Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rubens, A. - Santi, Rafael
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1784434
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1785450
Butten. 
Butxhiel , 
Heinrich 
Joseph. 
S9 
Hütten, Maler in Dorn-echt, ein jetzt lebender Künstler, der in ar- 
chitelstoxlischen Ansichten sich auszeichnet. Im Iiunstblatte von 
1353 werden von ihm Ansichten von Städten und ihren Strassen 
etc. genannt. Wir möchten glauben, dass Buyten darunter zu ver- 
stehen sei, der im gleichen Genre arbeitet.  
Butxhiel, HGlUrlCh JOSBPh, Bildhauer, wurde 1780 zu Lierneux 
in der Provinz Lüttich geboren und an der Centralsehule zu Liit- 
tieh in den Anfangsgriinden der Kunst unterrichtet. Nach Empfang 
des ersten Preises begab er sich nach Paris, um unter Houstonk 
Leitung seiner weiteren Ausbildung obzuliegen. und dieser Unter- 
richt förderte ihn so sehr, dass 01' schon 130d heim Ctmcllrse des 
Institutes den zweiten grossen Preis gewann, und zwar mit seinem 
Bilde des Meleager, in dem Momente dargestellt, wie er im Miss- 
muthe beschliesst, sich in seinen Pallast zurückzuziehen. Im fol- 
genden Jahre wurde ihm der von Caylus gestiftete Preis für den 
ausdrueksvollsten lebensgrossen Iiopf zu Theil, der diesmal jener 
der tiefsten Verehrung seyn sollte. 'lin Jahre 1808 nahm ihn 
David in seine Schule auf. wo Butxhiel in der Zeichnung grosse- 
Fortschritte machte und selbst im Malen sich versuchte. In diesem 
Jahre eoncurrirte er auch um den grussen Preis der Seulptur, mit 
einem Basrelief. in welchem Dädalus und Iearus vorgestellt wer- 
den musste, abgebildet in Landon's Annales p. 110. Schon im 
vorhergehenden Jahre war es schwanhend, ob er oder Calloigne 
den grossen Preis verdiene, und da letzterer vorgezogen wurde, 
erhielt er vom Verwaltungsausschusse den Auftrag, die Statuen der 
Genien der liünste und VVissenschaften und des Krieges zu ver- 
tertigen, welche im Vestibulum des Pallastes der Ehrenlegion auf- 
gestellt wurden. 
Der erste Preis setzte ihn in den Stand, in Rom seine Studien 
fortzusetzen. Das erste Werk, welches er 180g in Rom als kaiserli- 
cher Pensionär ausfixhrte, ist eine Statue der Leda mit dem Schwane, 
welche nicht nur allein in Paris den vollsten Beifall fand, son- 
dern aueh in einem deutschen Journale (Morgenblatt 1809. Beilage 
S. g) als eines der ausgezeichnelsten ßildwverhe damaliger Zeit er- 
ltll-irt wurde. In Rom führte Butxhiel auch die schöne illarmor- 
gruppe von Psyche und Zephir aus, die später an der Stiege des 
ligl. Pallastes in St. Cloud aufgestellt wurde. M. de Bast, der 
Herausgeber des Salon de Gand, sagt, dieses Werk würde seinem 
Urheber al-lein einen Platz unter den ersten Bildhauern seiner Zeit 
einräumen. Ein drittes Bildwerk, welches er in Rom ausführte, 
ist die Statue des Faun, welche 1820 im Museum zu Dijon aufge- 
stellt wurde. Von späterem Datum ist seine Statue der Pandora. 
Nach seiner Rückkehr aus Italien führte er in Paris mehrere Sta- 
tuen für das Palais der Invaliden aus, dies im Auftrage der kaiser- 
lichen Familie, die auch auf andere Weise den Künstler beschäf. 
ligte. Dann fertigte er die Büsten Napoleon's, der Kaiserin Louise 
und des Königs von Rom, welche Napoleon so wohl gefielen, dass 
er sie vor allen anderen mit sich nach St. Helene nahm. Vor sei- 
nem Tode liess er sie vor sein Bett stellen. um seine Theueren im 
Bilde um sich zu haben. Im Jahre 1821 erhielt er von der Herzo- 
gin von Berry den Auftrag, für die Capelle "in Bosny die Statue 
des heil. Carolus in Marmor auszuführen. Eine zweite Statue ist 
jene Sudrens, jetzt im historischen Museum zu Versailles, und 
für Gavard's Galeries hist. de Versailles von ßernardi gestochen- 
Im Jahre 1822 führte er das Mausoleum des Bischofs Bossuet in 
Meaux an's, und zwei Jahre später das Standbild des Herzogs V0? 
Burllßßux- Ein Werk von 182? hat die Anotheose der Mine. Eli-
        

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