Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rubens, A. - Santi, Rafael
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1784434
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1785334
Buss , 
Carl. 
77 
lianzler Werner von IYIainz über die Alpen, ihn von Räubern schü- 
tzend, 5) Jakob Müller von Zürich den verwundeten lludulph 
unterstützend, schlägt die andringenden Feinde in die Flucht, 6) 
Hudulph empfängt im Lager vor Basel die Iiaiserkrone und 7) Bu- 
dolph bietet dem Priester sein I_'l'erd an.  Diesen merkwürdigen 
Cyelus hat Kuss seehsnial verschieden und einmal lcbensgross in. 
Oel gemalt. 
An diese Gescliichtsbilder reihen sich viele andere, folgenden 
Inhalts: Maxcns Zvreikampf auf dem Reichstag zu YVorms, dreimal 
verschieden componirt. Die königliche Zauberin Libussa vor ihrer 
Zanherhöhle, weissaget den böhmischen Wladikeit, die ihr die 
lirune bringen. Veronika van Leschiiitz, des Grafen Friedrich 
von Cilly Geliebte, ihrer Haft entflohen, kommt vom Hunger ge- 
trieben zu Landleuten, welche vor ihrer Schönheit als einer himm- 
lischen Erscheinung zurückheben und ihr dus Brod mit Zittern 
darreichen, ein iiusserst aninuthiges und idyllisches Bildchen, be- 
sonders ausgezeichnet Veronikas Antlitz. Der Tod eben dieser Ve- 
ronika, welche auf Befehl der Barbara von Cilly, Gemahlin Iiaiser 
Sigmundk erdolcht wird, nach lialchbergs Tragödie; des Freyherrn 
von liauher Zweikampf mit dem riesenhalten Spanier, den er in den 
Sack gesteckt, dem liaisrr lVlaximisian ll. zu Fiissen legt; der Ur- 
sprung des Namens Metternich, wie dieser vor Iiaiser Heinrich des 
Heiligen Thron steht, und als Hauptmann seiner Leibwaclic furchtlos 
in die vei-lauinilerisclie Rolle blickt, die der Kaiser ihm selbst über- 
reichte, wiihrend Heinrich von dessen Unschuld überzeugt, zu den 
Umstehenden sagt: svOh, Metter nichts! Friedrich der Schöne auf 
der Traiisnitz gefangen, wird von seinem Gegner Ludwig dem Bayer 
besucht; Albrecht der Lahme vor dem brennenden Basel; Albrecht lI. 
mit seiner Gemahlin in seiner Hauskapelle Gott für die drei liro- 
nen. die er in einem Jahr erhalten, dankend, ein in Nebenwerk 
 und Beleuchtung vortrellliclies Gemälde und von der geschmackvoll- 
sten Ausführung; Max in der Haft der Flammläiirlcr von seinem 
getreuen lilunz von der Rosen in Mönchskleiilung besucht; Max 
beschenkt die zwei Nlohrinnen, die, um seine Freiheit zu erzwe- 
cken, Nachrichten von dem Anzug eines kaiserlichen Heeres ver- 
breitet hatten, und bestraft worden waren; Johanna von Arrago- 
nien, von ihren liindern umgeben, klagt ihrem Vater im Wahn- 
sinn den Verlust ihres Gemahls, Philipps des Schönen, dessen Lei- 
che mit der lirone im gläsernen Sarge liegt; Weigand von The- 
ben. Olto's des Friihlicheii lilofnarr, schüttet vor seinem Herrn einen 
liorb voll dhidtenköpfe hin, um ihm die Uneinigkeit der Menschen 
zu beweisen; der Bischof liollunitsch im verlassenen Tiirkenlager 
vor Wien, nimmt alle gefangenen Christenkiniler, die die Türken 
im Lager zurückgelassen hatten; Budolph von Habsburg kehrt un- 
vermuthet beim Abt von St. Gallen ein; Friedrich mit der leeren Ta- 
sche erforscht durch ein Heimspiel die Herzen der Tiroler. Alle 
diese Bilder waren 1821 noch iin Besitze des Künstlers, viele an. 
dere aber waren bereits in andere Hände übergegangen. 
Der Erzherzog Johann besitzt ein ganzes Portefeuille histori- 
scher Compnsilionen, Landschaften nach der Natur und Iclyllcn 
aus den Noriscluen, liarisckxerl und Julischen Alpen: Friedrich der 
Schöne kehrt aus dem Kerker auf der Trausnilz nach Wien zu- 
rück, auch in Oel gemalt; Leopold in verzweilelnder Selhstverlsla- 
gung, taub gegen Bankett und Musik; ächt steiermürlsische  
genscenen in Oel; Budolplfs Besuch beim bekannten Gärber 111 
asel, mit Kreide lebensglross, Rndolplfs überraschender Besuch. 
beim Abt von St. Gallen; Rudolphäa aalomoniacher Schiedsspruch
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.