Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rubens, A. - Santi, Rafael
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1784434
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1785396
Russe, 
Nuuzio- 
Busticeli, 
Tommaso. 
83 
von seiner Hand, etliche auch 
nicht 1557, wie Lanzi angibt. 
in 
Rom. 
Starb 
1607 
im 49. Jahre, 
BUSSO, NUHZIO , Maler von Neapel, scheint sich nach Stanzioni und 
Spagnulettu gebildet zu haben, und leistete bei allem Einflusse des 
schlechten Geschmackes seiner Zelt noch ziemlich Gutes. In Mes- 
sina findet man Bilder von ihm, sowohl in Kirchen als in Privat- 
häusern; in S. Elena eine Madonna mit Heiligen, alle in Lebens- 
grösse und eines der Hauptwerlse des Meisters. In letzterer Zeit 
ging er nach Palermo, um ein besseres Gluck zu finden. Er malte 
da vieles in Oel und in Fresco, starb aber dennoch in Armuth, 
wahrscheinlich um 1670  80. 
BÜSSÜ, Medailleur des Königs von Neapel um 1717. Auf seinen Wer- 
ken stehen die Buchstaben C. C. B. Die beiden ersten Buchstaben 
beziehen sich auf den Vorstand der k. Münze, den Conte Coppola. 
BDSt, Luprecht, ein Riinstler, dessen Existenz von einigen neueren 
Schriftstellern für unbegründet gehalten wird, während er schon 
in früher Zeit als Iiupferstecher und Furmschneider, so wie als 
Lehrer des Martin Schungauer galt. In der Vorrede zu Tobias 
Stimmefs Abbildungen von Fähsten, die bei Bernhard Jobin zu 
Strassburg 15:23 unter dem Titel: dccuratae elfigies pontificum etc. 
Eygenwissenliche und wrolgetlenltwurdige Contrafaytungen oder An- 
litzgestaltungen der Rinn. ßeibst etc. erschienen, heisst es näm. 
lieh, dass Vasari nur aus Rücksicht für sein Vaterland den Mast) 
Finiguerra als Erfinder der Kupferstecherltunst bezeichnet habe, 
während da Martin Schön als derjenige genannt wird, der, von 
Luprecht Rust im Stechen unterrichtet, um 1450 diese Iiunst zuerst 
in Uebung. Huf und Gang gebracht hat. Dieses scheint man im 
16. Jahrhunderte in Deutschland geglaubt zu haben, und die Kunde 
von einem Luprecht Itust oder Biist dürfte daher nicht unbegründet 
gewesen seyn. Christ führt desswegen diesen Künstler wieder in die 
neuere Geschichte ein, so wie von- Murr. Heinecke und Papillon. 
Man will auch alte Iiupferstiche und Formschnitte kennen, die 
mit L. B. bezeichnet seyn sollen. Andere Schriftsteller erklären 
die ganze Geschtichte für Fabel, und wollen somit auch von hei- 
nem alten Blatte mit L, R. wissen. Einige scheinen diesen Rust 
namentlich auch desswegen unbedingt verworfen zu haben, weil sie 
ihn als Lehrer Schungauefs in der Malerei nehmen, was allerdings 
nicht bewiesen werden kann, da im Gegentheile die van Eyck'sche 
Schule unmittelbar auf seine Iiunstweise einwirkte. Wenn je ein 
Luprecht Rust gelebt hat, so war er vermuthlich Goldschmied, bei 
welchem M. Schongauer die Anfänge des Gravirens und Steehens 
in Metall kennen lernte, einer Kunst, welcher er durch Yervull- 
kummnutig des Stiches und durch das Abdrucken der Platten auf 
genetztes Papier Aufnahme verschadte, und in weitere Uebung 
brachte, oder wie es in Jobin's Vorrede heisst: „in ein übung, 
ruff und gang gericht." 
BUSUCGlIUS, FellX, ein Afrikaner, ist als Sigillarius und als Verfer- 
tiger von Statuetten bekannt. Man fand in Rieti sein Epitapltium- 
Fabretti lnscript. Nr. 069. 
Rustlcelll, TOIDIDEISO, Maler von St. Giovanni im Gebiete von Be- 
lßänß, war Schüler von G. Viani. Seiner erwähnt Malvasia in der 
Felsiua pittrice. ' 
6'?
        

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