Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Santi, Antonio - Schoute, Jan
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1790505
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1791657
Schliffer, 
Schäfler, 
Michael. 
103 
Sßiläffer; l, Zeichner, undwvahrscheinlich auch Maler, ein uns 
unbekannter Iiiinstler der neueren Zeit, da er mit J. SchäFfer von 
Leunhartshuf l-zaum Eine Person ist. In der Sammlung des Direk- 
tors Spengler zu Copenlzagcn war von ihm eine grosse Zeichnung 
in schwarzer Kreide mit Weiss gehöbt, Cleopatra vorslellend, wie 
sie den Tod des Antonius beweint. 
Sßhäülßr, Joseph, Medailleur, WygancPs jüngerer Sohn, geb. zu 
Düsseldorf 1731, war Schüler seines Vaters, erlangte aber dessen 
Ruf nicht. Er stand im Dienste des Churfüx-sten von der Pfalz in 
"Mannheim. 
Schäiier, Wygand, Medailleur, geboren zu Copenhagen 1689, 
hatte den Ruf eines der vorziiglichsteu Ptünstler seiner Zeit. Je- 
denfalls verdienen seine Arbeiten Beachtung, wenn sie auch mit 
den Erzeugnissen der späitercn Zeit den Vergleich nicht aushalten. 
Sie fallen in clie Jahre 1716  1744, während welcher Zeit Schäf- 
fer Hofinedailleur des Churliirsten von Mainz war, Gegen Ende 
seines Lebens beschäftigte ihn eine Folge von Schaumünzen, mit 
den Bildnissen der Churfürsten von der Pfalz, woran auch sein 
Sohn Anton Theil hat. der selbe auf 55 brachte. Die Medailleurs 
Friedrich und Joseph Schalter waren ebenfalls Söhne von ihm. In 
Exter's Versuch einer Sammlung pliilzischer Münzen werden meh- 
rere Werke dieser Iiiinstler genannt. Der Vater starb 1758 zu 
Mannheim. 
Schäfler oder Schäffler, Christoph Thomas, Maler von Augg- 
burg, hatte in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Bayern 
Ituf. Er war einige Zeit Jesuiten Layenbrucler, verliess aber dann 
das Kloster, und fand auch ausserhalb desselben zahlreiche Auf- 
träge. In der alten Capelle zu Regensburg malte er Scenen aus 
dem Leben des Kaisers Heinrich lI. und seiner Gemahlin Iiuni- 
gunde in Fresco. In der Klosterkirche zu Ettal ist das Altarbild 
des sterbenden St. Benedikt von ihm. In der liapuzinerlsirche und 
bei St. Walburg zu Eichstäidt, im marinnischen Cungregationssnale 
zu Ingolstadt, und bei St. Ulrich in Augsburg findet man eben- 
falls Altarbilder von ihm. ln Augsburg hatte der Künstler seinen 
Vifohxisitz aufgeschlagen, und hier zeichnete er auch mehreres fiir 
Buchhändler. P. A. liilian stach die Madonna, wie sie dem heil. 
Franz Ablass ertheilt. S. Sedletzl-iy das von den Jesuiten angebe- 
tete Kreuz, J. Wagner den Tod des heil. Franz, F. Ledergerber 
die vier Wclttheile, welche die Königin des Himmels preisen, u. 
s. w. Starb zu Augsburg 1756 im 56. Jahre. 
Schäfler, GEOPQ; Maler zu München, arbeitete in der ersten Hälfte 
des 13. Jahrhunderts. Im Jahre 172? wurde er von der Zunft we- 
gen Ausstand des Meistergeldes beim Magistrate verklagt. 
SChHHCP, Michael, Stuccatorer und Musaicist, stand viele Jahre 
im Dienste des Hofes zu München, und wurde von diesem reich- 
lich beschäftiget. Er fertigte Stuccoarbeiten fiir die Residenz zu 
München, für die churfiirstliehen Schlösser in Nymphenburg und 
SchleiSShßim, und besonders für difTheatiner Stiftskirche in Mün- 
chen. Der Baudirektor Couvillers berief ihn zu allen I-lofarhßilßn- 
Im Jahre 1796 stand er bereits 40 Jahre im Dienste des lilofes, 
scheint aber bald darauf gestorben zu seyn. 
Westenrieder und Lipowslsy scheinen diesen Künstler irrig 
Franz zu nennen; denn in seinem Personalakt hcisst er Michael 
Schäfler.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.