Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Santi, Antonio - Schoute, Jan
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1790505
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1791715
Schaeuifelein , 
Hans 
Leouhard. 
109 
me zusammen; es können aber an denselben auch andere Künst- 
ler Theil haben, namentlich Hans Schöpfer, der sich neben dem 
Monogramme H. S. noch eines Schöpflöffels bediente, so wie 
Schiiuffelein eines Scbäufelchens. Da wo diese figürlichen Zeichen 
fehlen, könnte das Monogramm H. S. oder die Initialen H. S. auch 
den IIans Schiele, den Hans Schlumpp, oder den Hans Schwarz 
bedeuten. Es finden sich ungefähr 500 Holzschnitte mit solchen 
Zeichen, wovon sicher ein Theil von Schaeutielein selbst geschnit- 
ten ist, und die Mehrzahl von anderen nach dessen Zeichnungen, 
da er sich bei grösseren Forxnschnittiverlten nothwvendig fremder 
Hände bedienen musste, eben so wie Hans Burgkmair bei seinen 
umfangreichen Arbeiten für Iiaiser Maximilian I. Schaeulielein 
se bst leistete ihm dabei Hiilfe, denn auf Blatt 200 des nvveisen 
liunigsc. steht dessen Monogramm, und auf Platte 15 des Triumph 
w-gens steht sein Name geschrieben, wie Bartsch VII. p. 255 be- 
hanptet. Es haben sich indessen gegen die Annahme, dass be- 
rühmte Maler, wie Dürer, Holhein, Beham, SchäuiTelein u. A. 
eigenhändig in Holz geschnitten haben, in neuerer Zeit einige 
Stimmen erhoben, wie wir im Leben Holbein's. in jenem des Hans 
Luetzelburger u. s. w. gezeigt haben, und um mit dem Maler Schaeuf- 
felein aus dem Spiele zu kommen, wollte Strutt gar einen eigenen 
gleichzeitigen Formscbneider dieses Namens unterscheiden. Jetzt 
glaubt man indessen so ziemlich allgemein, dass von jenen alten 
Blättern mehr oder weniger von den Zeichnern selbst herrühren. 
Genau lässt sich die Zahl nie angeben, und somit gilt fiir Schaeuf- 
felein das folgende Verzeichniss nur in so ferne im Allgemeinen, 
dass er die Zeichnungen dazu geliefert hat, die er auf Papier oder 
unmittelbar auf die Platten machte. Bartsch P. gr. VII. p. 221i Ff. 
beschreibt 152 solcher Blätter, worunter aber dem Schaeutfelein 
einige nicht angehören. Auch ist das Verzeichniss bei Bartsch nicht 
complett, welches wir hiemit möglicher Weise vervollständigen. 
Im Winhlefschen Cataloge, welchen Huber verfasste, werden 
ihm auch vier schöne liupferstiche beigelegt, Rundung von 2 Z. 
2 L. im Durchmesser. Bartseh sagt nichts von solchen Stichen, 
die dem Schaeuliielein auch wahrscheinlich nicht angehören. Viel- 
leicht sind es Copien nach Holzschnitten. 
1) Christus am Iirenze mit vier Figuren. 
2) St. Christoph mit dem Jesuskinde auf der Schulter. 
5) Ein heil. Einsiedler vom" Engel gespeist. 
4) Der Tod der heil. Jungfrau in Gegenwart der Apostel. 
W'erhe,in welchenHolzschnittevon und nachSehaeuf- 
felein vorkommen, wovon mehrere dem Verfas- 
ser des Peintre-Graveur unbekannt sind. 
1) (B. 54.) Die Passion, Folge von 35 Blättern in dem VVerhe: 
Speculum passionis domini nostri Jhesu Christi per Docto- 
rem Udalricum Finder Nurembergae 1507. Erste Ausgabe mit 
lateinischen: Texte, kl. fol. Bei Weigel 8 Thl. 
Die Blätter dieses Werkes sind 8Z. 8 L. hoch, und ÖZ. 
breit, bis auf jenes mit Christus am Kreuze, welches 
9 Z- lt L- hoch ist, und dem leidenden Heilende, H. Ö Z., 
Br. {i- Z. 3 L, 
Schaeuifelcids Zeichen tragen indessen nur: Christus im 
Limbllß, und das Plingstfest, beide unten aufgezählt. In der 
Zweiten Auflage, Nürnberg bei Fried. Peypns, fehlt das Blatt 
mit dem leidenden Heilende zwischen zwei Engeln, und jenes 
 mit Christus zwischen den Mördern am Kreuze ist durch
        

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