Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Santi, Antonio - Schoute, Jan
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1790505
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1790695
Santvoort, 
Sanuto 
Sanutus, 
Giulio. 
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voort, da seine llliithezeit um 1614 fällt. Er malte historische Dar. 
stcllungcnf deren man nicht in grosser Anzahl findet. Auch Bild- 
nisse malte dieser Iiiinstler. In den Hauptgnllerien Deutschlands 
war bisher kein "Werk wm ihm zu finden; im Museum zu Paris 
sieht man aber ein Bild der Junger in Emaus mit Christus. Waa- 
gen li, u. Ii. Ill. 587 findet es iu der Behandlung kleinlich und 
in der Färbung kühl, behauptet aber. dass sunst ungleich bessere 
Sachen von ihm vorkommen. Dirk vnu Santvoort fanden wir den 
liiinstler nur einmal geschrieben, vielleicht nicht aus bester Quelle; 
anderwärts wird er D. V., D. v. und Ü. D. Suntvoort genannt. 
D. D. Santvuort pinxit steht auf einem Blatte von J. Suyderhuef, 
welches das Bildniss des I-"raneiscus Planle enthält. Th. Matham 
stach nach ihm das Bildniss des H. lVIeurs.   
SEIDIVOOIT; S- Van; nennt Füßsly einen Künstler, der im Geschma- 
clae des Joh. IIure-mans Genrebildor geliefert hat. Dieser Santvuort 
orler Santüuerl, dessmx auch in Winckcllnanxfs Lexikon erwähnt 
wird, müsste demnach um die Mitte des 18. Jahrhunderts gelebt 
haben. 
SGUIIVOOPI, PCKBP van, Iiupferstecher, ein, nach seinen Lebensver- 
hältnissen unbekannter Künstler. Füssly fand von einem solchen 
in einem AlllillüllSliülillüge eine felsige Landschaft aus Danclsaerfs 
Verlag angezeigt, lsl. fol. 
Sanudo, lwilflfl, Miniaturmaler und Landkartenzcichuer zu Vene. 
(lig, der erste Cusmograph daselbßt, der um hundert Jahre früher 
als Fra Mauro lebte, zu Ende des 14. Jahrhunderts. Seiner er- 
wähnt Bongars in den Gestis Dei per Francos. 
SHIIUIJO oder Sanutus, GIUlIO, [iupferstecher von Venedig, ist 
nach seinen Lehensverhiiltnissen unbekannt, was theilwveise aus sei- 
nen Kunstleistungen zu erhliiren ist, die nur einen geringen Mei- 
ster verrathen, wenn auch jetzt seine ßlätter der Curiositiit wegen 
gesucht und gut bezahlt werden. Sie sind ein Beweis, wie schnell 
schon um die Mitte des 16. Jahrhunderts der Verfall der Iiimst 
hereinhraeh. und ihre Reinheit gefährdete. Als Beispiel dient das 
berühmte Bacchnnnl, das eben so UnlhONlllSCh in der Conception 
als leichtfertig behandelt ist. "Im Machwerhe ist Sanuti überhaupt 
ganz eigcnthiimlich und willhuhrlich von der gewohnten Weise ab- 
iveichenil. Auch in der Zeichnung ist er ganz schwach. Diess ist 
aber wahrscheinlich nicht der einzige Grnnrl, dass ihn Ticozzi über- 
gehen zu müssen glaubte. Seine 'l'hiitiglse'it fä_l_lt um 1510-1570. 
Bartsch, P. gr. XV. p 499 Ff. beschreibt funf Blätter von die- 
sem Meister, glaubt aber damit das Verzeichniss nicht geschlossen. 
Wir gehen hier mehrere Zusätze. 
1) (B4) DieVei-mählung der heilJungPrau mitJoseph. Der Prie- 
ster legt unter der Tempelhalle in Gegenwart von Männern 
und Frauen die Hi-inde derVerlobten in einander. Im Grunde 
 des reich verzierten Tempels ist der grosse Leuchter, und 
nberl schwebt in einer strahlenden Sonne der heil. Geist. 
Links nach nnten steht der Buchstabe H. , wesswegen Bnrtsch 
die Composition dem Rafael beilegt, mit welchem sie aber 
keine Aehnliehlieit bietet. Rechts ist das Zeichen des Ste- 
chers. H. 15 Z. 7 L., Br. 7 Z. 3 L. 
2) (B. 2) Der Iiiiulc-rinoril, die im Artilael des Marco di Ra- 
venna Nr. 7 beschriebene Gompusition B. Bandinellfs, de-
        

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