Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rubens, A. - Santi, Rafael
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1784434
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1785183
62 
BHPPI 
Ladislalus. 
Bnpprecht, 
i 
Friedrich 
Carl. 
BUPP, TJüdlSlFllJS, Architekt und Iiupferstecher von Wien, bildete 
sich an der Akademie daselbst zum" liiinstler heran, und war be- 
reits mit tüchtigen Kenntnissen ausgestattet, als er nach Italien sich 
 begab, um die architektonischen Denkmäler jenes Landes kennen 
 zu lernen. Später unternahm er zu gleichem Zwecke auch Reisen 
in andtre Länder, da er schon friihe den Plan gefasst hatte, die 
 Hauptkirchen Europe's in einem liupferwerlse darzustellen. Dieses 
Prachtwerk erschien vun 1325 an in Lieferungen, unter dem Titel: 
 Chiese.principali (l'Europe, rappresentante ne' loruprospetti, piante 
etc., gr. ful. Rupp, einer der Hauptinteressenten, hatte die genaue 
Messung und Abzeiehnung aller zu wählenden Iiirehen, so wie die 
Uebertrugung derselben auf die Iiupferplatten übernommen. Doch 
hatte sich dieser Iiiinstler schon früher durch viele höchst gelun- 
gene Iiunstarbeiten als Architekturzeichner und liupferstecher einen 
ehrenvollen Ruf erworben, da bei ihm Zeichnung und Stich vor- 
 ziiglich sind. Ein früheres Werk ;hat den Titel: ll Duumo di Mi- 
lano ossia Descrlzione stur. crit. di queslo insigne Tempio e degli 
oggetti d'arte ehe lo adornano. Corred_._ di 65 Tavole dis. e inc. di 
L.,Rupp. Milan-m 1823, gr.  Die Stiche dieses Werkes zeugen 
-von ausserordentliclier Reinheit und Sicherheit der Hand. Sie wur- 
den auch in der Beschreibung des Domes von Marquis d'Adda be- 
nützt. Die Figuren. sind von Bramati. 
 Rupp liess sich in Mailand nieder, und lebt noch daselbst in 
 voller Thätigkeit.  
BUPP, Architekt zu Reutlingen) ein tüchtiger Meister seines Faches. 
 Ihm Jdhfß 1841 "wurdg lhlll die Restauration aieQschöncn Nlarieu- 
Lirdhe in der genannten Stadt anvertraut. Bupp xslStadlbaumeister. 
Bllppfßcllt, Frlefllflßll Cürl, Zeichner, Maler, Radirer und Form- 
sehneider, geb. zu Oberzenn in Mittelfranken 1779, gest. zu Bamberg 
1851. Dieser vielseitig gebildete Künstler genoss als Sohn eines 
Frhr. von Seclsendorffschen Gutsveryvalters einesorgfältige Erzie- 
hung, es lag aber durchaus nicht in dem Sinne der "Eltern in ihm 
einen Künstler zu haben; sie sahen es im Gegentheile ungern  als 
 Iliuppreeht in Nürnberg seine Gymnasialstudien den Iiunstiibungen 
nachsetzte. Sein Dlleister war Ch. Frör, ein zu jener Zeit geschütz- 
   1er lVIeister,__der den jungen Künstler so weit förderte, dass er 179g 
die Altadeinie in Dresden besuchen konnte. I-iier widmete er sich 
mit allein Eifer der Landschaftsmalerei, worin ihm Iilengel behiilfl 
lieh vvar.- Uveberdicss copirte er mehrere Bildet 11'011 Futter, C. Lor- 
min, Titian u. 11., was auf seine weitere Ausbildung einen grus- 
sen Einfluss hatte. Dann zog er auch die Architektur in seinen 
Iireis, und wie sehr ltupprecht die Gesetze der Perspektive inne 
 hatte, beweisen seine spiiteren architeläwnlschen Ansichten, die er 
gemalt hat. Im Jahre 1802 hereiste er mehrere Gegenden Süddeutsch- 
lands, um nach der Ianrlschaltliehen Natur zu zeichnen, allein die 
Kriegszeiten waren damals der liunst nicht günstig, und so musste 
lhippreeht statt der Landschaft die Purtriiitiiialerei zum Broderwerhe 
wählen. In jener Zeit malte er mehrere Bildnisse französischer Of- 
fiziere, und General Druuet nahm ihn als Gesellschafter und Dull- 
metseher durch einen Theil vun Deutschland mit sich. Nach seiner 
1810 erfolgten Ptiicl-zliunft malte er wenig Bildnisse mehr, und 911d- 
lieh widmete er sich ausschliesslich der Landschaftsmalerei. Er 
zeichnete zu diesem Zwecke nieder eifrig nach derNatur, besonders 
in Aquarell und Gouache, diess mit ausserordcnthcher Feinheit, so
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.