgezeichneter Schönheit, und Ur- 
sache zu zahlreichen Bestellungen sind vier Reliefs , welche in Bun- 
dungen Sternbilder darstellen, nämlich die Jungfrau mit dem Si- 
rius, den llesperus, den Morgenstern und die Lochen der Bere- 
nike. Diese schön gedachten und im ernsten würdigen Style be- 
handelten Reliefhilder zieren das neue Akademie-Gebäude in Carls- 
ruhe. Sie sind auch in mehreren Gypsabgüssen vorhanden. Zwei 
Exemplare kamen nach Wien, eines besitzt der Hofrath Dr. Thiersch, 
ein anderes der geheime Rath v. Ringseis in München. Die bei- 
den ersten dieser Bilder sah man zuerst auf der Münchner Kunst- 
ausstellung 1852, und sie gefielen so allgemein, dass dem Iiünst- 
ler ein ähnlicher Auftrag für den Iiönigsbau in München zu Theil 
wurde. Man sieht da an der Declte des Schlafgemaches derliönigin 
vier Basreliets, welche die Baukunst. die Malerei, die Plastik und 
die Naturwissenschaft vorstellen. lm Ahademiegebäude zu Carls- 
fllhFjsl auch ein unter Aufsicht von Schwind nach Sehaller's Com- 
posllloll gemalter Pries mit ungefähr drei Fuss hohen Figuren. 
die olymPlächen Spiele nach Pindar vurstellend. Das Ganze iSl im 
hetruriSClH-In Style behandelt, die Figuren roth auf braunem Gründe- 
Ebßn S0 Fßißhe Compositionen unternahm Schaller auch für 
3115 Delle Museums-Gebäude in Pesth, wo das Giebelfeld und ein 
langer Fries Beweise seines fruchtbaren Talentes liefern. In Mitte 
des Gicbelleldessitzt die Pannonia, Lorbeer austheilcnd. licchts 
hemmt in Begleitung des Friedens die liunst heran, und als Ech-
        

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