Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Santi, Antonio - Schoute, Jan
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1790505
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1792006
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Schaller , 
Johann. 
Schaller , 
Anton. 
Brünn 1850; des Fürsten Metternich, für die Walhalla, 1827; des 
Grafen liinsky für die W. Neustiidter Akademie in Bronze. 1823; 
des Fürsten Joseph von Schwarzenherg, 1854; des Hofraths von 
Hammer, des Direktors Rebell, des Generals Jermolof auf dem St 
Marxer Friedhofe, 1855, und des liaisers Ferdinand I. im lsaiser- 
liehen Ornate in Marmor, 1859. 
Schallerestarb zu Wien 1842 nach kurzem Iirankenlager, tief 
betrauert von seinen Schülern, seinen Iiunstgenossen, und allen, die 
den hochbegabten Künstler kannten. Er hatte sich durch seine 
Werke, seine Lehre Vund seinen Ilath allgemeine Hochachtung an 
worben, und durch seine edle Persönlichkeit alle Herzen gewgxh 
nen. In B. v. Hormayerk Archiv 1822, und im Kllüälblallß geschieht 
oft riihmliche Erwähnung von diesem Meister. Im tlahrgqnge 
1842 Nr. 61 des letzeren ist dem Andenken Schaller's ein Nscrm 
log geweiht. , 
Das Bildniss dieses Künstlers ist in der Portraitsammlung des 
k. sächsischen Hofinalers Vogel von Vogelstein, 181g gezeichnet, 
Sßhaner, AUÜOU, Historienmaler von Wien, der ältere Bruder des 
obigen Künstlers, sollte Hafner werden, und besuchte daher, wie 
jener die erwähnte Handgewerks-Schule. Hierauf kam er als Lehh 
ling in die k. k. Porzellannianufaktur, wo der Maler. Schulz Schah 
ler's grosses Talent zum Zeichnen und Malen in ßalde erkannte, 
und selben zu Höherem bestimmt sah, als zum Ifupter. Er em_ 
 yfahl ihn daher als den fähigsten unter allen Scliulern der Mamb 
faktur dem Direktor Niedermayer, einem um diese Anstalt, und 
um die Iiunst im Allgemi-uen hoch verdienten Mann. Dieser setzte 
alljährlich den Zöglingen seiner Anstalt einen Preis aus, Welchen 
ein bestimmtes Bild in Oel gewinnen sollte. Damals als Schalter 
eoncurrirte, ward die Aufgabe aus Göthe's Iphigenia entnommen, 
und Orestes und lphigenia zur Darstellung bestimmt, die Scene 
wie dieser ruft: Berühre nicht meine heiligen Locken! Schauer 
gewann den zweiten Preis, zeigte sich aber bald des ersten würdig. 
und war von nun an der Schützling des Direktors Nlßdefmayer. 
Er übertrug ihm die Ausführung mehrerer historischer Gemäide 
auf Porzellainplatten, deren einige in den Besitz des Iierzogs von 
Sachsen-Taschen kamen, so wie in jenen anderer Fursten. Die 
wichtigsten Bestellungen wurden damals dem ]nngen Schaller am 
vertraut. Nebenbei zeichnete er mit gewissenhafter Genauigkeit 
nach antiken Vorbildern und nach der Natur, studirte mit eben so 
grossen Eifer Anatomie, und wurde zuletzt in diesen Theilen d" 
Hunst so vollkommen, dass man ihm die Professur "der Anatgmie 
und der Elementarzeichnung an der k. k. Akademie übertrug. von 
dieser Zeit an widmete er seine Thätigkeit dem Unterrichte und 
der Oelmalerei, und es finden sich daher von ihin auch historische 
Bilder. die in Aulfassung und Durchführung ein ausgezeichnete, 
Talent verrathen, dem aber die Gelegenheit fehlte, 881565 durch 
grossartige Aufträge in noch höherem Grade zu erproben. In a1. 
nigen Kirchen Oesterreichs sind Altarbilder von ihm, und dar-uu. 
1er ist namentlich ein schönes Gemälde der Himmelfahrt Mariä, 
welches nach Mähren kam. Ein anderes gerühmtes religiöses Bild. 
1853 ausgeführt, zeigt den heil. Stephan, wie er Almosen austheilt. 
Dieses Werk erwähnt auch Graf v. Raczyuski in seiner Geschichte 
der deutschen Kunst. Ein grosses historisches Bild, welches den 
Androklus vorstellt, wie ihm in der Wüste der Liiwe Nahrung 
bringt, kam in den Besitz des Dr. Steiubauer in Wien, eine halb 
 lebensgrosse Venus, vielleicht das schönste Malwerk des Meisters, 
erwarb der berühmte lrrenarzt Dr. Gern. Ein kleines. Schöne,
        

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