Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Santi, Antonio - Schoute, Jan
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1790505
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1791630
Schäffer , 
Carl. 
Schiiffer , 
Engen 
Edulard. 
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Schäffer, Carl, Maler, lag in Wien seiner Ausbildung ob, und 
begab sich dann nach Italien, um seine weiteren Studien zu ma- 
chen. Er lebte um 1812 in Rom, wir wissen aber nicht, was wei- 
ter aus ihm geworden. Mit dem obigen liünstler wird er lsaurn 
Eine Person seyn. Von diesem Iiiinstler ist folgendes gut radirte 
Blatt: 
Ansicht des Schlosses Stiichsenstein unter dem Sehneeberge bei 
Wien. C. Schälfer fec. Rom 1812, h]. qu. fol. 
Schäffer, ChrlStiElIl, Maler, arbeitete in der zweiten Hälfte des 
17. Jahrhunderts. Er malte zahlreiche Bildnisse, besonders von 
Mitgliedern des herzoglichen Hofes von Nauinlaurg-Zeitz; dann 
auch Allegorien. Jakob Sanclrart stach nach ihm das Bildniss des 
Herzogs Morilz von Naumhurg-Zeitz, für die Leichenpredigt dieses 
Fürsten. Zeitz 1681 fol. E. Hainzelmann stach das Bildniss des Erz- 
bischofs von Magdeburg, Herzogs August von Sachsen, zu dessen 
Funeralien von 1680, gr. fol. Auf einem Blatte, welches Boulanger 
166g in Paris stach und das Bildniss des Kanzlers Veit Ludwigs 
von Seckendorf vorstellt, heisst der Künstler irrig G. Schelfer. 
Dann sind noch mehrere andere Bildnisse dieses Meisters gesto- 
chen. Starb um 1700. " 
Sßltälfßr, Engen Eduard, Iiupferstecher, wurde 1805 zu Frank. 
lurt a. M. geboren, und claselbst von Ulmer unterrichtet, bis er 
Gelegenheit fand, an der Akademie in München seine Studien fort- 
zusetzen, wo er in kurzer Zeit die Aufmerksamkeit des Direktors 
P. v. Cornelius auf sich zog, da keiner mehr in den Geist der 
Werke desselben eindrang, als Schäffer. Er neigte sich in der 
Behandlung des Stiches zu der Weise des Marc Anton, welche vor 
allen geeignet ist, die Compositiunen eines Overbeck und Come- 
lius wiederzugeben. Schälfer stach auch in München als erste Probe 
seiner Kunst einen Kopf nach Overbeck's Carton der Verkaufung 
Joseph's, und hierauf übertrug ihm Cornclius den Stich eines Fresco- 
gemäldes im Göttersaale der Glyptothek zu Manchen. Dieses Blau 
ist die Frucht einer mehrjährigen unter den Augen des Meisters 
vollendeten Arbeit. Er stach die Platte sogleich nach dem grossen 
Carton, so dass dieselbe als verkleinerte Zeichnung zu betrachten 
ist, die mit Beseitigung der Farbe jede Schatten- und Lichtwirkung 
des Bildes wiedergibt, bei sehr geistreicher Freiheit der Ausfüh- 
rung. An dieses Blatt reihen sich jetzt mehrere andere, die eben 
so treu und meisterhaft das Original wiedergeben. Seit einigen 
Jahren ist Schütter Professor der Iiupferstecherkunst am Iiunstin- 
stitute zu Franklurt a. M. 
1) Der Kopf eines Ae ypters aus Overbecläs Carton der Ver- 
kaufung Joseph's,  
2) Der heil. Lucas, nach dem Frescogemälde des P. v. Corne- 
lius in der Ludwigskirche zu München, Oval 8. 
5) Der heil. Thomas, nach P. Veit, für den Frankfurter Kunst- 
verein gestochen, 1342, gr. fol. 
4) Dfß unter dem Namen der sieben Freuden lVIariä berühmte 
Blld von Hans Hemling in der Boisseredschen Sammlung, 
185-1 in Conturen gestochen, 5 Blätter, roy. ful. 
5) Die Anbetung der liönige, nach dem Carton des P. v. Cor- 
nelins, 4. 
6) Bildliche Darstellung aus Dante's Himmel, nach dem von 
Cornelius für ein Bild der Villa Massiini gefertigten Cartun: 
Dante mit Beatrice, die ihr Glaubensbekcnntniss den Heili-
        

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